Gar nicht adelig: Verwicklung in Geldwäscherei.
Es ist der grösste Geldwäscherei-Skandal Singapurs. Es geht um insgesamt 2,2 Milliarden US$, die 2023 bei Razzien beschlagnahmt worden waren.
CNBC meldet: «Die beteiligten Banken – Credit Suisse, UOB, UBS, Citibank, Julius Bär und LGT Bank – wurden jeweils mit Geldstrafen zwischen einer und 5,8 Millionen Singapur-Dollar belegt.»
Kriminellen hielten Geld aus Auslandsbetrug und Online-Glücksspielen auf Bankkonten in Singapur und investierten einen Teil ihres Geldes in Immobilien, Autos, Handtaschen und Schmuck.
Die Credit Suisse, inzwischen von der UBS unternommen, kassierte mit 3,6 Millionen Franken die höchste Busse, dicht gefolgt von der UBS mit 1,9 Millionen. Wie häufig ist auch die Bank Bär involviert (1,5 Millionen Franken Busse).
Die fürstliche LGT Bank muss eine Million Singapur-Dollar oder 623’000 Franken abdrücken.
Die Finanzmarktaufsicht Singapurs, Monetary Authority Singapore (MAS), bemängelt bei allen Banken ungenügende Kundenrisikobewertung der Finanzinstitute, bei der Rückverfolgung der Vermögensquellen sowie bei der Fähigkeit zur Überwachung und Nachverfolgung verdächtiger Transaktionen.
Eigentlich eine dreifache Todesstrafe für seriöse Banken. Sie beherbergten Kunden, die in den USA inzwischen zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden und Gelder zu den Banken brachten, die offensichtlich aus illegalen Geschäftstätigkeiten stammten.
Dieses Geld krimineller Herkunft hätte weder in der Schweiz noch in Liechtenstein eine Bank entgegengenommen. Alleine aus Angst vor den immer weiter verschärften Regeln gegen Geldwäscherei und all dem, was unter KYC läuft, kenne deinen Kunden.
Darunter versteht man die Pflicht eines Geldhauses, nicht nur einen potenziellen Kunden genau zu identifizieren, sondern sich auch zu versichern, dass dessen Einkünfte, die er gerne deponieren möchte, aus legalen Quellen stammen.
In Singapur wird das vermeintlich lockerer gesehen. Aber seit dem 1MDB-Skandal von 2017 bemüht sich auch dort der Regulator, schärfer durchzugreifen.
Laut CNBC war die Fürstenbank LGT nicht zu einer Stellungnahme zu bewegen.
Offenbar kennt die Nachrichtenplattform Liechtensteinern nicht. Konfrontiert mit unangenehmen Anfragen, wird in der Trutzburg ob Vaduz die Zugbrücke hochgezogen und gemauert. Im fürstlichen Vertrauen darauf, dass doch auch dieser Skandal schnellstmöglich wieder aus den Schlagzeilen verschwinden wird.
Und überhaupt, die Distanz Vaduz – Singapur beträgt Luftlinie rund 10’500 km. Da ist doch zu hoffen, dass sich ein solcher Fall von Geldwäsche unterwegs in Luft auflöst.
Tatsächlich ist das Medienecho innerhalb Liechtensteins null, im deutschen Sprachraum ebenfalls.
Und es wäre ja blöd, wenn neben dem internationalen Skandal um bis zu 800 Zombie-Trusts, die im Ländle grösstenteils herrenlos herumstehen, während die legalen Besitzer plötzlich nicht mehr an ihr Geld kommen, schon wieder ein neuer Skandal aufpoppen würde.
Allerdings ist für die Fürstenbank LGT zu befürchten, dass sie genauso oberflächlich die Entgegennahme von Russengeldern handhabte.
In Singapur ist die LGT (Bilanzsumme 61 Milliarden, verwaltete Vermögen 367 Milliarden Franken) mit einem blauen Auge davongekommen; eine Busse von etwas über einer halben Million ist Peanuts. Zumal das Fürstenhaus über ein Milliardenvermögen verfügt.
Eng könnte es nun aber bei den Russengeldern werden. Die sind momentan blockiert (wie viel davon bei der LGT liegt: Geschäftsgeheimnis). Aber was soll damit geschehen? An die USA aushändigen? Dann wäre Russland, wären die legalen Besitzer ziemlich sauer.
Abwickeln, freigeben? Dann wären die USA ziemlich sauer.
Vorläufig traut sich kein Liechtensteiner Treuhänder, sich daran die Finger zu verbrennen, zusätzliches Problem.
Auch wenn es der absolute Herrscher Erbprinz Alois mit Liechtensteinern versucht (abwarten, aussitzen, Champagner trinken): das wird hier nicht funktionieren.
Vom bereits angerichteten Reputationsschaden – wie hält es Liechtenstein mit der Eigentumsgarantie – ganz zu schweigen.
Denn wer will noch dort sein Geld verstauen, wenn es ihm plötzlich und mit ganz verschiedenen Methoden, geschützt durch die Fürstenjustiz, einfach weggenommen werden kann?




Kein Skandal ohne Liechtenstein, seien es gekaperte und geplünderte Trusts und Stiftungen, 800 verwaiste Zombie Trusts, GRECO‘s Korruptionsvorwürfe, usw. usw. usw.
Das kriminelle System, mit welchem liechtensteiner Treuhänder Stiftungen und Trusts seit Jahren systematisch und planmässig mit tatkräftiger Hilfe von nicht neutralen Richtern und Staatsanwälten in ihre Macht bringen und dann ausplündern, ist jetzt aufgeflogen und bekannt geworden. Dass es so lange verheimlicht werden konnte, liegt wohl daran, dass die liechtensteiner Rechtsanwälte den betroffenen Opfern das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall» erzählt haben, da auch sie viele Jahre von dem kriminellen System profitiert haben. Fürst und Regierung haben jahrelang weggeschaut und so getan, als wüssten sie von nichts, was ihnen aber auch seit Jahren niemand mehr abnimmt. Bei dem kriminellen System dürfte es sich um schwere und organisierte Kriminalität handeln.
Was in diesem Blog alles ans Tageslicht kommt, ist desaströs für Liechtenstein. Und doch ist es nur die Spitze des Eisbergs, denn die Dunkelziffer der Fälle, in denen kleinere Stiftungen von Liechtensteiner Treuhändern ausgeraubt werden, wird sehr hoch sein.
Basler Zeitung:
Fürstliche Geschäfte
Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.
Letzten Freitag kämpfte Ralf H.* vor dem Fürstlichen Landgericht in Vaduz im Verhandlungssaal 3 um rund 3,5 Millionen Euro, die er zurückhaben möchte. Er hatte dieses Geld seiner eigenen Gesellschaft als Darlehen gegeben. Da seine Treuhänder sämtliche Verbindungen von H. zu seinen Firmen kappten, wurden ihm Einsichtsmöglichkeiten in deren Buchhaltung verweigert und der Zugriff auf sein Vermögen komplett entzogen, so sein Vorwurf. Er ist nicht der Einzige, der sich darüber beschwert, dass liechtensteinische Treuhänder durch Misswirtschaft Vermögen vernichten oder sich an der Verwaltung über Gebühr bereichern.
https://www.bazonline.ch/fuerstliche-geschaefte-840615677327
Der Fall der Hartlaub-Stiftung zeigt auf drastische Weise, wie weit Treuhänder in Liechtenstein offenbar gehen können – und wie wenig sie zu befürchten haben:
Zuerst genehmigt man sich monatliche Honorare von 75’000 bis 100’000 Franken – pro Person, versteht sich. Die jährliche Grundpauschale von 25’000 Franken kommt obendrauf.
Versucht ein abgesetzter Stiftungsrat oder Begünstigter rechtlich dagegen vorzugehen, entzieht man ihm kurzerhand sein gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. Ohne Einblick, keine Gegenwehr.
Reicht der Widerstand dennoch nicht auf, wird dem Betroffenen einfach die Begünstigung aberkannt – samt der Behauptung, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun. Sein Abberufungsantrag? Gegenstandslos.
Und zur Absicherung: Strafanzeige wegen angeblicher Untreue – gegen das Opfer.
Bezahlt wird all das – juristische Winkelzüge inklusive – natürlich aus dem Stiftungsvermögen. Wenn Batliner und Wanger damit durchkommen, setzen sie einen neuen Maßstab: Ein Millionenlohn pro Jahr, völlige Kontrolle über die Stiftung, Ausschaltung unliebsamer Personen – und das alles unter dem Deckmantel des Rechts. Ein bitteres Vorbild für Liechtenstein.
Nicht zu vergessen, die von Treuhändern initiierten Strafanzeigen gegen Begünstigte. So gerne praktiziert von
*Treuhänder Roland Wyss
*Treuhändern Philipp Wanger und Martin Batliner
Ob in dem von der BAZ beschriebenen Fall oder bei den Treuhändern Wanger und Batliner: die Masche ist immer die gleiche. Stifter und/oder Begünstigte von der Stiftung fernhalten, ihnen ihre Informationsrechte verweigern, ihnen den Zugang zu ihrem Geld verweigern und versuchen sie zu zermürben. So geht „Treuhänder“ in Liechtenstein.
Ob der Fall in der Basler Zeitung BAZ oder der Fall der Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger, das System ist immer das Gleiche:
Sobald eine Stiftung in die Gewalt der Treuhänder gebracht worden ist, kappen die Treuhänder sämtliche Verbindungen, verweigern sie die Einsichtsmöglichkeiten in deren Buchhaltung und den Zugriff auf deren Vermögen.
So im Fall der Basler Zeitung im Jahr 2018, so im Hartlaub-Skandal mit den Treuhändern Martin Batliner und Philipp Wanger, so im Bacardi-Skandal, so im Perry-Skandal. Das ist eine Standard-Vorgehensweise mancher Treuhänder, die im Ländle Tradition hat und die Glaubwürdigkeit des Ländles an die Wand fährt.
Perry-Skandal: Treuhänder Louis Oehri, Dominik Naeff und Dr. Dieter Neupert
Bacardi-Skandal: Treuhänder Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser)
Hartlaub-Skandal: Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner
Und alles unter den Augen des Fürsten, der so tut, als wisse er nichts von diesem System in seinem Land.
Der Fisch stinkt vom Kopf…
Wann wird der Fürst sanktioniert?
Tagesspiegel: Liechtenstein – Hort der Kriminellen
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Es gibt nichts, was es nicht gibt und was hier in diesem Blog entlarvt wird, übertrifft alles !
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
El crimen económico y organizado en Liechtenstein es un problema serio que plantea grandes desafíos para muchas personas afectadas. Como bufete de abogados regional, hemos manejado tales casos y queremos ofrecerle algunos consejos importantes:
1. Impugnar las decisiones de los tribunales de Liechtenstein:
Si ha recibido decisiones de los tribunales de Liechtenstein que no parecen ser neutrales, escale su caso hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). Es bien sabido que las decisiones de los tribunales de Liechtenstein a menudo no son neutrales. Ocho de cada diez quejas ante el TEDH han tenido éxito. Los tribunales de Liechtenstein están obligados por las decisiones del TEDH.
2. Informar a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU.:
Informe su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU. en Berna, una rama del Departamento de Justicia de EE.UU. Debido a la Ley RICO, una ley estadounidense especial, esta oficina tiene jurisdicción mundial en la lucha contra las organizaciones criminales. La Ley RICO se aplicó, por ejemplo, en los procedimientos contra los funcionarios de la FIFA dispersos por todo el mundo.
Contacto:
Embajada de EE.UU. en Suiza y Liechtenstein
Attn: Oficina del Agregado Legal
Sulgeneckstrasse 19
3007 Berna
Si sus abogados en Liechtenstein le aconsejan en contra de esto, tenga en cuenta que pueden estar representando sus propios intereses como liechtensteinianos y no los suyos.
En conclusión, enfatizamos la importancia de tomar medidas decisivas contra el crimen económico y organizado. No dude en hacer valer sus derechos y tomar las medidas necesarias.
Rechtsanwalt dr. Johannes Fiala berichtet, wie einfach Liechtensteinische Stiftungen von Liechtensteiner Treuhändern gekapert werden:
So mancher findiger Anleger hatte in der Vergangenheit sein Geld mittels Liechtensteiner Stiftung vor dem Fiskus versteckt. Für manchen gibt es nun ein böses Erwachen, nicht wegen Datenlecks, sondern weil er vor den anderen Stiftungsräten aus der Stiftung verbannt wird.
Die Abberufung von Stiftungsräten, die den verbleibenden Treuhändern und Stiftungsräten im Weg stehen, sieht dann etwa wie in folgendem Protokollauszug einer Stiftungsratssitzung einer gemeinnützigen Stiftung vom September 2012 in Vaduz aus, mit dem zwei Mitstiftungsräte K (ein Treuhänder) und G den Stiftungsratspräsidenten X (der auch wirtschaftlicher Stifter ist), abberiefen:
„Antrag des Stiftungsrats K: Abberufung von X als Stiftungsrat
Beschluss gestützt auf Artikel 5 Abs. 4 der Statuten (Der Stiftungsrat fasst seine Beschlüsse und vollzieht seine Wahlen mit dem Mehr aller anwesenden Mitglieder).
mehrheitlich, zwei Stimmen ja, eine Stimme nein.
X ist somit per sofort seines Amtes als Stiftungsrat enthoben.
Somit ist seine Stellung als Vorsitzender für die weitere Stiftungssratsitzung hinfällig.
Die Sitzung wird ab jetzt durch den Stiftungsrat K geleitet.
K wird beauftragt und bevollmächtigt, die Durchführung dieses Beschlusses (Löschung von X als Stiftungsrat) beim Grundbuch- und Öffentlichkeitsregister zu beantragen.“
Regtechtimes (USA): Europe’s Financial Bermuda Triangle: 800 Liechtenstein Trusts Abandoned in Sanctions Fallout
https://regtechtimes.com/panic-in-liechtenstein-zombie-trust-scandal/
Es wurde den Russen suggeriert, dass sie ihre Vermögen sicher und diskret in Liechtenstein verstecken könnten, kostet nur etwas höhere Gebühren. Gleichzeitig wurde der Weltöffentlichkeit ein Bild von Liechtenstein als einem besonders sauberen und vorbildlichen Staat ohne versteckte, sanktionierte Russengelder vermittelt.
Als die Wahrheit ans Licht kam, konnten die Russen nicht auf ihre Gelder zugreifen und die Amerikaner erkannten, dass sie getäuscht worden waren. Dies führte zu einer äußerst unangenehmen Situation, in der Liechtenstein vor der ganzen Welt als scheinheilig entlarvt wurde und sich nun in einer schwierigen Lage befindet. Eine selbstverschuldete Misere.
Ein guter, einwandfreier Ruf und das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft sind für einen Finanzplatz unerlässlich. Dies wird durch Transparenz, ethisches Verhalten und die Einhaltung internationaler Standards erreicht. In Liechtenstein ist das ethische Verhalten jedoch mehr als zweifelhaft, da ein Skandal auf den anderen folgt, wiederholt Berichte über eine nicht neutrale Justiz erscheinen und die GRECO Staatengruppe Antikorruptionsmaßnahmen bei Justiz, Regierungsmitgliedern und selbst dem Fürsten anmahnt.
Der Europarat wirft Liechtenstein strukturelle Korruptionsprobleme vor, z. B. bei politischer Einflussnahme, Interessenskonflikten und unzureichender Strafverfolgung. Insbesondere bei der Justiz, den Regierungsmitgliedern und dem Fürsten.
Eine internationale Zusammenarbeit mit Liechtensteiner Banken. Versicherungen, Treuhandunternehmen oder Treuhändern dürfte aus Gründen der Compliance nicht mehr vertretbar sein.
War ja klar, dass die LGT auch bei dem Skandal dabei ist.
Das Problem mit den versteckten Russengeldern im Heimatmarkt Liechtenstein dürfte um ein Vielfaches grösser sein.
Die Busse zahlt die LGT aus der Portokasse. Viel mehr dürfte den Fürsten beunruhigen, dass das kriminelle System in seinem Land ans Tageslicht gekommen ist, die 800 Zombie Trusts die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit Liechtensteins zerstört haben und das die GRECO Staatengruppe des Europarats Anti-Korruptionsmassnahmen gegen die Justiz, die Regierungsmitglieder und den Fürsten verordnet haben.
Ich glaube nicht, dass sich der Fürst noch traut, Liechtenstein zu verlassen.
Liechtenstein steht doch kurz vor der Explosion:
– Die ständigen Skandale um gekaperte und geplünderte Trusts und Stiftungen durch kriminelle Treuhänder und nicht neutrale Richter.
– Die etwa 800 mit sanktionierten russischen Geldern infizierten Strukturen (Trusts und Stiftungen), die von gegen Sanktionen verstossende Treuhänder panikartig verlassen haben.
– Die Anti-Korruptions Staatengruppe des Europarats, die der Justiz, den Regierungsmitgliedern und selbst dem Staatsoberhaupt, dem Fürsten Anti-Korruptionsmassnahmen verordnet haben.
Was braucht es noch mehr, um die scheinheilige Blase Liechtenstein platzen zu lassen?
Liechtenstein ist in einer kritischen Situation. Zum einen hat es seine Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit als sicherer Finanzplatz verloren. Zum anderen ist es jetzt auf der einen Seite dem Druck der USA und auf der anderen Seite dem Druck Russlands ausgesetzt. Die Situation ist für den Finanzplatz existenzbedrohend.
The World Bank UNODC and the guide to Beneficual Ownership Information in Liechtenstein
Endlich mal eine Internetseite, die sich traut, offen und unverblümt über die massive Finanzkriminalität und Korruption im Ländle zu berichten.
In dem Zwergstaat Liechtenstein mit seinen 39.000 Einwohnern herrscht ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der geschlossenen Gemeinschaft, da fast jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist. Diese «Wir-gegen-sie»-Mentalität führt dazu, dass Ausländer als minderwertig oder sogar feindlich betrachtet werden, jedoch gleichzeitig als Opfer zur Ausbeutung dienen.
Die anhaltenden Skandale, bei denen ausländische Stiftungen mithilfe der Justiz gekapert und geplündert werden, sind ein klares Beispiel dafür. Der Korpsgeist unter den beteiligten Treuhändern, Staatsanwälten und Richtern führt dazu, dass sie ohne Skrupel Recht und Gesetz brechen. In ihren Augen ist dies innerhalb der Gruppe akzeptabel. Dies gilt auch für die Liechtensteinische Landesbank (LLB), die das Bankgeheimnis und den Datenschutz bricht, um Gruppenmitglieder zu unterstützen, sowie für die Staatsanwälte, die dies tolerieren.
Liechtenstein ist kein Rechtsstaat. Jeder Ausländer, der sich mit einem Treuhänder oder einer Bank einlässt, muss wissen, dass er dem Korpsgeist ausgeliefert ist und Recht und Gesetz keine Geltung haben.
Es gibt jedoch auch in Liechtenstein aufrichtige, unerschrockene und mutige Politiker*innen und Richter*innen, die ethisch zuverlässig sind, dem äußeren Druck standhalten und sich nicht in korrupte Netzwerke verwickeln lassen. Ihre Aufrichtigkeit in einem grundsätzlich korrupten System ist bewundernswert.
Der Fürst von Liechtenstein und sein Sohn Erbprinz Alois, stehen im Fokus der Korruptionsvorwürfe der GRECO (Staatengruppe gegen Korruption des Europarats), weil sie bedeutende Machtbefugnisse besitzen, die es ihnen ermöglichen, in Strafverfahren einzugreifen oder diese sogar zu blockieren. Diese weitreichenden Befugnisse werden von GRECO als problematisch angesehen, da sie die Unabhängigkeit der Justiz und die Rechtsstaatlichkeit gefährden.
Trotz dieser Befugnisse wird kritisiert, dass der Fürst nicht aktiv gegen das kriminelle System in Liechtenstein vorgeht. Dies wird als mangelnde Bereitschaft interpretiert, notwendige Reformen umzusetzen und Korruption effektiv zu bekämpfen. Die GRECO hat in ihrem Bericht mehrere Empfehlungen ausgesprochen, um die Integrität und Transparenz in Liechtenstein zu verbessern, doch die Umsetzung dieser Empfehlungen bleibt abzuwarten.
4. Zombie- Trust- Krise :
Experten sprechen von der größten Finanzkrise für Liechtenstein seit 2008
Dass Ihnen völlig gleichgültig ist, was die restliche Welt über Sie und Ihr zweifelhaftes Land denkt.
Deloitte Bericht: Kritik an Mängeln in der Finanzaufsicht , etwa bei der Kontrolle von Einlagen transnationaler Oligarchen, was zur Liquidation betroffener Banken führte.