Liechtenstein feiert. Obwohl es keinen Grund dafür gibt.
Heissa, hopsa, wundaba. Etwa um 10 :30 Uhr beginnen das feierliche Hochamt (Mariä Himmelfahrt) und offizielle Reden von Erbprinz Alois, dem Landtagspräsidenten und dem Bischof.
Anschliessend gibt es einen Apéro im Schlossgarten. Gratis! Aber nur für Besucher, die vorher ein Ticket gelöst haben, es muss ja alles seine Ordnung in der Unordnung haben.
Aber das ist längst nicht alles: Fahnen wehen, Hymne erklingt, und das Schloss Vaduz wird symbolträchtig mit dem Motto „Für Gott, Fürst und Vaterland“ illuminiert. Es ist immerhin Ausdruck höchster Bescheidenheit, dass Gott zuerst kommt. Allerdings das Vaterland zuletzt, und von den Untertanen ist keine Rede.
Dann Volksfest mit Musik, Marktständen und Kinderprogramm. Am Abend werden „Höhenfeuer“ auf den umliegenden Bergen entzündet, inklusive einer brennenden Fürstenkrone auf dem Tuass. Vielleicht wird dieser Programmpunkt auch wegen Brandgefahr gestrichen.
Das könnte auch dem grossen Feuerwerk ab 22 Uhr drohen.
Zu feiern gilt es Mariä Himmelfahrt und den Geburtstag von Fürst Franz Josef II. Der ist allerdings erst am 16. August, aber das wollen wir nicht so genau nehmen.
Diese grossartige Tradition begann 1940 als offizieller Staatsfeiertag also im Zweiten Weltkrieg. Unbekannt ist, ob sich der überzeugte Antisemit und Nationalsozialist Martin Hilti (ja, der Gründer der berühmten Werkzeugfabrik) damals auch an den Feierlichkeiten beteiligte.
Denn mit diesem Feiertag sollte das Nationalgefühl, nicht der Nationalsozialismus gestärkt werden.
So feierte man 84 Jahre lang vor sich hin. Aber 2025 gibt es eigentlich keinen Grund für Feierlichkeiten. Denn das Ländle steckt in seiner wohl grössten Krise, seit im Steuerstreit das Geschäftsmodell Stiftung als Schwarzgeldbunker explodierte.
Daraufhin wurde jahrelang das Bild vom «sauberen Finanzplatz» poliert. Immer wieder Skandale wegen Enteignung von Stiftungsvermögen? Ach, schwarze Schafe in blütenweissen Herden gibt es überall.
Und gemeckert wird immer, das Ausland, die EU, die USA, alle sind doch nur neidisch.
Aber dann explodierte der Skandal um 800 Zombie-Trusts. Reiche Russen mussten plötzlich erkennen, dass ihnen ihre Treuhänder untreu wurden, dass auf die Eigentumsgarantie gepfiffen wird, und die fürstliche Justiz einen Pfifferling auf Rechtsstaatlichkeit gibt.
Ein Feuerwerk von schlechten Nachrichten in der Weltpresse entstand. Ausser dem Intonieren der Nationalhymne fiel den Liechtensteiner Granden dazu allerdings bislang nichts ein.
Fun fact: Bis 1963 wurde gelegentlich der rechte Arm gehoben beim Text „Hoch leb’ der Fürst vom Land“. Wie üblich nach längerem Nachdenken unterliess man das dann. Was Hilti sicherlich bedauerte.
Aber aus geschwellter Brust wird intoniert:
«Das teure Vaterland,
Hat Gottes weise Hand
Für uns erseh’n.
Hoch leb’ der Fürst vom Land,
Hoch unser Vaterland,
Durch Bruderliebe Band
Vereint und frei.»
Teuer wird Liechtenstein allerdings heutzutage nur für Ausländer, die zuschauen können, wie hier Milliarden verschwinden.
Während die meisten Liechtensteiner einer ordentlichen Arbeit nachgehen und das Fürstenhaus fürstet und sein Milliardenvermögen streichelt, sind die Werktätigen des Finanzplatzes höchstens darin vereint, dass sie für überschaubare Leistungen Geld scheffeln und sich ungeniert bereichern.
Wie lange «Gottes weise Hand» noch verhindert, dass das dramatische Folgen haben wird?




Stargast und Keynote speaker der Festrede am diesjährigen Staatsfeiertag ist dem Vernehmen nach Anton Wyss, der 11 Tage nach dem Staatsfeiertag 2024 auf die OFAC-Sanktionsliste gesetzt worden ist.
Kommen Sie nach Liechtenstein, wo selbst Recht und Gesetz Urlaub machen und der Fürst freundlich dazu lächelt.
Der Erbprinz klammert in seiner Ansprache die gravierendsten Missstände in seinem Land wie den GRECO-Bericht zur Korruption und die Zombie Trust Krise vollständig aus. Die ist nicht nur ein Akt der bewussten Realitätsverweigerung, sondern offenbart eine politische Doppelmoral, die kaum zu überbieten ist. Wer sich öffentlich zur Verantwortung bekennt, darf die brennendsten Fragen nicht systematisch ignorieren.
Transparency International: „Liechtenstein: Hort der Kriminellen“
Die ZEIT stellt den Zusammenhang zwischen organisierter Kriminalität, Geldwäsche und der Steueroase Lichtenstein her. Mindestens vier in Spanien zerschlagene Rauschgift- und Betrügerbanden sollen mit Hilfe von liechtensteiner Bankkonten Geld gewaschen haben. Auch die Gelder aus einem großen spanischen Korruptionsskandal vor zwei Jahren sollen nach Liechtenstein geflossen sein.
https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/geldwaesche-liechtenstein-hort-der-kriminellen
Klare Worte von Transparency International.
Lichtenstein ist eine Räuberhöhle, in der Rechtsstaatlichkeit ein Fremdwort ist.
Das kriminelle System, mit welchem Liechtensteiner Treuhänder Stiftungen und Trusts seit Jahren systematisch und planmässig mit tatkräftiger Hilfe von nicht neutralen Richtern und Staatsanwälten in ihre Macht bringen und dann ausplündern, ist jetzt aufgeflogen und bekannt geworden. Dass es so lange verheimlicht werden konnte, liegt wohl daran, dass die liechtensteiner Rechtsanwälte den betroffenen Opfern das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall» erzählt haben, da auch sie viele Jahre von dem kriminellen System profitiert haben. Fürst und Regierung haben jahrelang weggeschaut und so getan, als wüssten sie von nichts, obwohl sie es wussten und billigten. Bei dem kriminellen System dürfte es sich um schwere und organisierte Kriminalität handeln.
Heute wird die gute Zusammenarbeit zwischen kriminellen Treuhändern, Richtern und Staatsanwälten gefeiert, die so viel Geld ins Land bringt.
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.
El crimen económico y organizado en Liechtenstein es un problema serio que plantea grandes desafíos para muchas personas afectadas. Como bufete de abogados regional, hemos manejado tales casos y queremos ofrecerle algunos consejos importantes:
1. Impugnar las decisiones de los tribunales de Liechtenstein:
Si ha recibido decisiones de los tribunales de Liechtenstein que no parecen ser neutrales, escale su caso hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). Es bien sabido que las decisiones de los tribunales de Liechtenstein a menudo no son neutrales. Ocho de cada diez quejas ante el TEDH han tenido éxito. Los tribunales de Liechtenstein están obligados por las decisiones del TEDH.
2. Informar a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU.:
Informe su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU. en Berna, una rama del Departamento de Justicia de EE.UU. Debido a la Ley RICO, una ley estadounidense especial, esta oficina tiene jurisdicción mundial en la lucha contra las organizaciones criminales. La Ley RICO se aplicó, por ejemplo, en los procedimientos contra los funcionarios de la FIFA dispersos por todo el mundo.
Contacto:
Embajada de EE.UU. en Suiza y Liechtenstein
Attn: Oficina del Agregado Legal
Sulgeneckstrasse 19
3007 Berna
Si sus abogados en Liechtenstein le aconsejan en contra de esto, tenga en cuenta que pueden estar representando sus propios intereses como liechtensteinianos y no los suyos.
En conclusión, enfatizamos la importancia de tomar medidas decisivas contra el crimen económico y organizado. No dude en hacer valer sus derechos y tomar las medidas necesarias.
Sind die Herren von der OFAC und die 800 Russen auch eingeladen?
diese brauchen doch keine Einladung ….
Wenn man zusammen mit Kriminellen feiern möchte…
Spricht man mit Schweizer Bankern oder Rechtsanwälten, die beruflich mit Liechtenstein in Berührung gekommen sind, zeigt sich: Kaum jemand kann nicht von teils drastischen Erfahrungen seiner Mandanten berichten.
In Liechtenstein stapeln sich die Skandale inzwischen so hoch, dass man bald einen neuen Berggipfel ins Landeswappen aufnehmen muss.
white collar crime
Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
800 Zonbies werden gefeiert. Bis die USA kommen.
Der Ruf Liechtensteins als Finanzplatz scheint sehr schwer beschädigt zu sein. Vertrauenswürdigkeit ist jedenfalls nicht mehr gegeben.
Das Ländle ist oberpeinlich und sackschwach.
ch war Staatsanwalt in der Schweiz nahe Liechtenstein. Was wir erlebt haben mit Liechtenstein spottet jeder Beschreibung. Anzeigen gegen Liechtensteiner Staatsbürger wegen Veruntreuungen bei Stiftungen wurden dort trotz klarer Sach- und Rechtslage verzögert und schlieslich eingestellt. Eine Voreingenommenheit war klar ersichtlich. Die Opfer kamen nur selten zu Recht.
Im Fürstentum sorgt die Treuhänderzunft regelmässig für Skandale. Auch eine neue Gesetzgebung ändert wenig daran.»
https://www.dieostschweiz.ch/artikel/die-liechtensteiner-veruntreuhaender-NY1vgNg
Wenn schon die Zeitungen so offen darüber berichten…
Liechtenstein hat gerade mehr Probleme gleichzeitig, als es Quadratkilometer hat.
Wenn der GRECO-Bericht über Korruption in Liechtenstein ein Buch wäre, hätte er vermutlich mehr Seiten als das Telefonbuch des ganzen Landes.
Liechtenstein ist kein Rechtsstaat und bemüht sich nicht einmal darum, ein Rechtsstaat zu sein. Der GRECO-Bericht attestiert Liechtenstein massive Defizite bei der Korruptionsbekämpfung. Liechtenstein ist das egal.
In so kleinen Staaten wie Liechtenstein mit seinen 39‘000 Einwohnern, wo jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist, steht Vetternwirtschaft über dem Recht. Das hat die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO schon festgestellt. Als Ausländer ist man der Willkür ausgesetzt. Das ist zwar für die Einheimischen schön, aber als Finanzplatz ist Liechtenstein damit nicht tragbar.
Ist der Ruf erstmal ruiniert , lebt es sich ganz ungeniert …..
Ein Skandal jagt den nächsten: systematisch gekaperte und „dekantierte“ Stiftungen, rund 800 verwaiste Zombie-Trusts und eine Justiz, die zunehmend unter internationalem Druck steht. Die Antikorruptionsinstanz GRECO des Europarats sieht sich inzwischen gezwungen, nicht nur der Justiz und der Regierung, sondern sogar dem Staatsoberhaupt – dem Fürsten selbst – konkrete Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung vorzuschreiben. Was sich hier offenbart, ist nicht nur ein strukturelles Versagen, sondern eine massive Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien. Für einen Finanzplatz, der auf Vertrauen und Integrität angewiesen ist, kommt das einem Super-GAU gleich. Wer glaubt, all das habe keine Konsequenzen für die Zukunft des Standorts Liechtenstein, verkennt die Realität.
Es ist ein Versagen des Systems, wenn Treuhänder sich ständig in Liechtenstein an fremden Vermögen bereichern oder diese in neue, eigene Strukturen „dekantieren» können. Und das mit freundlicher Billigung des Fürsten und der Regierung.
Als Finanzstandort dürfte Liechtenstein ausgedient haben, nach all dem was vorgefallen ist.
Das Staatsoberhaupt, Fürst Hans-Adam II., war „krankheitsbedingt“ beim Staatsakt nicht anwesend.
In seiner Ansprache verlor Erbprinz Alois kein einziges Wort über die Krise, in der sich Liechtenstein befindet. Einfach totgeschwiegen.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/politik/erbprinz-alois-entwicklungen-fuehren-zu-einem-gefuehl-der-unsicherheit-art-607689
Dass in der Ansprache des Erbprinzen die enormen Probleme des Finanzplatzes wie die 800 Zombie Trusts verschwiegen werden, zeugt für einen erheblichen Realitätsverlust.
War das hier die Ansprache des Erbprinzen?
«Wir sind stolz auf die Grundlagen und Werte, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist, nämlich Vettern- und Günstlingswirtschaft, Korruption und Wirtschaftskriminalität. Damit können wir können wir optimistisch in die Zukunft blicken.»
Der Fürst beim Staatsakt nicht anwesend, Eintrittskarten für den Staatsakt erforderlich…
Hat da jemand Angst vor der Rache von Opfern der 800 Zombie Trusts, die nicht mehr an ihre Flugzeuge, Yachten oder Firmen kommen?
Dass der Erbprinz in seiner Ansprache die drängendsten Probleme – etwa den GRECO-Bericht betreffend die Korruption und die Problematik der über 800 Zombie Trusts – mit keinem Wort erwähnt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Diese selektive Ausblendung wirkt nicht nur befremdlich, sondern lässt eine bedenkliche Form von politischer Scheinheiligkeit erkennen.
Das Thema „Zombie Trusts“ hat der Erbprinz konsequent verschwiegen.
Dass das Thema extrem präsent ist, wird aber dadurch bewiesen, dass der Fürst gar nicht erst erschienen ist und der Erbprinz von Bodyguards geschützt werden musste.
Zombie Trusts, was für Zombie Trusts???
Hilfe, beschützt mich vor den 800 wütenden Begünstigten der Zombie Trusts!!!