Eigentlich ist die Liechtensteinische Treuhandkammer ein getreues Abbild der Liechtensteiner Treuhänder.
Wir wollen uns keineswegs über ihre hehren Ziele lustig machen:
«Ihr obliegen die Wahrung der Ehre, des Ansehens und der Rechte wie auch die Überwachung der Pflichten des Treuhänderstandes.»
Alleine visuell überzeugen die sechs aktuellen Mitglieder des Vorstands. Allerdings können wir das Gruppenbild nicht verwenden, weil es mit einem Copyright bewehrt ist. Soviel Schutz der Privatsphäre muss dann schon sein. Unterstützt in ihrer ehrenvollen Tätigkeit wird die Treuhandkammer noch von einer Geschäftsführerin, einer juristischen Mitarbeiterin und einer Leiterin Administration. Womit der Männerüberschuss im Vorstand (5 gegen eine Frau) egalisiert wäre. Allerdings, wie es sich für traditionelle Veranstaltungen gehört, mit Frauen in untergeordneten Stellungen.
Leider, leider musste aber die Treuhandkammer, insbesondere ihr hochwohllöblicher Vorstand, vor Kurzem einen bitteren Abgang verzeichnen.
Die USA, übergriffig und imperialistisch wie sie sind, kamen doch tatsächlich auf die unverschämte Idee, den ehemaligen Vizepräsidenten der Treuhandkammer zu sanktionieren. Natürlich dementieren Anton Wyss und der mitsanktionierte Treuhänder Alexander Lins, jemals Geschäfte mit sanktionierten Russen unterhalten zu haben.
Das wäre doch ein Verstoss gegen nationale und sogar internationale Regeln – und sowas tut ein Liechtensteiner Treuhänder einfach nicht. Erst recht nicht, wenn er Vizepräsident der honorigen Treuhandkammer ist oder war. Nun haben allerdings Wyss und Lins ihre Lizenzen zurückgegeben und gehören nicht länger dem Stand der Liechtensteiner Treuhänder an. Was für ein bitterer und tiefer Fall.
Gut, dass zumindest der neue Präsident Dr. iur. Stefan Wenaweser über jeden Zweifel erhaben ist. So erwähnte das Liechtensteiner Vaterland seinen Namen schon 2018 wohlwollend:
«Die Liechtensteinische Treuhandkammer hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um den hohen Anforderungen an die Berufsausübung der Treuhänder weiterhin gerecht werden zu können.» Dazu gehörte die Installation einer Schlichtungskommission, die ganz hochkarätig bestellt wurde:
«Die Schlichtungskommission setzt sich zusammen aus S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Dr. Stefan Wenaweser und Roger Frick.»
Es ist allerdings nicht bekannt, ob sie sich jemals um ihr Mitglied Wenaweser kümmerte. Bedarf hätte bestanden. Denn der Treuhänder entwendete doch tatsächlich Gerichtsakten in einem Verfahren. Das macht nun gemeinhin ein Treuhänder eher nicht. Und tut er es, ist normalerweise seine Karriere als Treuhänder beendet.
Aber doch nicht in Liechtenstein. Schliesslich gab Wenawser die entwendeten Akten wieder zurück, also kein Grund zur Aufregung. Und nachtragend wollen wir auch nicht sein.
Schliesslich ist Dr. Wenaweser Partner bei Marxer & Partner, und das ist ja eigentlich das Liechtensteiner Justizministerium. Und dann hat Wenaweser auch beste Beziehungen zur Universität Liechtenstein. Er war auch mal Stv. Abgeordneter im fürstlichen Landtag. Gerne verfasst er auch Stellungnahmen zuhanden der Regierung des Fürstentums Liechtenstein mit vielen, vielen Seiten.
Alleine 125 Seiten umfasst die «Stellungnahme zum Vernehmlassungsbericht der Regierung betreffend das Gesetz über die Mindestbesteuerung grosser Unternehmensgruppen».
Eine solche Stütze der Gesellschaft ist geradezu dafür prädestiniert, die Liechtensteinische Treuhandkammer zu präsidieren.
Es könnte keinen besseren geben. wirklich wahr. Denn schliesslich soll doch wohl der Vorstand der Treuhandkammer einen repräsentativen Querschnitt der Liechtensteiner Treuhänder abbilden.
Alles andere wäre doch realitätsfremd.
Schliesslich: nur jemand, der den heissen Atem der Versuchung schon im Nacken spürte, kann emphatisch und verständig auf die kleinen oder grossen Gebrechen der Mitglieder der Treuhandkammer eingehen. Denn, leider, auch sie erliegen ab und an der Versuchung.
Das ist aber nur menschlich und trifft in Liechtenstein auf grösstes Verständnis von allen. Insbesondere von Mittreuhändern, fürstlicher Justiz und nicht zuletzt natürlich vom Fürsten selbst, sowie von seinem regierenden Sohn, der Durchlaucht.
All diese Organe und ihre Vertreter singen gerne im Chor: «Honi soit qui mal y pense». Das heisst nicht nur im Ländle: «Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.»
Das gilt selbstverständlich und in erster Linie für den Präsidenten der Liechtensteinischen Treuhandkammer, die für viel Geld diesen Blog hier einklagt. Weil er sie beleidigen und verunglimpfen soll.
Allerdings nur mit belegten und wahren Tatsachenbehauptungen, von denen man eigentlich nicht schlecht denken kann.chat




Der Vizepräsident der Treuhand Kammer Anton Wyss wurde erwischt, Transaktionen mit sanktionierten Russengeldern gefördert zu haben und wurde selbst von den USA sanktioniert. Und dann wählen die Treuhänder Stefan Wenaweser als Präsidenten, der Gerichtsakten aus dem Gericht gestohlen hat. Also entweder ist den Mitgliedern der Treuhänder Kammer gesetzeskonformes Verhalten ihrer Repräsentanten völlig gleichgültig oder aber sie haben keine Kandidaten, die sich rechtmässig verhalten.
Wir alle wissen, dass Roger Frick der einzige Treuhänder war, der sich gegen das System aufgelehnt und es angeprangert hat. Er war sehr aufrichtig. Und hat sich damit bei der „ehrenwerten Gesellschaft“ sehr unbeliebt gemacht hat. Jetzt ist er weg und die „ehrenwerte Gesellschaft“ tobt sich wieder ungebremst aus.
Ein Partner bei Marxer & Partner stiehlt Unterlagen aus Gerichtsakten und fliegt deswegen bei Marxer & Partner nicht raus? Und wird sogar noch zum Präsidenten der Treuhandkammer gewählt?
Was für eine Räuberhöhle!
Man nehme Gesetzesbrecher, mache diese zum Präsidenten und gebe vor, wie mustergültig man sei. Scheinheiliger geht es nicht mehr.
Ich werde jetzt übrigens auch Partner bei Marxer & Partner. Und dann werde ich auch in den Vorstand der Treuhand Kammer gewählt.
Bernie
Aufgrund einer Änderung ihres ursprünglichen Zwecks wurde die Liechtensteiner „Treuhandkammer“ umbenannt in „Handkammer“.
Jeder ist mit jedem verwandt oder verschwägert, niemand vernadert einen Kollegen, selbst wenn dieser kriminell ist. Sonst heisst es im Ländle «du gehörst nicht mehr zu uns». Also tut man so als wisse man von nichts und sieht weg. Das ist wie bei der Mafia. Omertà.
Wer sollte dennn ein Interesse daran haben, das kriminelle System in Liechtenstein zu ändern? Die Rechtsanwälte erklären ihren Mandanten, es handele sich um einen bedauernswerten Einzelfall, die Mandanten haben ihnen das geglaubt. Und ganz Liechtenstein hat von diesem System profítiert, denn es hat sehr viel erbeutetes Geld ins Land gebracht. Erst durch die Medien, so wie auch durch diesen Blog kam in letzter Zeit ans Tageslicht, dass es sich um ein perfides System handelt, dass Stiftungen und Trusts mit einem regelrechten System gekapert und geplündert werden. Das war ja früher nicht so allgemein bekannt wie es jetzt bekannt geworden ist. Jeder in Liechtenstein weiss es, keiner tut etwas dagegen, denn das ganze Land profitiert ja davon.
In Rechtsanwaltskreisen und bei den Banken zumindest in der Schweiz ist es längst allgemein bekannt, dass Liechtensteiner Stiftungen und Trusts regelmässig und mit System von Treuhändern geplündert werden.
Dass der Fürst bzw. Erbprinz nicht gegen die untreuen Treuhänder und gegen deren Komplizen in der Justiz vorgeht, ist bezeichnend.
Warum treu sein wenn man auch untreu ein „Treuhänder“ ist und die Grtichte, die Regierung und der Fürst ihre schützende Hand über einen untreuen „Treuhänder“ halten?
Roger Frick war aufrecht und unbestechlich. Nach ihm die Sintflut…
Mit Roger Frick ist auch der Anstand aus der Treuhandkammer ausgezogen. Er war tapfer und mutig, weil er es gewagt hat, die Missstände aufzuzeigen. Jetzt gibt es Gesetzesbrecher im Vorstand.
Mario Staggl
Harry Gstöhl in
Norbert Seeger
Bernhard Lorenz
Martin Batliner
Philipp Wanger
Thomas Wilhelm
Anton Wyss