Hochzeitsglocken im Ländle. Richtig rührend.
Man muss zweimal auf das Datum des Berichts des «Vaterland» schauen. Doch, es ist der 31. August 2025, nicht etwa 1925 oder 1825. Denn die Beschreibung der Hochzeit von Prinzessin Marie Caroline hat einen dermassen hohen Schmalz-, Pardon, Schmelzfaktor, dass sie wie aus einer märchenhaften Vergangenheit herüberschwebt.
Ein paar Kostproben:
«Aus der Türe treten Prinzessin Marie Caroline und Leopoldo Maduro Vollmer. Nun Mann und Frau. Sie halten sich an den Händen, strahlen und grüssen. Die Prinzessin trägt ein mit Spitzen besetztes Kleid, das in Italien geschneidert wurde, und als Kopfschmuck die Habsburg-Tiara. Der lange Schleier wird von zwei Blumenmädchen getragen. Der Bräutigam trägt einen dunklen Frack mit Nadelstreifenhose.
Auf diesen Moment haben alle gewartet.
Bischof Benno Elbs tritt im Messgewand aus der Kirche und grüsst die Menge. Er wird das Paar vermählen. Der Braut wird er die Traufrage auf Deutsch stellen, dem Bräutigam auf Spanisch.
Der Fürst zeigt sich nicht. Es heisst, er sei beim Hintereingang rein – und beim Seiteneingang wieder raus.
Martin Marxer, Geschäftsführer der Pfadfinder Liechtensteins, hat die Ehre, der Prinzessin die Tür zu öffnen. Er habe das erst kurz davor erfahren. Auch Erbprinz Alois steigt aus – mit dem Brautstrauss.
Mit Handys und Herzluftballons in der Hand wartet das Volk. Auch der leichte Regen vertreibt niemanden.»
Wir wischen uns die Tränen der Rührung aus den Augen und wünschen dem frisch vermählten Paar viele glückliche Jahre – und viele Kinder. Denn das gehört zu ihren royalen Aufgaben.
Zitat aus dem Hausgesetz: «Dabei haben sich die Brautleute im Rahmen ihres Ehekonsenses insbesondere ausdrücklich zu versprechen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen und sich gegenseitigen Beistand zu leisten.»
Allerdings werden weder der Gatte noch die mit einem Bürgerlichen gezeugten Sprösslinge Mitglieder des fürstlichen Hauses. Schnief.
Nun sind also die 28-jährige Prinzessin Marie Caroline von und zu Liechtenstein, Gräfin von Rietberg, und der venezolanische Investmentmanager Leopoldo Maduro Vollmer (34) ein Paar.
Von der Prinzessin weiss man nicht viel. Nur, dass sie in London lebt und irgendwas mit Mode zu tun hat. Richtig arbeiten muss sie nicht, denn ihr Familienvermögen wird auf mindestens 12 Milliarden Euro geschätzt.
Von ihrem bürgerlichen Angetrauten weiss man auch nicht viel mehr. Er sei der älteste Sohn eines Francisco Maduro Galindo und einer Sofía Vollmer de Marcellus. Die Vollmers sind Eigentümer der Rumfabrik Ron Santa Teresa. Also auch nicht ganz unbegütert, allerdings ist das ein Klacks gegen die Milliarden der Fürstenfamilie. Und irgend ein Urgrossvater mütterlicherseits soll angeblich auch Adliger gewesen sein.
Auch seine Tätigkeit als Investmentbanker wird es ihm wohl nicht ermöglichen, ebenfalls in der Liga der Milliardäre mitzuspielen. Aber vielleicht lässt man ihn ein paar Brocken des fürstlichen Vermögens anlegen.
Allerdings, kleiner Wermutstropfen, viel Prominenz liess sich nicht blicken. Das «Vaterland» zählt lediglich Ludwig, Prinz von Bayern, mit seiner Familie, sowie Philipp, den Herzog von Württemberg, auf. Also dritte Garnitur. Dafür macht die Landespolitik gehorsam den Kratzfuss: «Regierungschefin Brigitte Haas und die Regierungsräte Daniel Oehry und Hubert Büchel. Auch Landtagspräsident Manfred Kaufmann und Vizepräsidentin Franziska Hoop sind eingeladen.»
Ist das Ausdruck fürstlicher Bescheidenheit? Oder könnte es daran liegen, dass sich auch Blaublüter zurzeit nicht unbedingt in der Nähe des Fürstenhauses blicken lassen wollen?
Stiftungsskandale um ungetreue Treuhänder. Treuhänder auf der Sanktionsliste der US-Behörde Ofac. Kritik an mangelnder Transparenz, mangelhaftem Kampf gegen Korruption, Kritik an der Allmacht des Fürschten. Und dann rund 800 Zombie-Trusts, denen ihre Treuhänder untreu geworden sind und wo nun so etwa 20 Milliarden Dollar herrenlos herumliegen.
Und dann noch leichter Regen am Hochzeitstag. Läuft im Moment nicht wirklich gut für Liechtenstein.




Liechtenstein hat sich vom einst renommierten Finanzplatz zu einem Paradebeispiel für institutionalisierte Rechtsverweigerung entwickelt. Über Jahre wurden internationale Stiftungen und Trusts durch ein Netzwerk aus Treuhändern, Anwälten und mutmaßlich nicht neutralen Richtern systematisch enteignet – ein kriminelles System, das unter dem Tarnbegriff „Dekantierung“ operierte.
Die Opfer wurden bewusst getäuscht: Jeder Fall wurde ihnen als „Einzelfall“ verkauft, während in Wahrheit ein strukturiertes und systematisches Vorgehen dahinterstand. Profit gemacht haben alle – außer den rechtmäßigen Eigentümern: lokale Treuhänder, Anwälte und möglicherweise auch Richter. Die politische Spitze schwieg – und durch ihr Schweigen schützte oder unterstützte sie das System.
Liechtenstein hat nicht nur Vertrauen verspielt – es hat seine rechtliche Glaubwürdigkeit geopfert. Wer hier noch von einem sicheren Rechtsstaat spricht, macht sich zum Komplizen eines perfiden Machtmissbrauchs.
Das System Liechtenstein ist enttarnt. Unter vorgespielter Rechtsstaatlichkeit wurden internationale Vermögen systematisch enteignet – durch ein Netzwerk aus Treuhändern, Anwälten und mutmaßlich parteiischen Richtern. Die Opfer wurden getäuscht, die Justiz missbraucht, der Fürst und die Politik waren informiert, schwiegen aber. Liechtenstein hat sein Vertrauen verspielt.
Jeder ist mit jedem verwandt, es ist eine Clanstruktur. Vetternwirtschaft, organisierte Familienstrukturen, Netzwerke, die illegalen Aktivitäten wie Veruntreuung decken.
Sind das im Ländle nicht mafiöse Strukturen?
Traut sich der Fürst nicht mehr aus seiner Burg?
Bei 800 wütenden Russen, denen der Zugang zu ihren Trusts mit Geld, Gesellschaftsanteilen, Flugzeugen und Jachten verwehrt wird, würde ich mich auch verstecken. So viele Sicherheitsleute hätten in Liechtenstein gar nicht Platz…
Vielleicht gab es ja Bedrohungen des Fürsten durch Opfer der Skandale, der Korruption oder der Zombie Trusts und das ist der Grund, dass der Fürst nicht bei Staatsfeiertag und bei der Hochzeit erschienen ist. Aber dann hätte er zumindest auf dem offiziellen Familienfoto sein können. Vielleicht ist er gar nicht mehr in Liechtenstein?
Skandale mit den Treuhändern, GRECO Antikorruptionsmassnahmen, 800 Zombie Trusts, Fürst nicht bei der Hochzeit… kein Wort darüber vom Erbprinz.
Das Staatsoberhaupt, der Fürst erscheint nicht und es wird verschwiegen, weshalb.
Wenn der Fürst nur ein Beinleiden hätte (so die offizielle Begründung für seine Abwesenheit am Staatsfeiertag), dann hätte er ja auf dem Familienfoto vom Hochzeitstag sein können. Da ist er aber auch nicht.https://www.regierung.li/medienportal-page/16183/fotoservice
Auf dem Foto 10 ist doch der Fürst neben dem Erbprinz zu sehen.
Auf dem offiziellen Familienfoto ist er nicht. Staat ohne Staatsoberhaupt.
Der Fürst ist wie ein Schlossgespenst, auf dem Foto 10 der offiziellen Fotos sitzt er in der Kirche neben dem Erbprinz, auf dem Familienfoto ist er aber nicht und auch beim Staatsfeiertag am 15. August war er auch nicht. Und wer ein Beinleiden hat und in die Kirche kann, der könnte auch auf ein Foto. Sehr geheimnisvoll. Vielleicht hat der Fürst Angst vor der Wut der ganzen Opfer?
Wegen US-Sanktionen steht Liechtensteins Finanzplatz unter Druck. Die Regierung sucht eine Lösung für das Problem. Einfach wird es nicht.
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/russengelder-in-liechtenstein-juristin-niemand-moechte-in-diesen-sanktionsstrudel-geraten
Die Situation gefährdet den Ruf Liechtensteins als stabiler Finanzplatz: Banken und andere Institute geraten möglicherweise in die Krise.
Ist der Fürst denn schon etwa im Exil?
Liechtensteins Geschäftsmodell – der jahrzehntelang gepflegte Ruf als sicherer Hafen für Vermögen redlicher oder unredlicher Herkunft – ist faktisch gescheitert.
Eine Serie von Skandalen, in denen Treuhänder von Trusts und Stiftungen ungestraft Vermögen veruntreuten, hat das Vertrauen internationaler Anleger massiv beschädigt.
Ebenso schwer wiegt der Bericht der Staatengruppe gegen Korruption des Europarats (GRECO), die nicht nur der Justiz, sondern auch Regierungsmitgliedern und dem Fürsten selbst gravierende Mängel bei der Korruptionsbekämpfung bescheinigt hat.
Spätestens jetzt, mit dem Bekanntwerden der 800 Zombie Trusts, ist offenkundig: Liechtenstein ist kein sicherer Hafen mehr – sondern ein Risiko. Als Finanzplatz hat das Land seine Glaubwürdigkeit verspielt.
Die FAZ schrieb:
Wenn der Treuhänder in die Kasse greift
Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. Doch während die Finanzaufsicht schärfere Kontrollen fordert, wiegelt die Regierung ab.
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html
Hilfe, wir haben unseren Fürsten, unser Staatsoberhaupt verloren. Bitte abgeben in der Burg («Schloss»). Finderlohn!
Bemerkenswert an der Hochzeit war die Abwesenheit des Staatsoberhaupts – des Fürsten – sowohl bei der Eheschließung seiner Enkelin als auch bereits am Nationalfeiertag am 15. August. Während der Erbprinz lediglich als Stellvertreter fungiert, drängt sich die Frage auf: Wo befindet sich das eigentliche Staatsoberhaupt des Landes?
Handelsblatt: Stiftungen in Liechtenstein wegen US-Sanktionen in Turbulenzen
Hunderte Stiftungen mit Vermögen von mehreren Milliarden Franken sind praktisch eingefroren. Regierung und Behörden versuchen, zu helfen, ohne den Ärger der USA auf sich zu ziehen.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-stiftungen-in-liechtenstein-wegen-us-sanktionen-in-turbulenzen/100131978.html
Es scheint als wird der Fürst vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Vielleicht aus Angst vor Racheakten, vielleicht ist er krank.
Skandale über Skandale, bei welchen kriminelle Treuhänder Hand in Hand mit korrupten Richtern und Staatsanwälten Trusts und Stiftungen in ihre Macht bringen und plündern.
Der Europarat, der mit seiner Antikorruptionsbehörde GRECO Defizite bei der Korruptionsbekämpfung bei Justiz, Regierungsmitgliedern und dem Fürst aufdeckt.
800 mit sanktionierten russischen Geldern verseuchte, verlassene Zombie Trusts, wegen denen Russen wütend und die USA verärgert sind.
Wäre ich der Fürst, würde ich mich auch verstecken. Vor den wütenden Russen, vor den USA, die einen sanktionieren können usw.
Und der Europaratwurden verlassen, weil sie sanktionierte russische Gelder verstecken.
Und der Europarat deckt auf, dass in Liechtenstein Tür und Tor für Korruption in der Justiz, bei den Regierungsmitgliedern und selbst beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten geöffnet sind.
Was braucht es noch mehr, damit die USA eingreifen und in Liechtenstein aufräumen? deckt auf, dass in Liechtenstein Tür und Tor für Korruption in der Justiz, bei den Regierungsmitgliedern und selbst beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten geöffnet sind.
Was braucht es noch mehr, damit die USA eingreifen und in Liechtenstein aufräumen?
Seit dem Bericht der Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO, in dem Antikorruptionsmassnahmen gegen die Justiz, die Regierungsmitglieder und den Fürst auferlegt worden sind und den 800 mit sanktionierten russischen Geldern infizierten Zombie Trusts, durch die Liechtenstein zwischen die Fronten der USA und Russland gekommen ist, wurde der Fürst nicht mehr gesehen.
Vielleicht ist das jetzt der, wie die Welt schrieb „Abschied von Europas letztem Geld-Paradies“.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus251034324/Geld-Abschied-von-Europas-letztem-Geld-Paradies.html
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Wann marschieren die USA in Liechtenstein ein?
Das mafiöse Netzwerk in Liechtenstein ist enttarnt – und der Fürst zieht es vor, sich zu ducken.
Wenn Treuhänder offenbar standardmäßig Begünstigte von der Stiftung oder dem Trust fernhalten, diesen deren Informationsrechte nicht geben und noch Strafanzeigen gegen diese erstatten, wie dies scheinbar regelmäßig der Fall ist, dann sind Liechtensteinische Stiftungen und Trusts tatsächlich das Riskanteste und Dümmste, was jemand machen kann. Liechtensteins Reputation ist katastrophal!
Die Treuhänder im Perry Fall hatten sich seinerzeit € 10,5 Millionen Management Fee genommen. Bis heute wird das ein Vielfaches sein.
«So far, according to court documents, the Lopag Trust have withdrawn an estimated €10.5m (£94m) in “management fees”
https://www.independent.co.uk/news/long_reads/liechtenstein-tax-haven-super-rich-trust-lost-beneficiaries-trustees-legal-laws-a8239956.html
Der Bräutigam kommt aus einer Rum Dynastie in Venezuela. Mit Rum Dynastien kennt man sich in Liechtenstein gut aus, wurde doch im Bacardì-Skandal erst eine Rum Dynastie von Liechtensteiner Treuhändern mithilfe der Justiz über den Tisch gezogen.
Die Braut aus Panama oder der Bräutigam aus Venezuela haben wohl kein Deutsch verstanden und haben daher die unzähligen Berichte über die Korruption und die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein nicht gekannt und geglaubt, sie heiraten in ein heiles Märchenland – anstatt in ein Land mit Korruption und Wirtschaftskriminalität.
The Liechtenstein scam has been exposed. Beneath a façade of legal propriety, international assets were systematically stripped away—facilitated by a network of trustees, lawyers, and allegedly compromised judges. Victims were misled, justice was manipulated, and both the Prince and political leadership remained silent despite being informed. Liechtenstein hasn’t just lost trust—it has forfeited its credibility as a state governed by law.
Artikel in Vaterland vom 29. August 2020 schreibt unter der Überschrift
Zehn Skandale, die Liechtenstein veränderten:
«An der Jurysitzung des «Wort des Jahres» kommen die Worte Skandal und Affäre häufig vor»
https://www.vaterland.li/wirtschaft/meinungen/zehn-skandale-die-liechtenstein-veraenderten-art-428341
Die schönen Bilder der Hochzeit haben die ernsthafte Krise in Liechtenstein ein Wochenende lang vergessen lassen. Aber die Krise spitzt sich zu. Die Krise um die „Zombie Trusts“ ist Liechtensteins bisher größter Finanzskandal seit der LGT-Datenaffäre. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, regulatorischen Vorgaben und den Auswirkungen auf das Trust-System stellt eine ernsthafte Bedrohung für den gesamten Finanzplatz dar. Die staatliche Reaktion – inkl. Taskforce und enger US-Kooperation – ist ein erster Schritt. Der weitere Verlauf bleibt kritisch, da Lösungen nicht in Sicht sind und der Druck beider Seiten – USA und Russland – weiterhin hoch ist.
Vielleicht hat der Fürst Angst um sein Leben, weil bis zu 800 sich um Ihr Vermögen betrogen fühlen. Vielleicht ist er deswegen nicht beim Staatsfeiertag erschienen und auch bei der Hochzeitsfeier nur in der Kirche erschienen, da diese von der Polizei und Sicherheitsleute bewacht war.
Liechtenstein könnte ein führendes Finanzzentrum Europas sein – mit Stabilität, Seriosität und echter Rechtssicherheit. Doch genau daran fehlt es. Statt Skandale mit kriminellen Treuhändern konsequent aufzuklären, wird vertuscht, gedeckt und geschwiegen. Das Vertrauen in den Finanzplatz erodiert – nicht durch äußere Angriffe, sondern durch systemisches Wegsehen.
Ein überkommener Korpsgeist verhindert Transparenz und schützt die Falschen. Um einige wenige schwarze Schafe zu schonen, wird auf die große Chance verzichtet, ein moderner, glaubwürdiger Finanzplatz zu sein. Wer so handelt, entscheidet sich bewusst gegen Zukunft und Vertrauen.
Der Korpsgeist wird Liechtenstein teuer zu stehen kommen
Liechtenstein ist am Boden und angezählt…