Liechtensteiner Casinos am Ende. Typisch Ländle.
Wenn sich skrupellos Geld machen lässt, ist Liechtenstein zuvorderst dabei. Die primitivste Art ist das Betreiben von Casinos. Die Bank gewinnt immer, die armen Spieler verlieren immer. Natürlich nimmt gelegentlich einer den Jackpot mit. Aber das ist nur dazu da, viele andere dazu zu animieren, ihr Geld im Casino liegen zu lassen.
Daher hat das Ländle mit seinen knapp 40’000 Einwohnern sagenhafte sechs Casinos am Laufen. In den guten Zeiten kassierten die über 130 Millionen Franken pro Jahr ab, der fürstliche Fiskus sahnte davon 50 Millionen durch Glücksspielabgaben ein.
Noch 2022 lehnten die Liechtensteiner mit über 70 Prozent Neinstimmen eine Initiative ab, die ein Verbot dieser Zockerbuden forderte. Ob das anrüchig ist oder nicht, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, Gewinn ist Gewinn. Und das ist das Einzige, was in Liechtenstein zählt.
Schliesslich konnte man sich doch auch damit beruhigen: machen Banken, Treuhänder, Vermögensverwalter, Anwälte und Finanzdienstleister doch auch. Ohne Skrupel oder Moral.
Nun gab es aber bei den Casinos ein kleines Problem. Sie florierten deswegen, weil Liechtenstein sich weigerte, die Listen von Spielsüchtigen zu akzeptieren, die in den umliegenden Ländern gesperrt sind, also kein Casino betreten dürfen.
Dadurch wurde Liechtenstein zum Magneten für all diese armen Schweine, die ihre Spielsucht nicht unter Kontrolle haben und gnadenlos ausgenommen wurden.
Bis zum 7. Januar 2025. Denn da kam eine zweite Verhaltensweise von Liechtenstein zum Tragen. Tapfer Widerstand leisten, die eigene Unabhängigkeit betonen – und dann doch einknicken. Also übernahm das Ländle an diesem Tag die Liste und untersagte diesen Spielsüchtigen ebenfalls den Zutritt zu den Casinos.
Resultat: rien ne va plus. Seit diese Sperre auch in Liechtenstein gilt, gab es schlagartig bis zu 85 Prozent weniger Gäste. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die meisten der rund 100’000 Gesperrten zuvor weiterhin in Liechtenstein zockten und gnadenlos ausgenommen wurden.
Aber nun ist das grosse Casino-Sterben angesagt, Millioneninvestitionen gehen den Bach runter: Weil Liechtensteiner Investoren in ihrer Geldgier nicht daran dachten, dass das Geschäftsmodell – ausnehmen von anderswo gesperrten Spielsüchtigen – sicherlich nicht nachhaltig sein kann.
Eben typisch: lieber kurzfristigen Gewinn einstreichen, als an die mittelfristigen Folgen denken. Und die Reputation Liechtensteins, Himmels willen, die ist doch sowieso schon auf dem Nullpunkt angelangt, da spielt das doch auch keine Rolle.
Also werden die Casino-Betreiber wohl umsatteln müssen und mit anderen Methoden versuchen, arglosen Kunden und Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei können sie natürlich von Untreuhändern und ähnlichen Halunken lernen.




Das ist nur fair. Ein Geschäftsmodell darauf aufzubauen, spielsüchtige Schweizer abzuzocken, ist extrem mies.
Wenn die Abzocke mit dem Glücksspiel nicht mehr funktioniert könnte es Liechtenstein ja mit legalisiertem Drogenhandel versuchen, der ist in den Nachbarländern verboten und da könnte Liechtenstein richtig Kohle scheffeln.
Das Ländle könnte seine Casinos ja in Bordelle umbauen. Man gibt sich zwar streng katholisch, aber nicht wenn es ums Geld geht, das ist etwas anderes.
Fürst Hans Adam II sagte: «Die Leute, die spielen wollen, werden spielen – ob nun hier in einem Casino oder irgendwo anders. Ich sehe hier kein riesiges Problem.»
Dann kann man sein Argument auch dafür verwenden:
Die Leute, die in ein Bordell wollen, werden in ein Bordell gehen – ob nun hier oder irgendwo anders. Ich sehe hier kein riesiges Problem.
Und die Leute, die Drogen kaufen wolle, werden Drogen kaufen – ob nun hier oder irgendwo anders. Ich sehe hier kein riesiges Problem.
Und die Leute, die Wirtschaftskriminalität betreiben wollen, werden Wirtschaftskriminalität betreiben. Ob nun hier oder irgendwo anders. Ich sehe hier kein riesiges Problem.
Ausgezockt mit abgezockt. Das war’s dann mit dem Las Vegas der Alpen.
Die Spielcasinos im Ländle waren doch nur dazu da, damit dort Bargeld aus kriminellen Quellen gewaschen und gleich nebenan zur Bank gebracht werden konnte.
Das klingt wirklich überzeugend. Spielcasino neben der Bank, damit die Einnahmen aus illegalen Quellen (z.B. Zuhälterei) gewaschen werden und gleich auf das Konto eingezahlt werden konnten.
Liechtenstein gibt sich als katholisch, es ist Landesreligion.
Der Papst verurteilt Glücksspiel. Aber wen stört das, wenn damit Geld zu machen ist.
Papst Franziskus fordert bessere Gesetze sowie eine gerechtere und menschlichere Wirtschaft, um Wucherei, Korruption und Glücksspiel zu bekämpfen.
https://www.domradio.de/artikel/papst-verurteilt-gluecksspiel-und-korruption
Nicht nur in Casinos, sondern wie man so liest auch von sanktionierten russischen Kunden rollt der Rubel in Liechtenstein.
Liechtenstein gibt sich doch so streng katholisch – aber der Fürst hat sich für die Casinos ausgesprochen. Wenn es ums Geld geht, ist man in Liechtenstein einfach scheinheilig.
Wenn die Spielkasinos nur wegen der Spielsüchtigen aus den Nachbarländern erfolgreich sein konnten und dies jetzt vorbei ist (85% weniger Gäste), dann ist das die ausgleichende Gerechtigkeit. Hoffentlich hat der Bau der Spielkasinos mindestens so viel gekostet wie sie eingebracht haben.
Das Fürstentum wurde zunehmend als fragwürdiger Glücksspielstandort wahrgenommen, was langfristig negative Auswirkungen auf seine internationale Stellung hat.
Liechtenstein war doch nur hilfreich und edel und wollte doch nur den armen, hilflosen Spielsüchtigen, die sonst nirgends mehr spielen durften, helfen und ihnen ein Zuhause geben. Es war doch nur altruistisch von Liechtenstein. 🙂 🙂 🙂
Did I understand correctly that the Prince of Liechtenstein operates both the private bank LGT and casinos? That almost sounds like the Pope installing slot machines in churches.
Der ehemalige Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher machte sich gegen die Weißgeldstrategie stark.
Der ehemalige Vizepräsident der Liechtensteiner Treuhänderkammer Anton Wyss verstösst gegen OFAC-Sanktionen und kommt selbst auf die OFAC-Sanktionsliste.
Der derzeitige Präsident der Liechtensteiner Treuhänderkammer Stefan Wenaweser hat Dokumente aus Gerichtsakten gestohlen und wird von den Treuhändern zu deren Präsident gewählt.
Da sind Casinos noch richtig seriös dagegen.
Die liechtensteinische Politikerin Sabatina Völz wurde aufgrund ihres Einsatzes für die Weißgeldstrategie, die für Transparenz und die Bekämpfung von Geldwäsche im Finanzsektor steht, wiederholt bedroht. Sie setzte sich als Abgeordnete im Landtag stark für die Implementierung internationaler Standards im Bereich Geldwäschebekämpfung ein und ist dabei auf erhebliche Widerstände gestoßen. Diese stammten vermutlich aus Kreisen, die mit traditionellen Strukturen in der Finanzbranche verbunden sind, wie beispielsweise von bestimmten Treuhändern, Vermögensverwaltern oder Personen aus dem Umfeld der Finanzindustrie. Diese haben teilweise erhebliche wirtschaftliche Interessen, die durch schärfere Geldwäschegesetze und mehr Transparenz beeinträchtigt wurden.
Gegen über viele Jahre gewachsene korrupte Netzwerke kommt doch die neue Regierungschefin Brigitte Haas nicht an. Sie wird soviel Widerstand begegnen, dass (auch) sie so tun wird, als wisse sie von nichts und wird sich wie im Wahlkampf versprochen den Hausarztpraxen widmen. Das ist dann neuer Wein in alten Schläuchen und nichts wird sich ändern.
Frauen lassen sich nicht so leicht in korrupte Netzwerke ziehen,
Wo sollen jetzt die Drogenhändler aus den Nachbarländern ihr Geld waschen, wenn die Casinos im FL kaputt gehen?
Gibt es irgendein kriminelles geschäftliches Betätigungsfeld, in das Liechtenstein nicht verwickelt ist? Lug, Betrug, Raub und Casinos. Eine illustre Gesellschaft.
Die Reputation Liechtensteins ist doch sowieso schon zerstört, da kann die Glücksspielindustrie nicht mehr viel verschlechtern. Die unzähligen Berichte über wirtschaftskriminelle Machenschaften, die unter den Augen der Justiz und des Fürsten stattfinden und kaum Konsequenzen nach sich ziehen, haben sehr viel enthüllt.
Sind dort im Ländle eigentlich nur noch Zocker und Verbrecher unterwegs?
Trotz besonderer Bemühungen, die internationale Wahrnehmung zu verbessern, wird das Image des Landes als fragwürdiger Finanzplatz immer schlechter.
Liechtenstein sollte seine systemische und systemimmanente Wirtschaftskriminalität eindämmen, das würde mehr helfen als Lobgesänge des Vereins Liechtenstein Finance e.V. wie dieser.
https://finance.li/wp-content/uploads/2024/12/Download-PDF-Finanzplatzbeilage-Wirtschaft-Regional-25.-Oktober-2024-Reputation-als-Standortfaktor.pdf
Waren nicht Glücksspiel und Mafia immer sehr nahe?