Geht es um Verborgenes, ist Liechtenstein nie weit.
Die deutsche AfD hat seit vielen Jahren einen Grossspender. Der tut alles, damit sein Name nicht in der Öffentlichkeit erscheint.
Schon 2017 überwies er der Partei 150’000 Franken. Via einen Zürcher Drogisten. Für den Bundeswahlkampf in Deutschland liess er angeblich gleich 2,4 Millionen Euro springen. In erster Linie für die Kandidatur der Spitzenfrau Alice Weidel.
Er heisst Henning Conle. Henning who? Es gibt nur uralte Fotos von ihm, keine Interviews, keine öffentlichen Auftritte. Sozusagen das Gegenteil des Hochstaplers René Benko. Im Gegensatz zu dem gescheiterten Wunderwuzzi ist Conle richtig reich.
Bevor er aus der Liste der «Bilanz» verschwand, wurde sein Vermögen auf über eine Milliarde Franken geschätzt. Vor allem investiert in Immobilien, in Mietskasernen (2500 Mietobjekte).
Der 81-Jährige ist eingebürgerter Schweizer und hat seinen Lebensmittelpunkt in Zürich. Seinen Privatjet parkt er unauffällig in einem kleinen Provinzflughafen in Bremgarten, Deutschland.
Zu seinem Imperium gehören eine Vielzahl von Firmen und Deutschland, England, Österreich und der Schweiz.
Wenn jemand so viel Wert auf Diskretion legt, dann muss er natürlich etwas haben. Hat er auch. In seinem Besitz sind verschiedene Anstalten – in Liechtenstein, wo denn sonst.
Die werden von einem Treuhandbüro gemanagt, von wem denn sonst. Da gibt es die Thalassoleon Anstalt, den Thalassoleon I und II Trust. Wie man der kärglichen Webseite entnehmen kann, residieren die an der Herrengasse 1 in Vaduz. und zwar in dem unscheinbaren zweiten Gebäude von links.

Im Verwaltungsrat sitzen Dr. Thomas Nigg und Gisela Nold-Nigg. Das tun sie übrigens noch in 17 weiteren Firmenkonstrukten.
Thomas Nigg ist Senior Partner bei Gasser Partner, eine Anwaltskanzleikrake, die in Liechtenstein so ziemlich in allem die Finger drin hat. Der Namensgeber Johannes Gasser seilte sich rechtzeitig beim grossen Herbert Batliner ab. Der war der König der Schwarzgelderbunker, bis er ein unrühmliches Ende nahm. Der «Fürstliche Kommerzienrat» hatte sich an den Millionen einer dementen Witwe vergriffen.
Die «Süddeutsche Zeitung» schrieb damals:
«Der ungeheuerliche Vorwurf: Der Träger des Komturkreuzes des päpstlichen Silvesterordens mit Stern, des Großen Tiroler Adler-Ordens und auch der Goldenen Pfadfinderlilie habe den Gesundheitszustand einer an Altersdemenz leidenden Witwe ausgenutzt und sich unrechtmäßig bereichert.»
Alleine in Deutschland musste Batliner ein Verfahren mit der Zahlung von zwei Millionen Euro weitgehend geräuschlos beenden.
Also Batliner – Gasser – Nigg und Gattin. Da kann man für Conle nur hoffen, dass er noch lange im Besitz seiner in diese Konstruktion gesteckten Gelder bleibt.
Thalassoleon ist übrigens der Name einer ausgestorbenen Gattung von grossen Pelzrobben. Und was mit Robben häufig passiert, weiss man leider.
Sie werden gehäutet.




Warum schreitet der Fürst nicht gegen die Finanzkriminalität in seinem Land ein?
Wie lange glaubt Liechtenstein, dieses Vorgehen noch fortsetzen zu können? Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass es sich um einen rechtsfreien Raum handelt, in dem Wirtschaftskriminalität unter den Augen des Fürsten geduldet wird.
Liechtenstein erinnert an Absurdistan.
FAZ:
LUXUSLEBEN AUF KUNDENKOSTEN :
Wenn der Treuhänder in die Kasse greift
Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. Doch während die Finanzaufsicht schärfere Kontrollen fordert, wiegelt die Regierung ab.
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html
Es ist die in Liechtenstein bestehende und offensichtlich geduldete organisierte Wirtschaftskriminalität, die die Reputation des Landes zerstört haben.
Im 2018 wurde eine Regelung bei der Liechtensteinischen Treuhandkammer eingeführt, das Begünstigte ihre Treuhänder durch einstimmigen Beschluss absetzen können.
Im 2024 hat die Treuhandkammer diese Regelung wieder aufgehoben – sollen die Begünstigten doch besser ohne Rechte sein.
So ist die Treuhandkammer, ganz im Dienste der Begünstigten. 😀
Die Liechtensteiner Treuhandkammer ist der Berufsverband der Treuhänder in Liechtenstein und rühmt sich, dass ihre Mitglieder ethische sowie professionelle Standards einhalten.
Unter diese ethischen und professionellen Standards fällt dann wohl, dass ihr ehemaliger Vizepräsident Anton Wyss wegen der Ermöglichung von Transaktionen mit sanktionierten russischen Geldern selbst von den US-Behörden sanktioniert wurde.
Ebenso fällt unter diese ethischen und professionellen Standards wohl auch, dass die Treuhänder im vergangenen Jahr Stefan Wenaweser zu ihren neuen Präsidenten gewählt haben, der durch Schlagzeilen berühmt wurde, weil er bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hatte. In seiner Funktion als Präsident der Treuhandkammer trägt er nun die Verantwortung für die Wahrung der ethischen und professionellen Standards der liechtensteinischen Treuhänder.
Die Treuhänder wählen einen Dieb zu ihrem Präsidenten? Na dann viel Vergnügen mit den Mitgliedern dieser ehrenwerten Truppe.
Capital: «AfD-Großspender: Das Phantom Henning Conle»
«Ein skrupelloser Milliardär, so könnte man sagen, der auf Kosten der Ärmsten reich geworden ist und im Privaten seiner Liebe zur Waffe frönt.»
https://www.stern.de/capital/henning-conle–wie-der-afd-spender-zum-immobilien-unternehmer-aufstieg-35482866.html
Man kann nur hoffen, dass es Frau Alice nicht so ergeht wie Madame le Pen in Frankreich: kalt gestellt und abserviert.
Das Kaltstellen und Abservieren haben die Franzosen wohl von den Liechtensteiner Treuhändern abgeguckt, die stellen auch ausländische Mit-Stiftungsverwalter oder Mit-Trustverwalter kalt und servieren diese ab. Oder sogar Begünstigte. Ohne mit der Wimper zu zucken, gehört zu den Standard Operating Procedures im FL.
«Kriminelle in Liechtenstein
Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.» https://liechtensteininside.blogspot.com/2011/02/kriminelle-in-liechtenstein.html
Man sollte mit seinem Geld einen großen, einen riesigen Bogen um Liechtenstein machen, wenn es einem lieb ist. Andernfalls kann man es gleich selbst im Rhein versenken.
Wer bei dem heutigen Wissensstand noch einer liechtensteiner Bank oder einem liechtensteiner Treuhänder vertraut, ist selber schuld wenn er sein Vermögen verliert.
Gibt es in Liechtenstein tatsächlich noch Stifter/Stiftungen, die noch nicht beraubt/dekantiert wurden? Weiß Herr Conle von dem massiven dortigen Vorgehen, wie schnell man in die kriminellen Fänge eines Liechtensteiner Stiftungsrats gerät, der schneller dekantiert als Herr Conle es glauben kann?
Stiftungen und Trusts in Liechtenstein stehen in der Kritik, da es zahlreiche Berichte über undurchsichtige und kriminelle Praktiken gibt.
* Es gibt Fälle, in denen Begünstigte Schwierigkeiten hatten, Informationen über die Stiftung oder den Trust zu erhalten oder ihr Erbe einzufordern. Manche Treuhänder sollen Vermögenswerte unrechtmäßig verwaltet oder sogar teilweise oder ganz veruntreut haben.
* Liechtensteinische Gerichte werden als parteiisch wahrgenommen, und es gibt Berichte über langwierige Verfahren, die Kläger finanziell belasten.
* Die Verwaltung der Stiftung oder des Trusts liegt in den Händen von Treuhändern, was bei Missbrauch oder Fehlverhalten zu erheblichen Problemen bis hin zum Totalverlust führen kann.
Die Gefahr und das Risiko bei Stiftungen und auch Trusts ist besonders hoch:
Gerade bei Trusts hätten aber die Begünstigten gegenüber dem Treuhänder eine schwache Stellung, monieren Anwälte. «Die Auskunftsrechte sind unzureichend», sagt zum Beispiel Alexander Amann, selbstständiger Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Schwärzler Rechtsanwälte. Ermessensbegünstigte haben keinen gesetzlichen Anspruch, vom Treuhänder zu erfahren, was er genau mit dem Trustvermögen macht. Selbst bei einem Strafverfahren gegen einen Treuhänder ist es unklar, ob die Begünstigten des Trusts im Prozess als Nebenkläger auftreten dürfen.
https://www.tagesanzeiger.ch/neuer-skandal-wirft-schatten-auf-liechtensteiner-finanzplatz-436380113869
Herrschaft der Willkür und Fassadenrechtsstaat. Wer sich darauf einlässt ist selber schuld.
Macht, Beziehungen, Gier, Mafia, …
Liechtenstein mit seinen endlos negativen Schlagzeilen in aller Welt , wird ein bitter -böses Ende nehmen und elendig daran zu Grunde gehen