Keinen Fettnapf auslassen, wenn’s was zu verdienen gibt.
Das ist die Devise der Treuhänderkaste in Liechtenstein. Am besten praktiziert von den Untreuhändern. Schon seit der Annexion der Krim durch Russland war eigentlich klar, dass Finanzhäuser mit der Aufbewahrung von Geldern reicher Russen Probleme mit den USA kriegen könnten.
Pah, sagten da viele Liechtensteiner Treuhänder, auch an russischen Vermögen lässt sich schliesslich gutes Geld verdienen. Dann kam die Invasion Russlands der Ukraine, und die USA (sowie die EU) begannen mit ihrem Sanktionsregime. Pah, sagten immer noch genügend Treuhänder, «no risk, no fun». Jetzt kann man ja an der Verwaltung von Russengeldern richtig Geld verdienen.
Dann fuhr der US-Blitz mal wieder ein. Wir sprechen hier wohlgemerkt nur von einzelnen schwarzen Schafen, und die sind halt schwarz, weil so ein Blitzschlag schon etwas die Oberfläche ankokelt.
Da gab es bis vor Kurzem die Audax Consulting Trust Establishment, LMG Lighthouse Trust Reg und die One Asset Management AG. Die üblichen Fantasienamen Liechtensteiner Geldmachfirmen. Mit den drei Unternehmen sind die Treuhänder Anton Wyss und Alexander Lins verbunden. Die wurden – natürlich sowohl überraschend wie unschuldig – vom US-Finanzministerium sanktioniert.
Und schwups, schon sind die zur Tätigkeit nötigen Bewilligungen der fürstlichen Finanzmarktaufsicht FMA erloschen. Und die Treuhänderbewilligung von Wyss sowie die «kleine Treuhänderbewilligung» von Lins sind ebenfalls weg. Alles im Übrigen völlig freiwillig.
Aber, blöd, damit verfügen die drei Firmen und die beiden Betroffenen können nun keine Finanzdienstleistungen für andere und damit in erster Linie für sich selbst erbringen. Zuvor waren das selbstverständlich ausschliesslich legale Geschäfte.
Wieso das US-Finanzministerium auf die Idee kommen konnte, hier sei Beihilfe zum Umgehen von Sanktionen geleistet worden, wird von den betroffenen vehement abgestritten. Mit dem für Liechtensteiner Treuhändern artentypischen treuehrlichen Augenaufschlag behaupten die beiden, dass sie sich bei den Kundenbeziehungen an alle gesetzlichen Vorschriften gehalten und höchste Sorgfaltsstandards angewendet hätten.
Ein bissl blöd ist schon, dass Anton Wyss auch noch bis Juni Vizepräsident der liechtensteinischen Treuhandkammer war. Also des hochwohllöblichen Vereins, der diesen Blog von einem sackteuren Zürcher Medienanwalt einklagen liess. Es ginge da um Ehrverletzung, Beschimpfung, Beleidigung, halt alles, was Ehrenmänner wie Wyss natürlich nicht auf sich sitzen lassen können.
«Einen Zusammenhang zwischen unseren Tätigkeiten und den aktuellen schrecklichen Ereignissen in der Ukraine zu konstruieren, ist irreführend», meinte Wyss in seiner Stellungnahme. Denn unschuldig ist schliesslich unschuldig, nicht wahr.
Ist ja auch eine Frechheit.
Aber Liechtensteiner Treuhänder neigen immer etwas zu Übertreibungen. So behaupten die beiden Schlingel in ihrer Stellungnahme, sie würden sich nun eilig mit den amerikanischen Behörden in Verbindung setzen, um die Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Bekanntlich ist das US-Finanzministerium immer gerne bereit, auf Wunsch solche Sanktionen sofort zurückzunehmen.
Am besten mit einer Einladung zur Inauguration des neuen US-Präsidenten verbunden, und «so sorry about that». Man muss schon sagen, die Chuzpe und Unverfrorenheit Liechtensteiner Treuhänder übertrifft so schnell keiner. Sie sind halt durch ihre eigene Justiz etwas verwöhnt. Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein fürstliches Gericht einen Liechtensteiner Treuhänder sanktionieren würde.
Nun ist aber Wyss ab 20. September gleich reihenweise von VR-Mandaten zurückgetreten. Artique Business Establishment, Bullys Establishment, CPT Holding, Casa Mia Properties, R.H. Capital AG, Regatta Holding, Snowdrop Capital, selbst die Foundation Light for Children muss nun ohne ihn auskommen. Insgesamt 20 VR-Mandate futsch. Aber sobald seine Unschuld erwiesen ist …




Würde die Liechtensteiner Treuhandkammer tatsächlich „die Ehre und das Ansehen des Treuhänderstandes wahren“, dann müsste sie zum einen Mitglieder wie Anton Wyss (vormaliger Vizepräsident) die auf die OFAC-Sanktionsliste kommen, rauswerfen – hat sie aber nicht. Und dürfte sie nicht Personen, die Dokumente aus Gerichtsakten gestohlen haben, wie Stefan Wenaweser, zu ihrem Präsidenten wählen – aber genau das hat sie getan. Die Liechtensteiner Treuhandkammer fördert daher bewusst Unrecht und Rechtsbruch. Und wer ist „die Treuhandkammer“? Das ist die Mehrheit der Treuhänder in Liechtenstein, die solche Personen wählt. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Treuhänder in Liechtenstein Unrecht und Rechtsbruch toleriert und fördert. Eine wahre Empfehlung für Liechtenstein.
Wer bei der Liechtensteiner, Treuhandkammer jetzt noch im Vorstand sitzt, macht sich doch schmutzig. Wie lautet das Sprichwort? Wer mit den Hunden ins Bett geht, braucht sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht.
Das mit Anton Wyss ist doch sicher nur die Spitze der Spitze des Eisbergs an in Liechtenstein verwalteten Russengeldern. Die sind eben mit einem Feigenblatt verschleiert und kommen natürlich nicht direkt aus Russland, sondern z.B. aus Zypern, der Schweiz, den VAE (insb. Dubai), den Cayman Islands, Malta usw.
Natürlich wird in Liechtensteinischem so getan, als schaue man ganz genau hin. Aber würde man ganz genau hinschauen, so hätten insbesondere die LGT und die LLB nicht solche Zuwächse an verwalteten Geldern. Die USA suchen doch nur nach einer Möglichkeit, ganz genau bei der LGT und der LLB kontrollieren zu können.
Der Fisch stinkt vom Kopf.
In der Treuhandkammer und im Ländle.
Willkommen zurück, untreuhaender.li! Endlich eine Webseite, die sich traut, die Machenschaften mancher Treuhänder in Liechtenstein schonungslos aufzudecken und auch aufzeigt, wie diese von der liechtensteiner Justiz gedeckt werden.
In Liechtenstein scheint die Treuhandkammer ja eine Organisation, ein Zusammenschluss von Leuten zu sein, die zu ihren Repräsentanten Rechtsbrecher wählen. Das ist schon sehr bezeichnend.
Die US-Sanktionen sollen verhindern, dass russische Gelder den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine finanzieren.
Dass Liechtensteiner Treuhänder gegen diese US-Sanktionen verstossen bedeutet, dass Liechtensteiner Treuhänder den Angriffskrieg unterstützt und gefördert haben. Und das als Vizepräsident der Treuhandkammer.
Liechtenstein sollte sich bei der Welt für das Verhalten ihres ehemaligen Vizepräsidenten ihrer Treuhandkammer entschuldigen.
Die USA sollten Liechtenstein endlich mal ganz genau unter die Lupe nehmen. Da kommen bestimmt noch sehr viel mehr sanktionierte Russengelder ans Tageslicht. So vielleicht u.a. bei der LGT-Bank des Fürsten.
Als ob dieser Blog, das nicht schon geahnt hätte:
https://untreuhaender.li/2024/05/28/russengelder-lernfaehigkeit/
Kein Rechtsanwalt und keine Bank kann bei dem heutigen Wissensstand noch eine Struktur in Liechtenstein empfehlen oder bei der Errichtung einer Struktur in Liechtenstein behilflich sein, ohne ein erhebliches Haftungsrisiko einzugehen.
Heiliger Strohsack, der Vizepräsident der Treuhänder Kammer hilft Russengelder zu transferieren und kommt auf die OFAC-Liste, der Präsident der Treuhänder Kammer stiehlt Unterlagen aus Gerichtsakten. Und da sollen die Liechtensteiner Treuhänder vertrauenswürdig und Liechtenstein keine Räuberhöhle sein??? 🤣
Dass der ehemalige Vizepräsident der Treuhandkammer Anton Wyss ein Gesetzesbrecher ist, Konnten die Treuhänder bei dessen Wahl noch nicht wissen. Dass der neugewählte Präsident der Treuhandkammer Ein Gesetzesbrecher ist wussten alle Treuhänder bei dessen Wahl. Damit hat die Treuhänderkammer nicht nur ein schwarzes Schaf, sondern sehr viele schwarze Schafe. Aber wen juckt das in Liechtenstein schon?
Dieser Blog war sehr vorausschauend!
https://untreuhaender.li/2024/01/27/treuhaender-als-sanktionsbrecher/
Die Treuhandkammer mit einem Präsidenten, der Dokumente aus Gerichtsakten gestohlen hat – so etwas gibt es nur in einem schlechten Groschenroman… oder aber tatsächlich in Liechtenstein.
Liechtenstein sollte man am besten weiträumig umfahren.
… das Office of Foreign Asset Control ist bald da…