Die fürstlichen Gerichte tun das Ihre, um den Ruf des Ländle weiter zu ruinieren.

Wenn das Recht im Morast versinkt, sich Untreuhänder ungeniert und geldgierig bereichern, wenn ganze Stiftungen ausgeplündert oder ihren eigentlichen Besitzern und Begünstigten weggenommen werden, dann hilft in einem zivilisierten Land nur noch eins: die Gerichtsbarkeit.

Richter und Gerichte, die nach Treu und Glauben die Gesetze anwenden, korrigierend eingreifen, wenn sie verletzt werden, illegale Übergriffe verbieten, Untaten bestrafen.

Gerechtigkeit ist ein grosses Wort, nirgendwo herrscht sie unumschränkt. Aber in einem Rechtsstaat besteht berechtigter Anlass zur Hoffnung, dass widerfahrenes Unrecht von der dazu berufenen Instanz geheilt wird.

Aber nicht in Liechtenstein. Das liegt zunächst daran, dass die Richter nicht etwa völlig unabhängig sind, sondern von einer Dunkelkammer ernannt werden. In dieser stellt der Fürst die Hälfte der Wahlmänner, und um auf der ganz sicheren Seite zu sein, hat er sogar noch den Stichentscheid, sollte gewagt werden, seine Wünsche nicht zu berücksichtigen.

Hinzu kommt, dass jeder jeden kennt. Ständige Wechsel zwischen Richter- und Anwaltsposten sind die Regel, wo anderswo drakonisch sanktioniert würde, ein Anwalt seine Lizenz zur Berufsausübung verlöre, er sich nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen könnte, gibt es in Liechtenstein einen Freispruch.

Wenn es überhaupt zu einer Anklage kommt. Reicht jemand Zivilklage ein, gibt es zwei deutlich unterscheidbare Vorgehensweisen. Ist es ein aufmüpfig gewordener, dazu noch ausländischer Stifter oder Begünstigter, dann verfällt die fürstliche Justiz in Tiefschlaf.

Es kann Jahre dauern, bis in der ersten Instanz, dem Fürstlichen Landgericht, eine Entscheidung gefällt wird. Sollte sie, ausnahmsweise, nicht zugunsten der beklagten Liechtensteiner ausfallen, wird das von der nächsten Instanz korrigiert. Nach weiteren Jahren.

Wird aber ein aufmüpfiger Ausländer vor Gericht gezerrt, dann wird der Turbo eingeschaltet. Es vergehen nur wenige Wochen, bis sein Anliegen durch alle Instanzen hindurch abgeschmettert wurde.

Das hat eine lange Geschichte, die bis zum Sparkassenskandal anno 1928 zurückreicht.

Führende Mitglieder der Christlich-Sozialen Volkspartei, darunter Anton Walser und Franz Thöny, veruntreuten Gelder der Nationalbank Liechtensteins für spekulative Geschäfte, insbesondere im Zusammenhang mit einer Klassenlotterie in Rumänien. Der Skandal führte zum Rücktritt der Regierung Gustav Schädler und zu Neuwahlen. Die Hauptverantwortlichen wurden zu Haftstrafen verurteilt. Auf Bewährung, versteht sich.

Oder in der jüngeren Vergangenheit:

Im Rahmen der Ermittlungen gegen den ehemaligen österreichischen Finanzminister Karl-Heinz Grasser wurde bekannt, dass ein Liechtensteiner Anwalt während einer Akteneinsicht in Vaduz Dokumente aus den Gerichtsakten entfernte, die zuvor bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmt worden waren. Diese Unterlagen wurden erst Wochen später zurückgegeben. Der Vorfall erregte internationales Aufsehen und belastete die Beziehungen zwischen Liechtenstein und Österreich.

Kein Grund, diesen Anwalt nicht ins höchste Amt der ehrwürdigen Liechtensteinischen Treuhandkammer zu wählen.

Oder ein bis heute andauernder Skandal:

In den letzten Jahren wurde vermehrt Kritik an der liechtensteinischen Justiz laut. Beobachter bemängeln eine ungleiche Behandlung von In- und Ausländern sowie mögliche Interessenkonflikte innerhalb des Justizsystems. Berichte deuten darauf hin, dass ausländische Stiftungsräte durch fragwürdige Gerichtsentscheidungen abberufen wurden, was den verbleibenden, oft einheimischen, Stiftungsräten ermöglichte, die Kontrolle über Vermögenswerte zu übernehmen.

Wobei das eine sanfte Formulierung ist. Ein Liechtensteiner Untreuhänder kapert eine Stiftung und verleibt sich ihren Inhalt ein. Der Betrogene versucht sich zu wehren – vor Gericht, wo denn sonst. Und wird entweder sofort oder in einigen Jahren abgeschmettert.

Wenn er überhaupt das Geld für einen Gegenwehr hat. Denn häufig steckt das in genau der Stiftung, die ihm weggenommen wurde. Und in Liechtenstein dürfen nur Liechtensteiner Anwälte tätig werden, die entsprechende Honorare verlangen. 600 Franken pro Stunde ist guter Durchschnitt, und so ein Aktenstudium und das Abfassen einer Rechtsschrift kann dauern. Da wird gerne pro Seite 1000 Fr. in Rechnung gestellt, und man fasst sich ungern kurz.

Also ist eine Vorauskasse von 50’000, besser 100’000, durchaus angemessen. Kann das der potenzielle Mandant nicht hinlegen, wird er mit bedauernden Geräuschen zur Türe geleitet.

Der Vorteil einer Erbmonarchie mit einem allmächtigen Fürsten wäre: er könnte diesem Treiben und der damit verbundenen Rufschädigung jederzeit Einhalt gebieten.

Nur tut er das nicht.

52 Kommentare
  1. Welche Rolle spielt der Fürst in diesem „kriminellen System“
    Welche Rolle spielt der Fürst in diesem „kriminellen System“ sagte:

    Welche Rolle spielt der Fürst in diesem von der Zeitung Welt bezeichneten „kriminellen System“?

    Das ist eine sehr ernsthafte Frage mit politisch und rechtlich heiklem Hintergrund. Der Fürst von Liechtenstein ist nicht nur ein symbolisches Staatsoberhaupt, sondern verfügt über tatsächliche politische Macht. Sollten Justiz, Verwaltung und Politik systematisch rechtsstaatliche Prinzipien verletzen und Korruption, Machtmissbrauch oder illegitime Einflussnahme stattfinden, so wäre zu überprüfen inwieweit der Fürst an der heutigen Struktur des Staatswesens mitgewirkt hat. Ob und wie sehr er für Missstände im Justizsystem oder der Verwaltung politisch verantwortlich wäre, würde davon abhängen, wie aktiv oder passiv er Fehlentwicklungen toleriert oder gefördert hat. Eine Kenntnis der Missstände kann jedoch unterstellt werden.

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    • Sabine Wagner
      Sabine Wagner sagte:

      Der Fürst von Liechtenstein, hat theoretisch die Macht, gegen kriminelle Aktivitäten in Liechtenstein vorzugehen, da er eine bedeutende politische und wirtschaftliche Rolle im Land spielt. Allerdings gibt es Berichte und Hinweise darauf, dass das Fürstenhaus und die Justiz in Liechtenstein teilweise in diese Systeme involviert oder zumindest nicht aktiv dagegen vorgehen.

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    • Christian Reger
      Christian Reger sagte:

      Bezieht der Fürst oder der Erbprinz als Machthaber, der er ja ist, keine Stellung zu diesen Machenschaften in seinem Land, kann man wohl davon ausgehen, dass er sie duldet.

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    • Ronnie Schulz
      Ronnie Schulz sagte:

      Als mächtiges Staatsoberhaupt hat der Fürst eine Verantwortung gegenüber seinen Bürgern und der internationalen Gemeinschaft, Transparenz zu fördern und gegen Missstände vorzugehen. Eine klare Stellungnahme und aktive Maßnahmen gegen kriminelle Aktivitäten könnten das Vertrauen in die Regierung und den Finanzstandort Liechtenstein stärken. Ein Schweigen schädigt das Vertrauen in die Regierung und den Finanzstandort und verstärkt unschöne Vermutungen.

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    • Der Fürst ist doch nicht der Pate, oder?
      Der Fürst ist doch nicht der Pate, oder? sagte:

      Der Fürst ist der Machthaber, er bestimmt, was in dem Zwergstaat passiert. Er trägt die politische Verantwortung dafür, dass die Zeitungen über ein «kriminelles System» (die Welt) «Finanzsumpf Liechtenstein» (die Ostschweiz) usw. usw. usw. schreiben. Warum wird er nicht aktiv? Das lässt Vermutungen aufkommen.

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    • Liechtenstein sucht den Super-Ruinierer
      Liechtenstein sucht den Super-Ruinierer sagte:

      In dem man die Raubzüge von einigen wenigen Treuhändern anscheinend billigt, die dadurch extrem hohe Beute machen, ruiniert man zugleich die Reputation des Landes auf Jahrzehnte. Derjenige der das billigt ist der Super-Ruinierer.

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  2. Liechtensteins Treuhandkammer
    Liechtensteins Treuhandkammer sagte:

    Es ist mehr als bezeichnend, dass die liechtensteiner Treuhänder mit Stefan Wenaweser jemanden zu ihrem Präsidenten gewählt haben, von dem jeder weiß, dass dieser bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hatte.

    Und zu ihrem Vizepräsidenten Anton Wyss gewählt hatten, der wegen der Förderung von Transaktionen mit sanktionierten russischen Geldern selbst von der US-Behörde OFAC sanktioniert worden ist.

    Wenn die Treuhänder solche Personen zu ihren Repräsentanten wählen, was will man da erwarten?

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    • Schlechte Wahl
      Schlechte Wahl sagte:

      Die Wahl von Personen mit sehr fragwürdigem Hintergrund in Führungspositionen des Landes beeinträchtigt das Vertrauen in die Treuhandbranche und das gesamte Finanzsystem Liechtensteins erheblich. Liechtenstein hat bereits mit zahlreichen Vorwürfen und Skandalen zu kämpfen. Die Wahl von derartigen Personen mit fragwürdigem Hintergrund schädigt die internationale Reputation des Landes weiter.

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    • Michael
      Michael sagte:

      What can one expect from trustees who elect as president of the Liechtenstein Association of Trustees a trustee, Mr. Stefan Wenaweser, who stole court documents during an inspection, and from a vice president of the Association of Trustees, Mr. Anton Wyss, who was sanctioned by the Department of Justice’s Office of Foreign Asset Control (OFAC) for facilitating transactions with sanctioned Russian funds.

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  3. Capital: „Oft sind die Treuhänder eiskalte Menschen, die nur das Geld sehen.“
    Capital: „Oft sind die Treuhänder eiskalte Menschen, die nur das Geld sehen.“ sagte:

    Aus CAPITAL:

    «Treuhänder: Liechtenstein: zu untreuen Händen»

    „Oft sind die Treuhänder eiskalte Menschen, die nur das Geld sehen.“

    «Er sei mittlerweile davon überzeugt, dass es vereinzelt ein Geschäftsmodell sei, den Kunden als „Selbstbedie­nungsladen“ anzusehen.»

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  4. Susanne
    Susanne sagte:

    Darüber, dass es in Liechtenstein korrupte Richter gibt, hat man schon viel gelesen. Der Fürst und die Landesregierung sollten das Problem nicht unter den Teppich kehren, sondern aktiv angehen um das Vertrauen in die Justiz in Liechtenstein wieder herzustellen. Es geht dabei nicht nur um die Vertrauenswürdigkeit der Justiz, sondern um die Vertrauenswürdigkeit des gesamten Landes.

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  5. Georg Heinemann
    Georg Heinemann sagte:

    Ein Finanzstandort braucht vor allem Vertrauenswürdigkeit. Ein Blick auf diese Webseite genügt und es wird klar, dass Lichtenstein diese Vertrauenswürdigkeit fehlt.

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  6. Hinterwäldler
    Hinterwäldler sagte:

    Was man auf diesem Blog lesen kann, ist doch nur die Spitze des Eisbergs dessen, was in Liechtenstein an kriminellen Machenschaften geschieht. Mit freundlicher Duldung von Fürst und Regierung.

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  7. Frankfurter Rundschauer
    Frankfurter Rundschauer sagte:

    Eine sehr interessante Internetseite, die Missstände in Liechtenstein schonungslos offenlegt. Liechtenstein galt ja schon lange, spätestens seit der Zumwinkl-Affäre und den Daten-CDs 2008 als zwielichtig. Das hier wirft aber noch ein ganz anderes Licht auf Liechtenstein.

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  8. Rat für Betroffene krimineller Aktivitäten in Liechtenstein
    Rat für Betroffene krimineller Aktivitäten in Liechtenstein sagte:

    Wir sind eine überregionale Rechtsanwaltskanzlei, haben schon viele Fälle von Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein erlebt und raten allen Betroffenen:

    1. Sollten auch Sie Entscheidungen Liechtensteiner Gerichte erhalten haben, die nicht neutral sind, so eskalieren Sie ihren Fall weiter bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dort ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oftmals nicht neutral sind. Acht von 10 Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.

    2. Melden auch Sie Ihren Fall dem Legal Attache’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Aussenstelle des amerikanischen Justizministeriums, welches aufgrund eines besonderen amerikanischen Gesetzes, dem RICO Act weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen hat. Mittels des RICO Act erfolgten beispielsweise das Verfahren und die Verurteilungen gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA.

    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    Sollten Ihnen Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, wissen Sie, dass diese ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.

    Antworten
    • Ulrich Kemper
      Ulrich Kemper sagte:

      80 % der liechtensteinischen Gerichtsentscheidungen wurden vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechtsverletzungen aufgehoben? Ein Affe hätte ein besseres Ergebnis erzielt.

      Antworten
  9. Advice for Victims of Criminal Activities in Liechtenstein
    Advice for Victims of Criminal Activities in Liechtenstein sagte:

    We are an international law firm with extensive experience in handling cases of white collar crime in Liechtenstein. Based on our experience, we strongly advise the following steps for those affected:

    1. Appeal to the European Court of Human Rights (ECHR):
    If you have received court rulings from Liechtenstein that lack neutrality, it is imperative to escalate your case to the ECHR. It is well-documented that Liechtenstein court decisions are often not impartial. The Liechtenstein judiciary is bound by the decisions of the ECHR.

    2. Report Your Case to the U.S. Embassy’s Legal Attaché Office in Bern:
    Inform the Legal Attaché Office, a branch of the U.S. Department of Justice, about your case. Under the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), the U.S. has global jurisdiction to combat organized crime. The RICO Act has been used in high-profile cases, such as prosecuting officials associated with FIFA across the globe.

    Contact Information:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Be cautious of advice from Liechtenstein-based attorneys:
    If your Liechtenstein lawyer advises against taking such actions, be aware that they may prioritize their local interests over yours.

    Antworten
  10. Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein
    Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein sagte:

    Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:

    1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
    Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.

    2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
    Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.

    Información de contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
    Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.

    Antworten
  11. Aus dem Gerichtssaal in Vaduz
    Aus dem Gerichtssaal in Vaduz sagte:

    Verhandlungpause am Gericht in Liechtenstein.

    Der Ausländer fragt den Richter: wie spät ist es bitte?
    Der Richter antwortet: es ist 10:10 Uhr.

    Kurz darauf fragt der Liechtensteiner den Richter: wie spät ist es bitte?
    Der Richter antwortet: wie spät hättest du es denn gerne?

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  12. Peter Hamburger
    Peter Hamburger sagte:

    Es wird in den Medien wiederholt berichtet, dass die Justiz in Liechtenstein oft einseitig zugunsten lokaler Treuhänder und Banken entscheidet und dass Verfahren gegen ausländische Beteiligte hingegen deutlich langsamer verlaufen. Solche Berichte erschüttern das Vertrauen in den Finanzstandort Liechtenstein. Der Erbprinz könnte dagegen vorgehen, wenn er dies ändern wollte.

    Antworten
  13. Treuhänder Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner
    Treuhänder Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner sagte:

    Gegen die liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner sind nicht nur ein Antrag auf Abberufung, sondern sogar zwei Anträge auf Abberufung bei Gericht anhängig. Einer von einem vermeintlich Begünstigten und einer von einem Begünstigten, 6.HG.2023.170.

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  14. Roland Petersen
    Roland Petersen sagte:

    Liechtenstein hat in der Vergangenheit mit zahlreichen Finanzskandalen und kriminellen Machenschaften zu kämpfen gehabt. Diese Vorfälle haben das Vertrauen in den Finanzstandort schwer und nachhaltig beschädigt.

    Antworten
  15. Bacardi-Skandal
    Bacardi-Skandal sagte:

    Der Rechtsanwalt und Mit-Trustverwalter Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser) beantragt die Abberufung der Witwe von Lord Bacardi, der den Trust für seine Frau und die gemeinsame Tochter gegründet hatte. Richter Mag. Stefan Rosenberger vom Fürstlichen Landgericht beruft Lady Bacardi mit der Begründung ab, sie habe einen Interessenskonflikt, weil sie zugleich ihre eigenen Interessen und die ihrer minderjährigen Tochter vertritt. Zum einen ist dass ihre gesetzliche Pflicht, zum anderen hat die Tochter sobald sie volljährig war, die Handlungen ihrer Mutter genehmigt. Aufgrund der Genehmigung der Tochter hätte ihre Mutter nicht mehr abberufen werden können..Bernhard Lorenz trägt noch vor, dass die Genehmigung der Tochter nicht wirksam gewesen sei, da die Tochter bei Abgabe der Genehmigung erst vier Tage volljährig gewesen ist (was für ein Unsinn!). Richter Mag. Stefan Rosenberger ignoriert die Genehmigung der Tochter einfach und beruft die Mutter aus der Trustverwaltung ab. Das Obergericht, 1. Senat unter Richter Ungerank bestätigt erwartungsgemäss die Entscheidung von Richter Rosenberger.

    Witwe Bacardi erhält anders als in Liechtenstein in der Schweiz Recht und erwirkt in der Schweiz ein Gerichtsurteil, dass sie Zugriff auf ein Schweizer Konto des Trusts erhält. Was macht Treuhänder Bernhard Lorenz kurz vor Rechtskraft des Urteils? Er räumt das Konto ab und verfrachtet das Geld nach Liechtenstein.

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    • "Kriminelle Vereinigungh"
      "Kriminelle Vereinigungh" sagte:

      Maria Luisa Bacardi: «Seit Jahren werden offenbar durch eine kriminelle Vereinigung, deren Aktionsradius vom Fürstentum Liechtenstein bis auf die Bermudas reicht, Versuche unternommen, meine Ansprüche als Erbin von Don Luis Bacardi zu untergraben und den letzten Willen meines Vaters wissentlich zu ignorieren. Das kriminelle Netzwerk versucht, die Kontrolle über Aktien an der Bacardi LTD aus dem Nachlass meines Vaters Don Luis Bacardi als auch die Kontrolle über Stimmrechte an der Bacardi LTD zu sichern. Dadurch wurde meine Mutter, Monika Bacardi, vor einigen Wochen in Liechtenstein rechtswidrig von sämtlichen Funktionen jener Gesellschaften entfernt, die die Aktienpakete an Bacardi LTD hielten. Dies geschah gegen ihren und meinen Willen.

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    • Was für eine Justiz!
      Was für eine Justiz! sagte:

      In dem Rechtsstreit Bacardi (Bastille-Trust) führt Richter am Fürstlichen Landgericht Mg. Stefan Rosenberger in seinem Beschluss vom 20. Januar 2022 wörtlich aus:

      «Mit Schriftsatz vom 18.12.2019 (ON x) regte RA Dr. Bernhard Lorenz LL.M. „in seiner Eigenschaft als Treuhänder des xxx xxxxxxxx Trust» an, das Fürstliche Landgericht als Aufsichsgericht wolle von Amts wegen u.a. RA Dr. xxxxxxxxxxxxxxxxxxx und xxxx xxxxxxx für ein weiteres Jahr zu Treuhändern des The Bastille Trust bestellen und dazu einen Amtsbefehl erlassen und die Genannten bis vier Wochen nach rechtskräfigem Abschluss des aufgrund dieser Mitteilung allenfalls eingeleiteten Aussersteitverfahrens zu einstweiligen zusätzliche Treuhändern des xxx xxxxxxxx Trust, in eventu zu Treuüberwachern, bestellen.
      Noch am selben Tag erliess das Erstgericht einen Beschluss (ON x), mit welchem es Folgendes aussprach:
      „Die Treuhänder Dr. xxxxxxxxx xxxxx xxxxxxxxxx und xxxx xxxxxxx sind auch nach dem 31.12.2019 bis auf weiteres Treuhänder des xxxxxxxx Trust.»»

      Es ist bemerkenswert, dass der Richter am Fürstlichen Landgericht Mag. Stefan Rosenberger einen Antrag von Rechtsanwalt Dr. Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorernt Nesensohn Rabanser) in seiner Eigenschaft als Treuhänder des xxxxxxxx Trust AM SELBEN TAG, verbeschieden hat. AM SELBEN TAG, an welchem der Antrag von Rechtsanwalt Lorenz, dem Mit-Trustverwalter von Monika Bacardi und Antragsteller ihrer Abberufung den Antrag gestellt hatte.

      AM SELBEN TAG… wenn es PRO Liechtensteiner Treuhänder ist

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  16. Das "kriminelle System" lief wie geschmiert
    Das "kriminelle System" lief wie geschmiert sagte:

    Nach dem Ableben eines Stifters beginnt regelmäßig das systematische Kapern der Stiftung oder des Trusts und anschließend das große Plündern, so im Perry-Skandal, Bacardi-Skandal (Treuhänder Dr. Bernhard Lorenz), Hartlaub-Skandal (Treuhänder Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner) oder bei CODEX, wo sogar eine Begünstigte rausgekübelt wurde. Und bei Dutzenden anderen Fällen. Die bekannten Richter haben dies ermöglicht und sodann protegiert. Das «kriminelle System» in Liechtenstein (so Die Welt) lief «wie geschmiert».

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    • Nicht "lief wie geschmiert", sondern "läuft wie geschmiert"
      Nicht "lief wie geschmiert", sondern "läuft wie geschmiert" sagte:

      Das kriminelle System wird nach wie vor laufend angewendet, wobei es am Gericht in der 1. Instanz einen Richterwechsel gegeben hat, der das kriminelle System möglicherweise abrupt beenden wird.

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  17. Skandal Hartlaub
    Skandal Hartlaub sagte:

    Beim Hartlaub-Skandal ist wieder einmal die Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser (LNR) involviert. Hier beantragte Rechtsanwalt Wolfgang Rabanser der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser für einen Begünstigten den Stiftungsrat abzuberufen, Das hatte sein Kanzleipartner Bernhard Lorenz ja schon bei Bacardi erfolgreich bewerkstelligt. Der Stiftungsrat hatte von dem Begünstigten Rechnungslegung gefordert, wofür dieser mehr als 400’000 Euro verwendet hatte, die er in bar von den Konten der Stiftung abgehoben hatte, ob für Stiftungszwecke oder für Privatzwecke. Dieser drehte den Spiess dann um und beantragte mit Rechtsanwalt Wolfgang Rabanser der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser die Abberufung des Stiftungsrats aus dem Stiftungsrat. Wie schon bei Bacardi berief Richter Mag. Stefan Rosenberger daraufhin den Stiftungsrat ab, diesmal mit der Begründung «blosser Anschein einer möglichen Interessenskollision». Dann setzte Richter Rosenberger den Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger an dessen Stelle ein, der den Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner als weiteren Stiftungsrat hinzuholte. Das Obergericht unter Richter Dr. Ungerank bestätigte die Entscheidung von Richter Mag. Rosenberger.

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  18. Michael Baumüller
    Michael Baumüller sagte:

    Ohne eine Justiz, die in ihrer Neutralität über jeden Zweifel erhaben ist, ist ein Finanzplatz untauglich.

    Antworten
  19. Die Ostschweiz schreibt "Finanzsumpf Liechtenstein"
    Die Ostschweiz schreibt "Finanzsumpf Liechtenstein" sagte:

    In Deutlichkeit kaum zu überbieten, schreibt die Ostschweiz über die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein:

    Finanzsumpf Liechtenstein: Der Fürst will’s richten

    Liechtensteiner Treuhänder sorgen immer wieder für Skandale. Nun soll ein neues Gesetz diesen Sumpf austrocknen. Zumindest so tun, als ob.

    Es ist schon erschütternd, wie deutlich die Medien inzwischen über den Finanzsumpf in Liechtenstein schreiben. Wirtschaftskriminalität, Finanzkriminalität, Finanzsumpf.

    https://www.dieostschweiz.ch/artikel/finanzsumpf-liechtenstein-der-fuerst-wills-richten-jx9MkX7

    Antworten
  20. Reputations-Totalschaden
    Reputations-Totalschaden sagte:

    5 Minuten auf diesem Blog und man versteht, dass schon die großen Zeitungen schreiben, dass der „Finanzsumpf Liechtenstein“ ein „kriminelles System“ hat und „Hort der Kriminellen“ ist.

    Antworten
  21. Rücktritte wären angesagt
    Rücktritte wären angesagt sagte:

    Der derzeitige Fürst und der derzeitige Erbprinz tragen die politische Verantwortung dafür, dass die Zeitungen offen und unverhohlen von „Finanzsumpf Liechtenstein“ dem „kriminellen System“ und „Hort der Kriminellen“ schreiben. Wären sie Politiker, müssten sie sofort zurücktreten, um weitern Schaden vom Land abzuwenden und einen Neuanfang und den Wiederaufbau von Vertrauen zu ermöglichen. Das werden sie aber nicht tun und daher bleibt der jetzige katastrophale Zustand bestehen.

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  22. Karl-Heinz
    Karl-Heinz sagte:

    Mit einer Justiz, die offenbar zum Teil korrupt ist, wird Liechtenstein seinen Ruf als Räuberhöhle nie los.

    Antworten
  23. Warnung!
    Warnung! sagte:

    Jeder Rechtsanwalt, Steuerberater usw., der nicht ausdrücklich seinen Mandanten von einer Stiftung oder einem Trust in Liechtenstein abrät, macht sich seinem Mandanten gegenüber schadenersatzpflichtig.

    Antworten
  24. Treuhänder Daniel Tschikof
    Treuhänder Daniel Tschikof sagte:

    Rechtsanwalt und Treuhänder Daniel Tschikof von TREMACO, die im Agnelli Skandal involviert sind, war auch im Bacardi Skandal involviert.

    Antworten
  25. Das Spielchen in Liechtenstein geht immer weiter...
    Das Spielchen in Liechtenstein geht immer weiter... sagte:

    Rechtsanwalt Oliver Nesensohn der Kanzlei LNR Lorenz Nesensohn Rabanser versucht gerade, den Stiftungsrat einer milliardenschweren Stiftung abberufen zu lassen. So wie es seinem Kanzleipartner Dr. Bernhard Lorenz im Bacardi-Skandal und seinem Kanzleipartner Dr. Wolfgang Rabanser im Hartlaub-Skandal gelang. Das Spielchen in Liechtenstein geht immer weiter…

    Das Spielchen in Liechtenstein geht immer weiter…

    Antworten
  26. Informierter Leser
    Informierter Leser sagte:

    Ich kann die Erfahrungen von den andere Betroffenen, die hier schreiben, nur bestätigen. Wenn liechtensteinische Treuhänder sich an fremden Stiftungsvermögen unrechtmäßig bereichern und Strafanzeige wegen Untreue erstattet wird, wird diese regelmäßig von der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft eingestellt. Die häufig österreichischen Staatsanwälte (m/w) fühlen sich offenbar ihrem Arbeitgeber, also dem Land Liechtenstein und somit dem liechtensteinischen Volk verpflichtet, diese vor strafrechtlichen Vorwürfen zu beschützen. Und liechtensteiner Staatsanwälte (m/w) können doch nicht gegen einen Einheimischen vorgehen, dem oder der sie die nächsten Jahrzehnte täglich in dem kleinen Land begegnen. Dagegen spricht dann der Korpsgeist, das Zusammenhalten in dem kleinen Land. Meiner Ansicht nach ist das, was bei der Staatsanwaltschaft in Liechtenstein passiert, zuweilen strafbare Strafvereitelung.

    Antworten
  27. Syndikat im FL
    Syndikat im FL sagte:

    Gewisse Treuhänder, Richter und Staatsanwälte haben ein Syndikat gebildet und nutzen ihre Machtpositionen auf kriminelle Art und Weise aus, um Beutezüge durchführen zu können. Jeder weiss es, aber keiner vernadert den anderen.

    Antworten
  28. Leopold
    Leopold sagte:

    Sobald die Schweiz die Familienstiftung wieder eingeführt hat, was ja schon beschlossen worden ist, wird kein Mensch mehr nach Liechtenstein gehen. Der Ruf Liechtensteins ist zu ramponiert.

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