Liechtenstein steht auf keiner schwarzen oder grauen Finanzliste. Zu recht?
Das Ministerium für Präsidiales und Finanzen, toller Titel, jubelt:
«Liechtenstein setzt seit vielen Jahren auf eine konsequente Strategie der Steuerkooperation und der Umsetzung internationaler Standards im Steuerbereich.»
Das zeitige Erfolge: «Am Freitag, 5. September 2025, hat Portugal die Liste der nicht-kooperativen Jurisdiktionen aktualisiert und Liechtenstein von der Liste gestrichen.»
Wunderbar, denn: «Die Streichung Liechtensteins von der Liste der nicht-kooperativen Jurisdiktionen trat ab 6. September 2025, in Kraft und wird ab 1. Januar 2026, wirksam. Sie hat zur Folge, dass Portugal zahlreiche diskriminierende steuerliche Massnahmen gegenüber Liechtenstein nicht mehr anwendet.»
Es ist tatsächlich so, dass das Fürstentum nicht auf der EU-Liste nicht kooperativer Steuerjurisdiktionen steht. Auch nicht auf der grauen oder schwarzen Liste für Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung der FATF.
Die OECD hat auch nix zu meckern. Genauso wenig wie die Überwachungssysteme zur Finanzstabilität von IWF oder FSB. Und schliesslich führen die USA das Ländle nicht auf seinen Listen von «non-cooperative countries».
Also ist doch alles blütenweiss wie das Hochzeitskleid der Prinzessin im Fürstentum?
Nicht wirklich.
Zum einen hat Portugal offensichtlich erst jetzt den Entschluss gefasst, ab Anfang 2026 Liechtenstein von seiner Liste zu nehmen.
Zum anderen wird Liechtenstein immer wieder bezüglich mangelhafter Gesetzgebung gegen Korruption oder wegen der Allmacht des Fürstenhauses kritisiert und zu Veränderungen aufgefordert.
Dann machen rund 800 Zombie-Trusts internationale Schlagzeilen. In ihnen liegen rund 20 Milliarden Dollar in Form von Cash, Immobilien, Yachten oder Flugzeugen. Was für die Besitzer zurzeit nicht zugänglich ist, weil ihre Treuhänder ungetreu die Flucht ergriffen haben.
Steuerlich mag, auch dank dem Automatischen Informationsaustausch (AIA), soweit alles in Ordnung sein. Obwohl das Ländle hier nicht etwa freiwillig sauber wurde, sondern das Geschäftsmodell Stiftung als Schwarzgeldbunker durch einen ungetreuen Mitarbeiter der Fürstenbank LGT in die Luft gesprengt wurde.
Aber die nicht abreissende Kette von Skandalen um enteignete Stifter oder Begünstigte beweist, dass im Finanzbereich weiterhin einiges im Argen liegt.
Das ist aber alles nebensächlich im Vergleich zum gravierendsten Problem, das Liechtenstein hat: seine fürstliche Justiz.
Richter, die von der Gnade des Fürschten abhängig sind. Prozesse, die entweder blitzgeschwind durchgeführt werden – wenn es um die Verteidigung der Interessen der Treuhänder und Untreuhänder gegen ausländische Kläger geht.
Oder sich jahrelang, manchmal sogar jahrzehntelang hinziehen. Wenn Liechtensteiner Treuhänder oder Unntreuhänder die Beklagten sind.
Die brutale Enteignung der Besitzer der Zombie-Trusts, notabene ohne Gerichtsverfahren oder die Möglichkeit zur Gegenwehr, beweist, dass in Liechtenstein gelagerte Vermögen nicht sicher sind.
Die Eigentumsgarantie wird hier in die Tonne getreten.
Der Zustand der Justiz beweist, dass Liechtenstein kein Rechtsstaat ist, ausländische Besitzer von Stiftungen oder Trusts nicht darauf zählen können, ihr Recht einzufordern – und auch zu bekommen.




Liechtenstein hat keinen Grund zum Feiern, die Zombie Trusts sind die schwerste Krise für das Land.
Das Staatsoberhaupt, der Fürst machte sich weder am Staatsfeiertag am 15. August noch bei der Hochzeit seiner Enkelin am 30. August in die Öffentlichkeit. In die Kirche schlich er sich durch den Hintereingang. Und der Erbprinz muss durch Bodyguards bewacht werden. Für den Staatsfeiertag wurden erstmals limitierte Eintrittskarten ausgegeben, um Überraschungsgäste aus Russland zu verhindern. Die Angst sitzt tief.
Das liechtensteinische System der Verwaltung von Stiftungen und Trusts weist strukturelle Schwächen auf, die von untreuen Treuhändern gezielt ausgenutzt wurden. In zahlreichen Fällen kam es zu systematischen Veruntreuungen durch einzelne Treuhänder, die dabei offenbar von einer nicht neutralen Justiz unterstützt wurden. Dabei sollen namentlich bekannte Richter durch ihr Verhalten solche Vorgänge ermöglicht oder nicht unterbunden haben, während einzelne Staatsanwälte strafrechtliche Ermittlungen unterließen. Betroffenen Personen aus dem In- und Ausland wurde von ihren liechtensteinischen Rechtsvertretern häufig der falsche Eindruck vermittelt, es handle sich um bedauerliche Einzelfälle. Dieses Zusammenspiel verschiedener Akteure hat dazu beigetragen, dass die beschriebenen Praktiken über einen längeren Zeitraum fortbestehen konnten.
In kleinen Staaten wie Liechtenstein, wo viele Akteure einander persönlich kennen, verwandt oder wirtschaftlich verflochten sind, kann die Angst vor beruflichen oder persönlichen Nachteilen eine große Rolle spielen. Wer sich offen gegen das bestehende kriminelle System stellt, riskiert Ausgrenzung, Auftragsverlust oder rechtliche Gegenmassnahmen.
Die enge Verflechtung von Politik, Wirtschaft, Justiz und Finanzwesen (verwandschaftlich oder wirtschaftlich) in Liechtenstein führt dazu, dass sich Menschen machtlos fühlen oder den Eindruck haben, dass eine Kritik nichts ändern würde. In solchen Systemen ist Loyalität oft wichtiger als Konfrontation. Also kuschen und ducken.
Wenn Kontrollorgane wie die Staatsanwaltschaft, die Justiz oder die Finanzmarktaufsicht (FMA) nicht als unabhängig gelten, fehlt vielen potenziellen Whistleblowern das Vertrauen in den Schutz oder die Wirksamkeit eines Vorgehens gegen die kriminellen Missstände. Also tut man aus Angst so, als wisse man von nichts und schaut weg.
Der Fisch stinkt vom Kopf her…
Ich würde lieber auf irgendeiner schwarzen Liste Portugals stehen, als auf einer Abschussliste eines wütenden Russen.
Herbert Wille, ehemaliger Präsident des Verwaltungsgerichts, äußerte politische Kritik. Als seine Amtszeit verlängert werden sollte, weigerte sich der Fürst, ihn erneut einzusetzen. Der EGMR befand, dass darin eine Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung lag (Wille v. Liechtenstein).
Die Kritik ist, dass der Einfluss des Fürsten auf richterliche oder administrative Posten groß ist, dass politische/monarchische Macht Teile der Justiz beeinflussen kann. Wenn Richter oder Verwaltungsrichter nicht aufgrund von Leistung oder Unabhängigkeit, sondern wegen politischer oder persönlicher Beziehungen ausgewählt bzw. abgelehnt werden, untergräbt das das Vertrauen in die Justiz.
Fürst
In Liechtenstein gibt es keine Unabhängigkeit der Justiz. Fürst Hans-Adam II schrieb dem Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs Wille in einem Brief:
«In meinen Augen sind Sie, Herr Dr. Wille, aufgrund Ihrer Haltung gegenüber der Verfassung ungeeignet für ein öffentliches Amt. Ich habe nicht die Absicht, mich mit Ihnen öffentlich oder privat in eine lange Auseinandersetzung einzulassen, aber ich möchte Ihnen rechtzeitig mitteilen, dass ich Sie nicht mehr für ein öffentliches Amt ernennen werde, sollten Sie mir vom Landtag oder sonst irgendeinem Gremium vorgeschlagen werden.»
Mt anderen Worten:
Wenn du eine andere politische Meinung hast als ich, werde ich dich trotz Vorschlags des Landtags nicht ernennen. Denn der Landtag ist mir egal, der Staat bin ich. Ätsch!
https://hudoc.echr.coe.int/eng#{%22itemid%22:[%22001-58338%22]}
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Der Fürst degradiert mit seinem Schreiben den Landtag zu einem Marionettentheater mit willigen Statisten.
Nach den Banken sind jetzt auch Stiftungsverwalter wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung dran. Den deutschen Ermittlern geht es hier aber weniger um hohe Geldbußen als vielmehr um Gerechtigkeit.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-treue-haende-schmutzige-haende-1.3570056
Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.
Auch Professor Martin Schauer, der die Liechtensteiner Regierung bei der Reformierung des Stiftungsrechts beriet, kritisiert in Vaterland «Rechtsunsicherheit» für den Begünstigten und Mandatsverträge als «willkommenes Mittel für Haftungsbefreiung». Immer häufiger und oft vergeblich kämpfen Stifter juristisch gegen ihre eigenen Stiftungsräte oder Treuhänder. Nicht selten fällt dabei der Name Angelika Moosleithner-Batliner.
https://liechtensteinwegwerfartikel.blogspot.com/2018/04/betrugs-und-abzock-system-liechtenstein.html
Ein Land, das ein seriöser Finanzstandort sein möchte, jubelt, weil es auf keiner schwarzen Liste mehr steht? Wie weit ist dieses Land gekommen?
Lieber auf 100 schwarzen Listen, als 800 vor Wut rasende Russen wegen der ihnen genommenen Vermögen in den Zombie Trusts gegen sich zu haben.
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein sehr ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.
El crimen económico y organizado en Liechtenstein es un problema serio que plantea grandes desafíos para muchas personas afectadas. Como bufete de abogados regional, hemos manejado tales casos y queremos ofrecerle algunos consejos importantes:
1. Impugnar las decisiones de los tribunales de Liechtenstein:
Si ha recibido decisiones de los tribunales de Liechtenstein que no parecen ser neutrales, escale su caso hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). Es bien sabido que las decisiones de los tribunales de Liechtenstein a menudo no son neutrales. Ocho de cada diez quejas ante el TEDH han tenido éxito. Los tribunales de Liechtenstein están obligados por las decisiones del TEDH.
2. Informar a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU.:
Informe su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU. en Berna, una rama del Departamento de Justicia de EE.UU. Debido a la Ley RICO, una ley estadounidense especial, esta oficina tiene jurisdicción mundial en la lucha contra las organizaciones criminales. La Ley RICO se aplicó, por ejemplo, en los procedimientos contra los funcionarios de la FIFA dispersos por todo el mundo.
Contacto:
Embajada de EE.UU. en Suiza y Liechtenstein
Attn: Oficina del Agregado Legal
Sulgeneckstrasse 19
3007 Berna
Si sus abogados en Liechtenstein le aconsejan en contra de esto, tenga en cuenta que pueden estar representando sus propios intereses como liechtensteinianos y no los suyos.
En conclusión, enfatizamos la importancia de tomar medidas decisivas contra el crimen económico y organizado. No dude en hacer valer sus derechos y tomar las medidas necesarias.
Die 800 Zombie-Trusts haben Liechtenstein als unseriösen und unsicheren Finanzplatz blossgestellt. Denn die Trusts wurden ja nicht von den USA sanktioniert, sondern die Liechtensteiner Treuhänder haben die Trusts verlassen. Der Zorn der betroffenen Russen, die nicht mehr an ihre Vermögen wie Firmenanteile, Flugzeuge oder Jachten kommen, richtet sich daher gegen die Liechtensteiner Treuhänder. Gnade ihnen Gott, denn in Moskau regelt man so etwas nicht mit dem Gericht, von dem sie wie in Russland erwarten, dass es korrupt ist, sondern anders.
Jeder Begünstigte eines Lierchtensteinischen Trusts oder einer Stiftung muss doch jetzt damit rechnen, dass sein Liechtensteiner Treuhänder von den US-Behörden sanktioniert wird und der Trust oder die Stiftung dann blockiert sind.
Liechtenstein MUSS aufgrund des AIA zwangsweise hinsichtlich der Steuer kooperieren.
Die Vorwürfe gegen Liechtenstein betreffen auch nicht die Steuer, sondern Korruption, siehe den Bericht der Anti-Korruptionsbehörde des Europarats GRECO sowie massive Verletzungen der Rechtsstaatlichkeit durch Duldung, wenn nicht sogar Förderung unrechtmässigen, wenn nicht sogar kriminellen Handelns.
Charles Ponzi und Bernie Madoff standen auch auf keiner schwarzen Liste…
Meine Freunde und ich stehen auch auf keiner schwarzen Liste.