Was ist nur aus einem ehrbaren Beruf geworden?

Zunächst die Packungsbeilage: natürlich gibt es auch in Liechtenstein anständige, seriöse und ihrem Beruf sowie Namen alle Ehre machenden Treuhänder. Wie viele der rund 130 Amtsträger darunter fallen – schwer zu schätzen.

Aber was treibt denn eigentlich die anderen an, die Untreuhänder? Ihre Motivlage ist völlig klar: Gier. Geldgier. Reine, nackte Geldgier. Das typische Problem, die Versuchung von Bediensteten. Die sehen, wie es sich Herren gutgehen lassen, während sie selbst am Katzentisch sitzen und das Gefühl haben, sie bekämen nur Brosamen von der reich gedeckten Tafel.

Da hat einer eine Million oder auch 100 Millionen. Dass er die über Jahrzehnte erwirtschaftet hat, Risiken einging, schlaflose Nächte hatte, unzählige Probleme löste, sicherlich auch ein Quentchen Glück dazu beitrug, was soll’s, sagt sich der Untreuhänder. Wieso hat der und ich nicht? Wieso nur 100’000 im Jahr für die Verwaltung kassieren, wieso nicht 100’000 im Monat? Oder als Startkapital mal 1 Million abzweigen? Das merkt einer, der 100 davon hat, doch gar nicht.

Solche Gedanken pflastern den Weg in den moralischen Abgrund eines Untreuhänders. Ihn zeichnet auch aus, dass er kein Innehalten kennt. Geldgier ist eine Sucht, die keine Grenzen kennt. Es ist nie genug, es muss immer und immer mehr sein. Bis der Geldtopf leer ist.

Aber damit diese Untreuhänder so schalten und walten können, braucht es noch mehr. Denn normalerweise passiert etwas, wenn jemand nicht mehr zwischen meins und deins unterscheiden kann. Spätestens, wenn der Bestohlene die dafür zuständigen Behörden anruft. Denn in einer zivilisierten, regelbasierten Gesellschaft werden Regelverstösse geahndet. Sanktioniert.

Da kann der Bestohlene sich damit trösten, dass Polizei, Staatsanwaltschaft, das Gericht dafür sorgen wird, dass eine Regelverletzung geheilt wird. Der Bestohlene sein Eigentum zurückerhält, der Dieb Schadenersatz leisten muss, und damit er’s nicht nochmal tut, wird er auch noch bestraft.

Wer zum Beispiel in Deutschland Steuern in einem Betrag von über 100’000 Euro hinterzieht und dabei erwischt wird, muss nicht nur Nach- und Strafsteuern zahlen. Er wandert auch ins Gefängnis. Wenn in Liechtenstein ein Untreuhänder 100’000 Franken verschwinden lässt, dann passiert ihm normalerweise – nichts.

Wendet der Bestohlene sich mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft, teilt die ihm mit, dass ohne ausreichenden Anfangsverdacht leider keine Ermittlungen begonnen werden können. Aber es gäbe ja noch den Zivilweg, also eine Klage vor dem Zivilgericht. Wählt der Bestohlene diesen Weg, dann verröchelt er normalerweise im Instanzenzug. Sein Fall wird verzögert, ein Urteil auf den Sankt Nimmerleinstag verlegt.

Ergeht es dennoch in ferner Zukunft, dann werden normalerweise die Ansprüche des Bestohlenen abgeschmettert. Wo käme man im kleinen Liechtenstein hin, wo alles wenn nicht verwandt und verschwägert, so doch bekannt und verwickelt ist, wenn ein Richter einen Untreuhänder verurteilen würde. Denn aus Richtern werden Treuhänder, aus Treuhändern Richter, das schafft Nähe und Verständnis.

Nun könnte der Fürscht, denn Liechtenstein ist unter einer dünnen Firnisschicht ein absolutistischer Staat mit einem obersten Herrscher, ein Machtwort sprechen. Er könnte in Sorge um Ruf und Ansehen des Finanzplatzes Liechtenstein dafür sorgen, dass die schwarzen Schafe unter den Treuhändern aussortiert würden. Da die gesamte Zahl von Treuhändern schon überschaubar ist, wäre das eine auf jeden Fall noch überschaubarere Zahl. Ein, zwei Mal ein Exempel statuieren, die Übeltäter ein Weilchen im Verliess schmoren lassen – und schon wären Nachahmer abgeschreckt.

Es wäre so einfach. Der Untreuhänder wird untreu, weil die Versuchung da ist. Vor allem aber, weil er weiss, dass er sich schon selten blöd anstellen muss, damit er Sanktion und Strafe riskiert. Wüsste der Untreuhänder, dass man ihm kräftig auf die Finger klopft, sollte er sie in den Geldtopf einer von ihm verwalteten Stiftung stecken, dann liesse er das sein.

Woraus sich eine einfache Frage ergibt: wieso tut das der Fürscht, der regierende Kronprinz nicht?

52 Kommentare
  1. Konrad Huber
    Konrad Huber sagte:

    Seien wir doch einmal ehrlich: würde es der Treuhandkammer, der Landesregierung und dem Fürsten wirklich darum gehen, saubere Verhältnisse in Liechtenstein zu haben, dann würden sie doch diese Internetseite unterstützen, um alles dafür zu tun, einen sauberen und zuverlässigen Finanzstandort zu fördern und unsaubere Machenschaften, sei es bei Treuhändern, Richtern oder Staatsanwälten, aufzudecken und zu sanktionieren.

    Und was tun sie? Sie versuchen, diese Internetseite zu bekämpfen, damit die unsauberen Machenschaften verheimlicht werden. Das spricht Bände.

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  2. FL-Kenner
    FL-Kenner sagte:

    Dass im Fürstentum Liechtenstein bestimmte Treuhänder, bestimmte Staatsanwälte und bestimmte Richter kollusiv zusammenwirken und zusammen kriminelle Machenschaften zu Lasten von Trusts und Stiftungen ermöglichen und protegieren, ist inzwischen Allgemeinwissen. Und die Liechtensteiner Rechtsanwälte verdienen an den Spielchen noch kräftig mit und erzählen ihren Mandanten das Lügenmärchen vom ‚bedauerlichen Einzelfall‘.

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  3. Rechtsanwalt aus Deutschland
    Rechtsanwalt aus Deutschland sagte:

    Nicht dieser Blog schädigt das Ansehen von Treuhändern, Staatsanwälten, Richtern und anderen Akteuren, insbesondere in einem so kleinen Land wie Liechtenstein, wo das Vertrauen in Institutionen und den Finanzsektor von großer Bedeutung ist.

    Es ist das vielmehr das Verhalten der untreuen Treuhänder, befangenen Staatsanwälte, parteiischen Richter sowie anderen Akteuren selbst, die dem Ansehen des Landes durch unredliches und teilweise kriminelles Verhalten großen Schaden zufügen.

    Anhaltendes unredliches Verhalten führt zu anhaltender Berichterstattung über unredliches Verhalten.

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  4. Observer
    Observer sagte:

    Wir beobachten die Geschehnisse in Liechtenstein mit großem Interesse.

    Fälle wie der des Bastille-Trust bei welchem Lady Monika Bacardi aus der Verwaltung des von ihrem verstorbenen Mann für sie und ihre Tochter errichteten Trusts abberufen wurde (Antragsteller: Mit-Trustverwalter und Liechtensteiner Rechtsanwalt Dr. Bernhard Lorenz der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser), weil sie einen Interessenkonflikt hätte, weil sie zugleich ihre eigenen Interessen und die Interessen ihrer minderjährigen Tochter vertreten hatte, wozu sie gesetzlich verpflichtet war (Fürstliches Landgericht: Landrichter Mag. Rosenberger, Fürstliches Obergericht: 1.Senat unter dem Senatsvorsitzenden Dr. Wilhelm Ungerank) verwundern. Dies umso mehr, als das kleine aber doch bedeutende Detail, dass die Tochter sobald sie volljährig war, die Handlungen ihrer Mutter genehmigt hatte. Der Antragsteller Dr. Bernhard Lorenz trug darauf vor, dass diese Genehmigung der Tochter nicht wirksam sein könne, weil sie erst wenige Tage volljährig sei. Das Fürstliche Landgericht wie das Obergericht gingen auf dieses kleine, aber entscheidende Detail der Genehmigung der Tochter nicht einmal ein und beriefen Lady Monika Bacardi ungeachtet dessen ab.

    Das überrascht und verwundert.

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  5. Honi soit qui mal y pense
    Honi soit qui mal y pense sagte:

    In dem Rechtsstreit der vorerwähnten Sache führt Richter am Fürstlichen Landgericht Mg. Stefan Rosenberger in seinem Beschluss vom 20. Januar 2022 wörtlich aus:

    «Mit Schriftsatz vom 18.12.2019 (ON x) regte RA Dr. Bernhard Lorenz LL.M. „in seiner Eigenschaft als Treuhänder des xxx xxxxxxxx Trust» an, das Fürstliche Landgericht als Aufsichsgericht wolle von Amts wegen u.a. RA Dr. xxxxxxxxx
    xxxxxxxxxx und xxxx xxxxxxx für ein weiteres Jahr zu Treuhändern des The Bastille Trust bestellen und dazu einen Amtsbefehl erlassen und die Genannten bis vier Wochen nach rechtskräfigem Abschluss des aufgrund
    dieser Mitteilung allenfalls eingeleiteten Aussersteitverfahrens zu einstweiligen zusätzliche Treuhändern des xxx xxxxxxxx Trust, in eventu zu Treuüberwachern, bestellen.

    Noch am selben Tag erliess das Erstgericht einen Beschluss (ON x), mit welchem es Folgendes aussprach:
    „Die Treuhänder Dr. xxxxxxxxx xxxxx xxxxxxxxxx und xxxx xxxxxxx sind auch nach dem 31.12.2019 bis auf weiteres Treuhänder des xxxxxxxx Trust.»

    Es ist bemerkenswert, dass der Richter am Fürstlichen Landgericht Mag. Stefan Rosenberger einen Antrag von Rechtsanwalt Dr. Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorernt Nesensohn Rabanser) ins einer Eigenschaft als Treuhänder des xxxxxxxx Trust AM SELBEN TAG, verbeschieden hat. AM SELBEN TAG, an welchem der Antrag von Rechtsanwalt Lorenz, dem Mit-Trustverwalter von Monika Bacardi und Antragsteller ihrer Abberufung den Antrag gestellt hatte.
    AM SELBEN TAG…

    Meint man in Liechtenstein, man würde so etwas nicht merken?

    Honi soit qui mal y pense

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  6. Abberufener Stiftungsrat aus Deutschland
    Abberufener Stiftungsrat aus Deutschland sagte:

    Ich verfolge diesen Blog sehr interessiert, denn auch ich wurde als Stiftungsratsmitglied einer liechtensteinischen Stiftung mit einem ’seltsamen‘ Beschluss abberufen. Man beachte die doch sehr beeindruckende Zeitschiene:

    07.04.2021:
    Antrag auf Abberufung gestellt durch Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Rabanser (Kanzlei Lorenz-Nesensohn-Rabanser).

    08.04.2021, also innerhalb von 24 Stunden:
    Abberufung durch Richter am Fürstlichen Landgericht Stefan Rosenberger – 24seitiger Beschluss.

    Innerhalb von nur 24 Stunden (!) hat Richter Rosenberger somit einen 24seitigen Beschluss verfasst. Das ist schon erstaunlich. Als ob er den Antrag schon früher gekannt hätte.

    Bestätigung des Antrags erwartungsgemäß durch Obergericht Richter Dr. Ungerank, Konrad Lanser, Linn Berger.
    07 HG.2021.24

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    • Checker
      Checker sagte:

      07.04.2021 Antragstellung durch RA Wolfgang Rabanser der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser
      08.04.2021 Am nächsten Tag 24seitiger stattgebender Beschluss von Landrichter Mag. Stefan Rosenberger

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    • Hermann, Frankfurt a. M.
      Hermann, Frankfurt a. M. sagte:

      Erinnert an Amazon Prime, da zahlt man jedes Jahr eine Gebühr, dafür bekommt man am nächsten Tag das geliefert, was man bestellt hat.

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    • Checker
      Checker sagte:

      28.12.2021 Abberufungantrag durch RA Wolfgang Rabanser der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser eingereicht bei Landrichter Mag. Stefan Rosenberger
      Bis heute, also seit mehr als 2 Jahren und 9 Monaten noch nicht entschieden

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    • Simply the best
      Simply the best sagte:

      Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen allen anderen Treuhändern, was man in Liechtenstein als Treuhänder machen kann:

      1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75.000 Franken pro Monat pro Person.

      2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es tatsächlich wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen,, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informationsrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.

      3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.

      Und als Kriegskasse nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.

      Wenn die beiden damit durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen – das ist ein Meisterwerk!

      So geht Treuhänder in Liechtenstein!

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  7. Organisiertes, kollusives Zusammenwirken
    Organisiertes, kollusives Zusammenwirken sagte:

    Noch einmal: Dass im Fürstentum Liechtenstein bestimmte Treuhänder, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Richter kollusiv zusammenwirken und zusammen kriminelle Machenschaften zu Lasten von Trusts und Stiftungen ermöglichen und protegieren, hört man an allen Ecken und Enden. So haben manche Rechtsanwälte sehr gute Beziehungen zu manchen Richtern.

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  8. Stefan Seltsam
    Stefan Seltsam sagte:

    Es ist unglaublich, da entscheidet derselbe Richter am Fürstlichen Landgericht Rosenberger:

    I) am selben Tag auf Antrag der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser zugunsten von Liechtensteiner Treuhändern
    II) innerhalb von 24 Stunden auf Antrag der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser zulasten eines ausländischen Stiftungsrats und beruft den innerhalb von 24 Stunden mit einem 24-seiten langen Beschluss ab
    III) auf Antrag der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser in 2 Jahren und 9 Monaten noch nicht über die Abberufung der Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner

    Pro Liechtensteiner geht also am selben Tag oder innerhalb von 24 Stunden.
    Gegen Liechtensteiner dauert also mehr als 2 Jahre und 9 Monate.

    Und das soll nicht auffallen?

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    • Fritz the cat
      Fritz the cat sagte:

      Vielleicht legen die Rechtsanwälte der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser ihren Anträgen an Richter am Fürstlichen Landgericht Stefan Rosenberger die fertig vorformulierten Gerichtsentscheidungen gleich bei. So liessen sich jedenfalls die blitzschnellen Entscheidungen am selben Tag (!) oder innerhalb von 24 Stunden (!) erklären.

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  9. PRO und CONTRA
    PRO und CONTRA sagte:

    Wenn es PRO Liechtensteiner war, wurde ein Antrag einmal am selben Tag, ein Antrag am kommenden Tag entschieden.

    Wenn es GEGEN Liechtensteiner ist, dann wird der Antrag erst einmal 2 3/4 Jahre verzögert.

    Meinen die in Liechtenstein wirklich, dass das nicht auffällt, dass man das verheimlichen und vertuschen kann?

    Reden die ernsthaft noch von «Rechtssicherheit», Rechtsstaatlichkeit» oder «Recht und Gesetz» oder müssen die losbrüllen vor Lachen, wenn sie darüber reden?

    Antworten
  10. Rechtsanwalt
    Rechtsanwalt sagte:

    Na, da scheint die genannte Rechtsanwaltskanzlei aber ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu dem Richter zu haben, wenn sie einmal «same day delivery» und einmal «next day delivery» einer 24 Seiten langen Entscheidung erhält, das ist schon sehr aussergewöhnlich und sehr eindrücklich, so etwas habe ich in über zwanzig Berufsjahren noch nie gehört.

    Der Rechtsanwalt des Mandanten, der seit über 2 Jahren auf eine Entscheidung in erster Instanz wartet, hat offensichtlich nicht verstanden, wie es ortsüblich funktioniert…

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  11. Ronnie
    Ronnie sagte:

    Das ist eine riesen Sauerei, wenn der Richter auf Antrag der einen Rechtsanwaltskanzlei einmal am selben Tag und einmal am darauffolgenden Tag entscheidet und in einem anderen Fall nach 2 3/4 Jahren noch nicht entschieden hat.

    Meint man in Liechtenstein wirklich, so etwas kommt nicht ans Licht, so etwas kommt nicht an die Öffentlichkeit, so etwas kann man unter den Teppich kehren?

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  12. Joshua
    Joshua sagte:

    The fact that a judge at the Princely Court of Liechtenstein decides on the motions of a certain law firm in such a short time, exactly as requested by the law firm, is striking. When a similar motion, however, remains undecided for over two years, one cannot help but suspect corruption.

    It truly seems as though the judiciary in Liechtenstein is entirely corrupt.

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  13. Sumpf
    Sumpf sagte:

    Diese Willkür bei der Justiz, bei der gewisse Rechtsanwaltskanzleien sofort das bekommen, was sie wollen, sticht ins Auge. Entscheidungen am selben Tag oder am Tag nach Antragstellung, Während den anderen fällen über zwei Jahre eben keine Entscheidung gefällt wird. Offensichtlicher kann man nicht belegen, wie korrupt die Justiz in Liechtenstein ist. Liechtenstein ist ein riesiger Sumpf.

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  14. Vaduzer Marionettentheater
    Vaduzer Marionettentheater sagte:

    Die österreichischen Rechtsanwälte Lorenz Nesensohn Rabanser scheinen die Strippenzieher des österreichischen Richters am Landgericht R. und des Obergerichts unter dem österreichischen Vorsitzenden des 1. Senats U. zu sein.

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  15. Klartexter
    Klartexter sagte:

    Dass liechtensteinische Stiftungsräte Stiftungen systematisch kapern und plündern, ist inzwischen eine gesicherte Erkenntnis. Ermöglicht wird dies nur durch das kollusive Zusammenwirken mit korrupten Staatsanwälten und Richtern.

    Fürstenhaus, Landesregierung, Treuhandkammer, alle wissen dies, aber niemand unternimmt etwas dagegen. Zu viele Interessesnkonflikte, zu enge verwandschaftliche Beziehungen, zu viele politische Einflussnahmen. Man möchte sich mit niemandem anlegen, alle halten zusammen und die Beute bleibt ja im Ländle. Ausserdem wäre jeder aufgedeckte Skandal schlecht für die Reputation des Landes, welches ja als save heaven angepriesen wird. Das wäre schlecht für das Geschäft mit neuen Stiftungen, die in das Spinnennetz Liechtenstein gelockt werden sollen und dann ebenso gekapert und dekantiert werden können.

    Aussderdem sind die Opfer ja stets Ausländer, leben irgendwo im Ausland und haben lange Zeit die anderen Skandale nicht mitbekommen und haben dadurch nicht erkannt, dass dieses Kapern und Dekantieren systematisch erfolgt, also ein regelrechtes ausgeklügeltes System ist kriminellen Treuhändern, Rechtsanwälten und Richtern. Die Liechtensteiner Rechtsanwälte erzählen ihren Klienten das Märchen vom «bedauernswerten Einzelfall» und kassieren kräftig mit ab.

    Antworten
  16. Mafiöse Strukturen?
    Mafiöse Strukturen? sagte:

    Wenn man das so liest, kommt einem das schlichtweg mafiös vor, erscheinen das richtiggehende mafiöse Strukturen zu sein.

    Antworten
  17. Christoph
    Christoph sagte:

    Da im Ländle Jeder mit Jedem verwandt oder verschwägert oder verheiratet ist, werden immer alle zusammenhalten wie Pech und Schwefel und wird nie Jemand einen Anderen vernadern. Das ist eine geschlossene Gesellschaft. Und wenn Einer etwas erbeutet von einem Ausländer, der so naiv war und gemeint hat, in Liechtenstein sei sein Vermögen sicher, dann wird das im Ländle unters Volk gebracht. Dass derjenige deswegen verurteilt wird, ist unwahrscheinlich, da die zuständigen Richter schon so programmiert wurden, dass Recht das ist, was den Liechtensteinern dient. Die Richter werden sehr viel besser bezahlt als in Österreich, müssen aber dafür ihren Anstand an der Grenze ablegen und nach Liechtensteinischen Recht entscheiden, also stets zugunsten der Liechtensteiner.

    Antworten
  18. Leon (Anwalt)
    Leon (Anwalt) sagte:

    Bin selber Anwalt. Also wenn derselbe Richter wie oben dargestellt, einmal auf Antrag der Rechtsanwaltskanlzlei am selben Tag (wo gibt’s denn sowas?) für die Liechtensteiner Stiftungsräte entscheidet, einmal auf Antrag derselben Rechtsanwaltskanzlei am darauffolgenden Tag (wo gibt’s denn sowas?) gegen einen ausländischen Stiftungsrat, noch dazu mit einer 24-seitigen Entscheidung, dann staunt man schon über so blitzschnelle Entscheidungen. So etwas habe ich noch nie gehört.

    Und wenn der Richter dann einen Abberufungsantrage gegen zwei Liechtensteinische Stiftungsräte über 2 Jahre verzögert und verschleppt (wo gibt’s denn sowas), dann habe ich so eine Verfahrensdauer auch noch nie gehört.

    Der Richter ist als Weltmeister im Blitzentscheiden auf Antrag derselben Rechtsanwaltskanzlei. Und zugleich Weltmeister im Verzögern und Verschleppen von Verfahren. Doppelweltmeister eben.

    Und das soll nicht bis zum Himmel stinken?

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  19. Rechtsstaat ist etwas anderes
    Rechtsstaat ist etwas anderes sagte:

    Ich habe die Kommentare oben gelesen, wonach der gleiche Richter auf Antrag der gleichen Rechtsanwälte PRO Liechtensteinern am selben Tag oder innerhalb von 24 Stunden entschieden hat und in einem Abberufungsverfahren GEGEN zwei liechtensteiner Treuhänder den Antrag seit 2 1/2 Jahren oder länger verzögert, verschleppt. Das ist extrem krass!

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    • Tobi
      Tobi sagte:

      Stellungnahme des Fürstlichen Justizministeriums:

      Das Gerücht, dass das Liechtensteinische Justizministerium erwägt, der Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser Briefköpfe des Landgerichts und des Obergerichts zu übergeben, damit die Kanzlei die Gerichtsentscheidungen der Einfachheit selber formulieren und gleich ausdrucken kann, trifft nicht zu. Dieser Vorschlag wurde nach eingehender Diskussion aus Gründen des Rechtsscheins verworfen.

      Ebenso trifft das Gerücht nicht zu, dass Richter X am Landgericht sowie Richter des 1. Senats am Obergericht halbtags für die Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser tätig sind und bei dieser auf der Lohnliste stehen.

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    • Fred vom Jupiter
      Fred vom Jupiter sagte:

      Hahaha, der Richter entscheidet für seine Lieblingskalnzlei einmal am selben Tag, einmal am folgenden Tag und dann im nächsten Fall nicht? Cool, gleiches Recht für alle auf Liechtensteinisch. LOL

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  20. FL-Observer
    FL-Observer sagte:

    Schwere Wirtschaftskriminalität wie das Kapern und Dakantieren, also Ausbeuten und Plündern anvertrauter Vermögenswerte wie Stiftungen durch kriminelle Treuhänder haben in Liechtenstein System. Ohne Kollaboration zuständiger Richter sowie Staatsanwälte wäre dieses System nicht möglich. Das System ist dem Fürst und der Landesregierung seit Jahren bekannt, es ist befremdlich und irritierend, dass dennoch nichts dagegen unternommen wird.

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  21. Benny and the jets
    Benny and the jets sagte:

    LOL
    Der gleiche Richter entscheidt einmal auf Antrag einer Rechtsanwaltskanzlei am selben Tag (!), dass Liechtensteiner Stiftungsräte bleiben.
    Dann entscheidt der gleiche Richter auf Antrag derselben Rechtsanwaltskanzlei am nächsten Tag (!) mit einem 24-seitigen Beschluss (!), dass ein ausländischer Stiftungsrat abberufen wird.
    Dann entscheidet er in dem nächste Fall, in dem beantragt ist, die Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner abzuberufen einfach mal zweieinhalb Jahre nicht.
    Und das soll nicht auffallen, dass das geschoben ist?

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  22. Nachtwächter
    Nachtwächter sagte:

    Das ist wirklich kaum zu glauben:

    Da bekommt die gleiche Kanzlei vom selben Richter einmal die gewünschte Entscheidung am selben Tag der Antragstellung, einmal vom selben Richter am Tag nach Antragstellung und das mit sogar einer 24-seitigen Entscheidung. Und bei dem selben Richter dauert dessen Entscheidung in einem anderen Fall 2 3/4 Jahre. Und das soll dann gleiches Recht für alle sein? Das ist so ein Geschiebe in Liechtenstein. Und der Monarch weiß das und schaut zufrieden zu, wie vor seinen Augen das Recht gebeugt wird. Aber in Liechtenstein wird eben niemand vernadert.

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  23. Anwalt aus Österreich
    Anwalt aus Österreich sagte:

    Ich kann die Erfahrungen von den andere Betroffenen, die hier schreiben, nur bestätigen. Wenn liechtensteinische Treuhänder sich an fremden Stiftungsvermögen unrechtmäßig bereichern und Strafanzeige wegen Untreue erstattet wird, wird diese regelmäßig von der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft eingestellt. Die häufig österreichischen Staatsanwälte (m/w) fühlen sich offenbar ihrem Arbeitgeber, also dem Land Liechtenstein und somit dem liechtensteinischen Volk verpflichtet, diese vor strafrechtlichen Vorwürfen zu beschützen. Und liechtensteiner Staatsanwälte (m/w) können doch nicht gegen einen Einheimischen vorgehen, dem oder der sie die nächsten Jahrzehnte täglich in dem kleinen Land begegnen. Dagegen spricht dann der Chorgeist, das Zusammenhalten in dem kleinen Land. Meiner Ansicht nach ist das, was bei der Staatsanwaltschaft in Liechtenstein passiert, in vielen Fällen strafrechtlich relevante Strafvereitelung.

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  24. Robert F.
    Robert F. sagte:

    Wenn man das hier liest, so erhält man den Eindruck, dass in Liechtenstein ganz klar mafiöse Strukturen herrschen. Und das mit Duldung des absolutistisch regierenden Fürsten.

    Antworten
  25. Ex-Rechtsanwalt im FL
    Ex-Rechtsanwalt im FL sagte:

    Die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein ist ein systemisches Problem, sie betrifft die gesamte Struktur des Finanzplatzes Liechtenstein, nicht nur einzelne Teile davon. Treuhänder, die sich aus ihnen anvertrauten Vermögen bereichern, Staatsanwälte, die dies nicht verfolgen, Richter, die dies protegieren, eine Landesregierung und letztlich der Fürst, die nichts dagegen unternehmen. Ein eingespieltes System.

    Antworten
  26. Äusserst seltsam!
    Äusserst seltsam! sagte:

    Das, was in den Medien über Liechtenstein berichtet wird, ist erschreckend. Scheinbar ist dort niemandem an Recht und Gesetzmäßigkeit gelegen, sondern geht es nur darum, wie man am besten an fremdes Geld kommt, wobei scheinbar alle zusammen helfen.

    Antworten
  27. Blick von Deutschland
    Blick von Deutschland sagte:

    Wir beobachten die Gerschehnisse im Fürstentum Liechtenstein seit einiger Zeit von einem deutschen Finanzplatz aus mit Interesse. Die nicht abreissen wollende Reihe von Medienberichten über die Treuhänder Mario Staggl, Harry Gstöhl, Bernhard Lorenz, Philipp Wanger, Martin Batiner, Norbert Seeger, Anton Wyss usw. an einem doch so kleinen Finanzplatz mit nur einer überschaubaren Anzahl von Treuhändern lässt erhebliche Zweifel aufkommen, ob eine angemessene Aufsicht in Liechtenstein überhaupt gewollt ist, ob überhaupt von Seiten des Landes gewünscht wird, die Rechte der Betroffenen zu schützen. Es liegt wohl tatsächlich allein am Fürsten.

    Antworten
    • Frank M.
      Frank M. sagte:

      Liest man die Kommentare oben, so ist schon extrem auffallend, dass der gleiche Richter einmal am selben Tag entscheidet, einmal am nächsten Tag und einmal einfach mal 2 3/4 Jahre eben einfach nicht. Nämlich dann, wenn erLiechtensteiner Treuhänder protegieren will.

      Antworten
      • Insider
        Insider sagte:

        Die Schweizer Kanzlei Homburger empfiehlt ihren Mandanten für Abberufungsanträge gegen ausländische Stiftungsräte die Liechtensteiner Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser, offensichtlich weil diese Rechtsanwälte einen nennen wir es einmal ‚besonders guten Draht‘ zu Richter R. am Landgericht und den Richtern vom 1. Senat des Obergerichts haben. Mit der Kanzlei läuft ein Abberufungsantrag wie geschmiert.

        Antworten
        • Chris
          Chris sagte:

          Richter Rosenberger vom Landgericht wurde inzwischen versetzt und ist nicht mehr zustänidg für Stiftungssachen.
          Zeitenwende und Paradigmenwechsel bei der Fürstlichen Justiz – zumindest in in 1. Instanz am Landgericht?

          Antworten
  28. M., Berater aus Hessen
    M., Berater aus Hessen sagte:

    Die ständigen Medienberichte über Skandale und Korruption in Liechtenstein führen zu dem Image Liechtensteins als intransparent und nur vorgeblich kontrolliert und reguliert.

    Antworten
  29. Ex-Anwalt in Liechtenstein
    Ex-Anwalt in Liechtenstein sagte:

    Das Dekantieren von Stiftungen ist in Liechtenstein seit über zehn Jahren ein ernsthaftes Problem. Das, was an die Öffentlichkeit gelangt, ist nur die Spitze des Eisbergs. Es funktioniert auch nur aufgrund eines Zusammenspiels krimineller Treuhänder mit bestimmten Richtern und Staatsanwälten. Ich bin froh, damit nichts mehr zu tun haben zu müssen.

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