Versuchen wir uns an einer strafbaren Majestätsbeleidigung.

Die droht schon im Titel. Denn eigentlich handelt es sich um Seine Durchlaucht Johannes Adam Ferdinand Alois Josef Maria Marco d’Aviano Pius Fürst von und zu Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägerndorf, Graf zu Rietberg, Regierer des Hauses von und zu Liechtenstein. Oder kurz Hans-Adam II; seine Durchlaucht feierte ihren hochwohllöblichen 80.

Dafür im Nachhinein alle guten Wünsche. Die braucht der rüstige Fürsten-Rentner eigentlich nicht. So wenig wie die AHV. Er ist Multimilliardär. Und das Tagesgeschäft hat er bereits 2004 seinem Sohn, dem Erbprinzen Alois, überlassen.

Als er selbst 1989 das Amt antrat (einzige Qualifikation: Erstgeborener), versprach er huldvoll:

«Ich gelobe, meinem Land ein gerechter Fürst zu sein, die verfassungsmässigen Freiheiten zu wahren, den Bedrängten und Armen zu helfen und die Rechte treu zu hüten.»

Leider kann man auch Fürstenworten nicht so recht trauen. Wie gerecht er war, sollen höhere Instanzen entscheiden. Aber das mit den verfassungsmässigen Freiheiten war dann schon so eine Sache. Als das Volk etwas aufmuckte, als er sich per Verfassungsreform noch mehr absolutistische Rechte herausnehmen wollte, drohte er mit dem Wegzug ins Exil nach Wien. Das Volk duckte sich, und er musste in der unwirtlichen Trutzburg ob Vaduz bleiben. Auch ein Fürst hat’s nicht immer leicht.

Er musste damals sogar zu harschen Worten greifen und keilte bei seiner Thronrede zur Eröffnung des Parlaments, dass die Kritiker seines Machtzuwachses Ähnlichkeiten mit den Liechtensteiner Anhängern des Dritten Reichs hätten. Obwohl das gar keine absolutistische Monarchie war.

Dieser Vergleich scheint ihm besonders zu gefallen. Denn als ausgerechnet seiner fürstlichen Bank LGT Kontodaten deutscher Steuerflüchtlinge abhanden kamen und der germanische Fiskus mit ihnen das Geschäftsmodell Schwarzgeldbunker im Ländle beerdigte, war er schon wieder an Methoden wie in dunklen deutschen Zeiten erinnert.

Auch die Skepsis seiner Untertanen gegenüber einem Beitritt zur Uno kanzelte er in seiner berüchtigten Rucksackrede ab: «Wenn wir als einzige Möglichkeit wieder den Rucksack mit der Schweiz ins Auge fassen, wird es wahrscheinlich einmal ein unangenehmes Erwachen geben.»

Noch einen Schritt weiter ging er bei der Abstimmung über den Beitritt zum EWR. Er drohte damit, von seinen absolutistischen Rechten Gebrauch zu machen und sowohl Regierung wie auch Parlament zum Teufel zu jagen, falls Liechtenstein nicht vor der Schweiz über diesen Beitritt abstimme.

Zum höchst ungnädigen Erstaunen des Fürsten griffen dann Parlamentarier vor dem Regierungsgebäude anno 1992 zum Megaphon und protestierten. Da mag sich der Fürst nostalgisch an frühere Zeiten erinnert haben, wo man mit solch aufrührerischen Gesellen schnell fertiggeworden wäre. Nun aber musste er sich doch tatsächlich auf einen Kompromiss einlassen. Die Abstimmung fand nach der Schweiz statt, aber die folgsame Regierung und natürlich auch das Parlament forderten zu einem Ja auf. Wie hätten da die untertänigen Stimmbürger nein sagen können. Vielleicht hätte er sie sonst auch zum Teufel gejagt.

Damit sich solche unschönen Szenen nicht mehr wiederholten, legte er höchstselbst 2002 einen Vorschlag zur Verfassungsreform vor, der mit 64,3 Prozent angenommen wurde. So verhinderten die Stimmbürger, dass ihr geliebter Fürscht ins Ausland abschwirrte. Und seither herrschen er, bzw. sein Sohn, über alle pseudo-demokratischen Institutionen, dazu über die Justiz, die nicht umsonst im Namen von «Fürst und Volk» urteilt.

Es war ihm völlig unverständlich, wie man das als Ausbau seiner absolutistischen Macht missverstehen könnte. Schliesslich könne nun das Volk eine Initiative zur Abschaffung der Monarchie starten. Was es aber bis heute wohlweislich unterliess.

«Die Rechte treu hüten», auch dahinter muss man ein Fragezeichen setzen, auch wenn vielleicht Kerker mit Wasser und Brot droht. Was unter seiner Aufsicht und unter Duldung seiner fürstlichen Gerichte in Liechtenstein an Schweinereien im Stiftungswesen passieren, würde kein Rechtsstaat tolerieren. Angesichts der nicht abreissenden Kette von Skandalen macht schon länger das böse Wort der Räuberhöhle die Runde.

Aber eins muss man Seiner Durchlaucht lassen: er hat viel dafür getan, das fürstliche Vermögen zu mehren und nicht nur in seiner LGT gewinnbringend aufzubewahren. Sich selbst und seinem Fürstenhaus hat er also kräftig geholfen, den «Bedrängten und Armen» im Vergleich eher weniger.

Ach, und dann wäre noch sein Hang zu UFOs zu erwähnen, dem er sich dem Vernehmen nach mit Leidenschaft hingibt. Dabei ist doch sein Liechtenstein inzwischen ein UFO mitten in Europa. Weiterhin Aufbewahrungsort für alle Gelder, die anderswo nicht mal mit der Kneifzange angefasst würden. Russland-Sanktionen? Na und, nicht nur sein gescheiterter Kandidat als Regierungschef findet es eine Frechheit, dass die US-Behörde Ofac völlig unschuldige und ehrenwerte Treuhänder auf ihre Sanktionsliste setzt.

Doch nun schwebt er schon lange über den Dingen, darauf ein: hoch die Flaschen!

 

37 Kommentare
    • FINANZ BUSINESS schreibt über die LLB Affäre: Big Trouble in little Liechtenstein - Email-Affäre bei Landesbank
      FINANZ BUSINESS schreibt über die LLB Affäre: Big Trouble in little Liechtenstein - Email-Affäre bei Landesbank sagte:

      Artikel in dem Fachmagazin für Investment Advisor FINANZ BUSINESS vom 13.01.2025
      Big Trouble in little Liechtenstein – Email-Affäre bei Landesbank
      Den vollständigen Artikel findet man hier:
      http://www.liechtensteinaktuell.com

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    • Vetterliwirtschaft im Ländle
      Vetterliwirtschaft im Ländle sagte:

      Schönes Beispiel für Vetterliwirtschaft im Ländle
      – der Treuhänder Martin Batliner stiftet die LLB an, gegen das Bankgeheimnis und den Datenschutz zu verstossen, um Spionage gegen einen Begünstigten der Stiftung zu betreiben
      – die LLB verstösst vorsätzlich gegen das Bankgeheimnis, um die Spionage zu ermöglichen
      – die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft kann nichts Strafbares erkennen.

      In Rechtsstaaten würden sich alle Beteiligten strafbar machen, im Ländle klopft man sich gegenseitig auf die Schultern. «Metanand!».

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  1. Happy birthday!
    Happy birthday! sagte:

    Wenn man bei Google nach den Begriffen «Liechtenstein, Treuhänder, Skandale» sucht, gibt’s reiche Beute. Über 10’000 Ergebnisse werden aufgelistet, und dabei ist das nur das Resultat auf Deutsch

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  2. Andrew
    Andrew sagte:

    Liechtenstein has seen too many scandals in too short a time. It appears that foreign founders, trustees, or beneficiaries of Liechtenstein foundations are routinely pushed out—with active support from the courts—to the benefit of local trustees, who then proceed to plunder and exploit the very foundations they were entrusted to protect. This isn’t just a coincidence; it’s a system, a scheme. And everyone in Liechtenstein knows it—yet no one dares to say it out loud, because it’s clear that nearly everyone profits from these fraudulent dealings.

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  3. «US-Regierung nimmt Liechtenstein ins Visier»
    «US-Regierung nimmt Liechtenstein ins Visier» sagte:

    «US-Regierung nimmt Liechtenstein ins Visier» titelte die SZ vor einem Jahr?

    Was steht auf der Internetseite der Botschaft der USA in Bern?

    «Legal Attache’s Office
    The Legal Attache’s Office works together with Swiss and international law enforcement organizations to combat international crime. To find out more, visit the FBI website.»

    https://ch.usembassy.gov/embassy/bern/sections-offices/

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  4. Der Elefant im Raum ist der Fürst
    Der Elefant im Raum ist der Fürst sagte:

    Auch wenn in der einzigen liechtensteiner Zeitung Vaterland das Thema totgeschwiegen wird, so hat der Fürst selbstverständlich Kenntnis von dem kriminellen System in seinem Land. Die ausländischen Zeitungen berichten laufend und mit sehr deutlichen Worten darüber. Spricht sich der Fürst dagegen aus? Fehlanzeige. Sein Schweigen spricht Bände.

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  5. Advice for Victims of Criminal Activities in Liechtenstein
    Advice for Victims of Criminal Activities in Liechtenstein sagte:

    We are an international law firm with extensive experience in handling cases of white collar crime in Liechtenstein. Based on our experience, we strongly advise the following steps for those affected:

    1. Appeal to the European Court of Human Rights (ECHR):
    If you have received court rulings from Liechtenstein that lack neutrality, it is imperative to escalate your case to the ECHR. It is well-documented that Liechtenstein court decisions are often not impartial. The Liechtenstein judiciary is bound by the decisions of the ECHR.

    2. Report Your Case to the U.S. Embassy’s Legal Attaché Office in Bern:
    Inform the Legal Attaché Office, a branch of the U.S. Department of Justice, about your case. Under the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), the U.S. has global jurisdiction to combat organized crime. The RICO Act has been used in high-profile cases, such as prosecuting officials associated with FIFA across the globe.

    Contact Information:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Be cautious of advice from Liechtenstein-based attorneys:
    If your Liechtenstein lawyer advises against taking such actions, be aware that they may prioritize their local interests over yours.

    Antworten
  6. Rat für Betroffene krimineller Aktivitäten in Liechtenstein
    Rat für Betroffene krimineller Aktivitäten in Liechtenstein sagte:

    Wir sind eine überregionale Rechtsanwaltskanzlei, haben schon viele Fälle von Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein erlebt und raten allen Betroffenen:

    1. Sollten auch Sie Entscheidungen Liechtensteiner Gerichte erhalten haben, die nicht neutral sind, so eskalieren Sie ihren Fall weiter bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dort ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oftmals nicht neutral sind. Acht von 10 Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.

    2. Melden auch Sie Ihren Fall dem Legal Attache’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Aussenstelle des amerikanischen Justizministeriums, welches aufgrund eines besonderen amerikanischen Gesetzes, dem RICO Act weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen hat. Mittels des RICO Act erfolgten beispielsweise das Verfahren und die Verurteilungen gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA.

    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    Sollten Ihnen Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, wissen Sie, dass diese ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.

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    • Ex-Anwalt in Liechtenstein
      Ex-Anwalt in Liechtenstein sagte:

      Das kriminelle Schema des Kaperns und Dekantierens von Stiftungen durch Treuhänder mithilfe von Richtern kommt in Liechtenstein seit etwa zehn Jahren immer häufiger vor. Die Skandale, von denen man immer wieder liest wie Perry, Bacardi (Bastille) oder Hartlaub sind nur die Spitze des Eisbergs. Gewisse, namentlich bekannte Richter sind willfährige Handlanger der kriminellen Akteure. Das Thema ist bekannt, es wird dennoch nicht dagegen vorgegangen. Fürst und Landesregierung schauen weg. Man kann den Betroffenen nur raten, bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu gehen, dort wurden bisher die meisten Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen wegen Verstössen gegen die EMRK aufgehoben.

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  7. Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein
    Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein sagte:

    Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:

    1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
    Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.

    2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
    Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.

    Información de contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
    Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.

    Antworten
  8. Совет для пострадавших от преступной деятельности в Лихтенштейне!
    Совет для пострадавших от преступной деятельности в Лихтенштейне! sagte:

    Мы — межрегиональная юридическая фирма, имеющая значительный опыт работы с делами о экономических преступлениях в Лихтенштейне. Мы советуем всем пострадавшим предпринять следующие шаги:

    1. Обжалование решений судов Лихтенштейна в Европейском суде по правам человека (ЕСПЧ):
    • Если вы получили решение суда Лихтенштейна, которое считаете несправедливым или предвзятым, подавайте жалобу в ЕСПЧ.
    • Известно, что многие судебные решения в Лихтенштейне могут быть необъективными. Статистика показывает, что 8 из 10 жалоб против Лихтенштейна в ЕСПЧ увенчались успехом.
    • Лихтенштейн обязан соблюдать решения ЕСПЧ, так как является членом Совета Европы и подписантом Европейской конвенции по правам человека (ЕКПЧ).

    2. Сообщите о своём случае в Офис юридического атташе посольства США в Берне:
    • Legal Attaché’s Office является подразделением Министерства юстиции США (FBI) и занимается международным правовым сотрудничеством.
    • В рамках американского закона RICO Act (Закон о борьбе с рэкетом и коррумпированными организациями) можно преследовать преступные организации по всему миру.
    • Закон RICO применялся, например, для привлечения к ответственности высокопоставленных чиновников ФИФА, вовлеченных в коррупционные схемы по всему миру.

    Контактные данные для обращения:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern, Швейцария

    3. Осторожно при выборе адвокатов в Лихтенштейне:
    • Имейте в виду, что некоторые местные адвокаты могут защищать интересы лихтенштейнских структур, а не ваши личные интересы.
    • В некоторых случаях может быть полезно привлечь международных адвокатов, которые не зависят от местных органов власти и не подвержены их влиянию.

    Если у вас есть вопросы о подаче жалоб в ЕСПЧ или обращении в Офис юридического атташе США, могу предоставить дополнительную информацию.

    Antworten
  9. Glückwunsch Durchlaucht
    Glückwunsch Durchlaucht sagte:

    Sie sind der Monarch eines der reichsten Länder in Europa. Und dem Land mit der möglicherweise höchsten Wirtschaftskriminalität in Europa. So ein Zufall aber auch.

    Antworten
  10. «Ich gelobe … die Rechte treu zu hüten.»
    «Ich gelobe … die Rechte treu zu hüten.» sagte:

    Wenn man nur die in diesem Blog aufgeführten Presseartikel durchsieht, so berichten diese von einem kriminellen System, einer nicht neutralen Justiz und Korruption in Liechtenstein. Wie bitte verträgt sich das mit dem Gelübte des Fürsten, die Rechte treu zu hüten?

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  11. Gratulation!
    Gratulation! sagte:

    Gratulation als Monarch eines Landes, in dem
    – es kriminelle Treuhänder gibt
    – die Justiz korrupt sein soll
    – es mehr Sanktionierte pro Einwohner als in jedem anderen Land der Welt gibt
    – der Ex-Vizepräsident der Treuhandkammer Anton Wyss von den USA sanktioniert wurde, weil er Transaktionen mit sanktionierten Russengeldern ermöglicht hat
    – der Präsident der Treuhandkammer Stefan Wenaweser bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten gestohlen hatte
    – die Landesbank willfährig entgegen dem Datenschutz Bankdokumente an einen Treuhänder herausgibt
    – die USA versteckte und verschleierte sanktionierte Russengelder in Milliardenhöhe vermuten und sich in Stellung bringen
    – das Stiftungs- und Trustgeschäft wegen des kriminellen Systems und der bevorstehenden Schweizer Stiftungen zusammenbricht
    – selbst das Casinogeschäft wegen des Austauschs der Listen gesperrter Spieler zusammenbricht

    Antworten
  12. Konrad Huber
    Konrad Huber sagte:

    Wer nach Liechtenstein geht, will doch nur sein Geld vor der Steuerbehörde seines Heimatlandes verstecken. Wenn er dann in Liechtenstein beraubt wird, was wohl an der Tagesordnung zu sein scheint, dann wird ein Krimineller von einem Kriminellen beraubt, das geschieht ihm dann Recht.

    Antworten
  13. Korpsgeist
    Korpsgeist sagte:

    Dadurch, dass in Liechtenstein jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist, gibt es eine besonders starke Form des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der geschlossenen Gruppe. Es gibt eine “Wir-gegen-sie”-Mentalität, bei der Ausländer als minderwertig oder sogar feindlich, jedoch als Ausbeutungsopfer betrachtet werden.

    Die laufenden Skandale, bei denen ausländische Stiftungen mit Hilfe der Justiz gekapert und geplündert werden sind die besten Beispiele. Aufgrund des Korpsgeistes haben manche beteiligten Treuhänder, Staatsanwälte und Richter keine Skrupel, Recht und Gesetz zu brechen. In ihren Augen gehört sich dies innerhalb der Gruppe so. Das Gleiche gilt selbst für die Liechtensteinische Landesbank LLB, die das Bankgeheimnis und den Datenschutz bricht, um einen Treuhänder, Martin Batliner, zu unterstützten. Und für Staatsanwälte, die dies mittragen.

    Liechtenstein ist kein Rechtsstaat (allein schon deswegen, weil eine Monarchie per Definition kein Rechtsstaat sein kann), jeder Ausländer, der sich mit einem Treuhänder und/oder einer Bank einlassen möchte muss wissen, dass er dem Korpsgeist ausgeliefert ist und Recht und Gesetz scheinbar überhaupt keine Geltung haben.

    Es gibt jedoch auch in Liechtenstein aufrichtige, unerschrockene und mutige Politiker*innen und Richter*innen, die ethisch zuverlässig sind, dem äusseren Druck standhalten und sich nicht in korrupte Netzwerke verwickeln lassen. Deren Aufrichtigkeit in einem grundsätzlich korrupten System ist bewundernswert.

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  14. Abschied von Europas letztem Geld-Paradies
    Abschied von Europas letztem Geld-Paradies sagte:

    In WELT in dem Artikel Abschied von Europas letztem Geld-Paradies vom 22.04.2024 heisst es:

    «Laut europäischem Expertengremium Moneyval Liechtenstein … existierten noch Defizite bei Untersuchungen „raffinierterer Methoden der Geldwäsche, die möglicherweise komplexere Strukturen in Liechtenstein nutzen“.»

    «Solche Fälle ziehen das Versprechen maximaler Sicherheit in Zweifel. Seit vielen Jahren prozessiertdie in Südtirol geborene Witwe des Schnaps-Unternehmers Luis Bacardi, weil ihr und ihrer Tochterangeblich der Zugriff auf in Liechtenstein gebunkertes Vermögen verwehrt wird.»

    «Auch um das Erbe des bayrischen Bauunternehmers Hermann Hartlaub tobt ein Streit. SchweizerMedien berichteten zudem von der angeblich verbreiteten Praxis des „Dekantierens“, über die sichvom Stifter ermächtigte Treuhänder auf Kosten der eigentlich Begünstigten bereichern sollen.»

    «Dass eineTreuhandgesellschaft dennoch auf der schwarzen Liste der zuständigen US-Behörde OFAC landete,bezeichnet die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht in ihrem Jahresbericht als „typisches Reputationsrisiko“ eines Sektors, den sie trotz aller Reformen weniger eng überwachen könne als Banken und Versicherungen.»

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus251034324/Geld-Abschied-von-Europas-letztem-Geld-Paradies.html

    Antworten
  15. Jens P.
    Jens P. sagte:

    Das liest sich wie ein Krimi. Wenn nicht so seriöse Zeitungen wie die SZ, Welt, Capital, NZZ usw. gleichlautend über die Machenschaften in Liechtenstein berichtet hätten, würde man es für eine Verschwörungstheorie halten. Aber es ist real und das «kriminelle System», wie die Welt zuletzt schrieb, scheint tatsächlich in Liechtenstein Realität zu sein. Unfassbar!

    Antworten
  16. Make Liechtenstein lawful again!
    Make Liechtenstein lawful again! sagte:

    There are countless press articles about Liechtenstein being corrupt and having a criminal system.
    Make Liechtenstein lawful again!

    Antworten
  17. Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden
    Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden sagte:

    Das Private Banking Magazin schreibt «Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden»

    «So mancher findiger Anleger hatte in der Vergangenheit sein Geld mittels einer Liechtensteiner Stiftung vor dem Fiskus versteckt. Für manchen gibt es nun ein bösen Erwachen, nicht wegen Datenlecks, sondern weil er von den anderen Stiftungsräten aus der Stiftung verbannt wird.» https://www.private-banking-magazin.de/fehler-bei-stiftungsstatuten-wie-stifter-in-liechtenstein-enteignet-werden-1420651842/

    Antworten
  18. Codex Treuhand AG
    Codex Treuhand AG sagte:

    In Liechtenstein werden nicht nur mithilfe gewisser Richter Stiftungsräte aus Trusts und Stiftungen abserviert. Nein, es werden sogar vom Stifter eingesetzte Begünstigte abserviert.

    Wie das funktioniert? Fragen Sie Thomas Wilhelm der Codex Treuhand AG in Triesen.

    Antworten
  19. Beo Bachter
    Beo Bachter sagte:

    Die zahlreichen Skandale, die an die Öffentlichkeit gekommen sind, sind nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt noch wesentlich mehr Skandale, die aber nicht so publik wurden. Das Image Liechtensteins als Finanzplatz ist erheblich beschädigt.

    Antworten
  20. Tobi
    Tobi sagte:

    In Liechtenstein werden immer wieder Stifter, die von ihnen eingesetzten Stiftungsverwalter und die Begünstigten nach Strich und Faden von liechtensteiner Treuhändern und der liechtensteiner Justiz verarscht.

    Antworten
  21. James Bond
    James Bond sagte:

    Liechtenstein – das Disneyland für Finanzjongleure und die Heimat eines kriminellen Systems, das so raffiniert ist, dass selbst James Bond neidisch wäre. Hier laufen untreue Treuhänder, korrupte Richter und kreative Staatsanwälte Hand in Hand durch ein Netz aus Stiftungen, die schneller gekapert und geplündert werden, als man „Vermögensschutz“ sagen kann.

    Der Trick? Ganz einfach: Erst wird eine Stiftung mit vielversprechendem Namen gegründet – nennen wir sie mal „Sichere Zukunft AG“. Dann kommen die Treuhänder ins Spiel, die sich mit dem Geld vertrauter machen, als es der eigentliche Besitzer je sein durfte. Sobald genug Millionen geparkt sind, startet die große Kaperfahrt – und plötzlich gehört die Stiftung nicht mehr dem ursprünglichen Gründer, sondern einem Netzwerk aus Anwälten, Richtern und alten Schulfreunden aus Vaduz.

    Falls jemand protestiert? Keine Sorge – der zuständige Staatsanwalt ist zufällig auf einer längeren Kaffeepause, und das Gericht entscheidet blitzschnell, dass „alles seine Ordnung hat“. Ein paar Unterschriften später und das Vermögen hat eine neue Heimat – weit weg von Liechtenstein, versteht sich.

    Und das Beste? Offiziell ist natürlich alles „gesetzeskonform“. Schließlich ist das wahre Kapital des Fürstentums nicht nur Geld, sondern auch die Kunst, Regeln so zu schreiben, dass sie sich im richtigen Moment in Luft auflösen.

    Antworten
  22. Birthday Boy
    Birthday Boy sagte:

    Ich wünsche dem Geburtstagskind, dass sein Land nicht von den Amis zerdrückt wird wie eine Mücke. Wegen etwaiger sanktionierter Russengelder. Trump ist ja nicht so zimperlich.

    Antworten

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