Versteht einer die Liechtensteiner?
So wenig Einwohner, so viele Rätsel.
Zunächst: natürlich sind hier nicht alle knapp 40’000 Bewohner Liechtensteins gemeint. Also nicht alle 26’000 echten Liechtensteiner.
Die sind in ihrer überwiegenden Mehrheit aufrechte, seriöse, für ihren Lebensunterhalt arbeitende Menschen wie Du und ich. Wie jedermann.
Hier soll lediglich von all den Liechtensteinern die Rede sein, die im Finanzplatz in Lohn und Brot stehen oder sich selbst ein Auskommen verschaffen. Auch unter denen dürfte eine Mehrheit seriös sein. Die einfach auf eine etwas spezielle Art für ihren Lebensunterhalt arbeitet.
Das gilt insbesondere für die Mitarbeiter der Privatbank LGT. Denn es ist ja nicht alltäglich, dass man seinen Besitzer, seinen Verwaltungsrat und überhaupt jedes Mitglied der fürstlichen Familie mit Seine Durchlaucht anreden muss. Aber auch das kann man ja noch als putzige Besonderheit im Ländle durchgehen lassen.
Aber irgendwo beginnt dann bei einigen eine geheime Zone. Sozusagen ein Abgrund. Ein schwarzes Loch mitten in Moral und Ethik. unsichtbar natürlich, denn auch diese Mitwirkenden am Finanzplatz tragen feinen Zwirn, meistens Krawatte, häufig rahmengenähte Schuhe und wechseln jeden Tag das weisse Hemd.
Also äusserlich weist sie alles als anständige und nützliche Mitglieder der Gesellschaft aus. Aber was ist in ihrer Erziehung, in ihrer Ausbildung, in ihrer Menschwerdung schief gelaufen? Kann man da ein Ereignis herausgreifen, gibt es sozusagen ein Vorher und ein Nachher?
Ein Vorher, als auch diese Mitwirkenden am Finanzplatz zwischen mein und dein unterscheiden konnten. Wo sie einem Treugeber die Treue hielten und sich als anständiger Sachwalter seiner Absichten verstanden. Wo es ihnen darum ging, den ihnen erteilten Auftrag rechtschaffen entgegenzunehmen und zu erfüllen.
Wo sie wussten, dass sie selbstverständlich, trotz tiefer Religiosität, nicht für Gotteslohn arbeiteten, sich aber um Mass und Mitte bemühten, wenn es darum ging, Honorarnoten zu schreiben. Zudem war ihnen bewusst, dass selbst der umfangreichste Vertrag nicht alle Eventualitäten regeln kann. Es gibt immer wieder Ereignisse, die schlichtweg nicht vorgesehen waren. In solchen Fällen gilt dann unter anständigen Geschäftsleuten der einfache Grundsatz von Treu und Glauben. Der gesunde Menschenverstand, die Absicht, für alle Beteiligte, vor allem zum Beispiel für den Treugeber, eine verträgliche Lösung eines Problems oder Problemchens zu finden.
Was mag passiert sein, als einige von ihnen beschlossen, auf die dunkle Seite der Macht zu wechseln? Als sie anfingen, exorbitante Rechnungen zu stellen. Proteste damit niederzubügeln, dass es dann auch eine Anzeige beim jeweiligen Fiskus des Treugebers absetzen könnte, und das sei dann viel unangenehmer als ein wenig Geldabfluss an den Treuhänder.
Ist es jeweils reine Geldgier, wenn der Treuhänder sich nicht nur fürstlich für seine Arbeit bezahlen lässt, sondern direkt Gelder abzweigt, umschichtet, dekantiert, dem Zugriff des eigentlichen Besitzers entzieht?
In einigen Fällen weiss man, dass wie so häufig das Weib die Ursache war. Eine teure Gespielin mit Ansprüchen, die der Treuhänder beim besten Willen nicht aus eigenen Einkünften befriedigen konnte. Oder ein teures Hobby, das Ausgaben erforderte, die weit oberhalb von legalen Einnahmen lagen.
Oder auch schlichtweg Grossmannssucht, der Unterhalt eines eigenen Nachtclubs, ein luxuriöser Lebensstil, den man sich bei den Reichen abgeschaut hatte, obwohl man ja eigentlich nur am Katzentisch sitzen durfte. So ein Jetsetleben geht dann schnell ins Geld; alleine der Privatjet, auch wenn er nur gemietet ist. Die Limousine mit Chauffeur, das Luxushotel, die In-Places, gar das Casino, zum Beispiel in Monaco.
Natürlich kann jeder zum Verbrecher werden, einer Versuchung nicht widerstehen. Natürlich halten alle Gangster in Nadelstreifen eine Fassade der Wohlanständigkeit aufrecht.
Aber wie ist das Phänomen zu erklären, dass solche schwarzen Schafe in Liechtenstein dermassen zahlreich in der Herde der weissen Schafe mitlaufen?
Mag es daran liegen, dass die fürstliche Justiz alle Augen zudrückt, wenn es um einen der Ihren geht? Mag es daran liegen, dass ein Liechtensteiner Treuhänder, stellt er sich nicht allzu blöd an und greift zum Beispiel einfach direkt in die Kasse, gute Chancen hat, mit Diebstahl und Betrug und Täuschung davonzukommen?
Aber eines der grossen Geheimnisse der gottesfürchtigen und untertänigen Fürstenknechte in Liechtenstein bleibt: wie können sie sich morgens im Spiegel anschauen, ohne aus Scham tief zu erröten?
Hoffen sie dann auf mindestens fürstliche, am besten auch göttliche Nachsicht und Vergebung? Sehen sie sich als schwachen Sünder, der halt Versuchungen nachgab, damit aber gewiss nicht sein ewiges Seelenheil gefährdet? Können sie sich da so sicher sein?




So ist es eben, Gier frisst Hirn und manche Treuhänder meinen, sie würden nie genug bekommen, weil ja der Kollege Dr. Bernahrd Lorenz vom Bacardi-Trust noch mehr bekommt und das würde ihnen ja alles zustehen…
Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen allen anderen Treuhändern, wie man es in Liechtenstein als Treuhänder so richtig machen kann:
1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75.000 Franken pro Monat pro Person.
2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es tatsächlich wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen,, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informationsrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.
3. Sollte der absservierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.
4. Und solte der abservierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann initiiert man eben eine Strafanzeige gegen ihn.
Und als Kriegskasse fürt all diese Aktionen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.
Wenn die beiden damit durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen – das ist ein Meisterwerk!
Morgens in den Spiegel schauen ohne aus Scham zu erröten? Hey, wir sind doch die Stars der Liechtensteiner Treuhänder!
Wie wahr!! Hätte es nicht besser erklären können. Und alle stolzieren weiterhin ungeniert im Ländle herum da ihnen eh nichts passiert obwohl jeder weiss was sie verbrochen haben. Es ist schon schräg und traurig dass sowas möglich ist!!
Ob der Fürdst und der Erbprinz morgens in den Spiegel schauen können, ohne zu erröten?
Was? 75‘000 Stutz im Monat pro Kopf für zwei Stiftungsräte? Also 900‘000 Stutz im Jahr pro Kopf? Oder zusammen 1.8 Millionen Stutz im Jahr??? Und das winkt das Gericht in Liechtenstein durch???
Kann dann der Richter oder die Richterin, noch in den Spiegel schauen, ohne zu erröten???
Gier ist ein übermässiges Verlangen nach Besitz, Reichtum oder Macht, auf Kosten anderer oder ohne Rücksicht auf moralische oder ethische Prinzipien. Dies meine ich hier deutlich zu erkennen. Ist so etwas in Liechtenstein kein Interessenkonflikt?
Inzwischen ist ja allgemein bekannt, dass es ein System ist, dass ausländische Stiftungsräte vom Einzelrichter am Fürstlichen Landgericht mit den absurdesten Begründungen zeitnah abberufen werden und dass selbst die absurdesten Entscheidungen vom Fürstlichen Obergericht bestätigt werden. Dies gebietet der in Liechtenstein herrschende Chorgeist.
Die Liechtensteiner Stiftungsräte können sich dann ungehindert hemmungslos aus der von Ihnen übernommenen Stiftung bereichern. Über 600 Fr. Stundenlohn, 75‘000 Fr. pro Monat, knapp 1 Million Fr. pro Jahr.
Geht der abberufen Stiftungsrat und Begünstigte damit seinerseits mit einem Abberufungsantrag vor, so wird ihm gedroht, man werde ihm die Begünstigung entziehen, wenn er den Antrag nicht sofort zurücknehme. Dann entzieht man ihm dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht, so dass er die weiteren Machenschaften der Stiftungsräte nicht mehr sehen kann. Und dann beschliessen die Stiftungsräte, Ihm die Begünstigung ganz zu entziehen, so dass die Stiftungsräte dann noch behaupten, er sei nicht mehr Begünstigter und sei daher auch überhaupt nicht mehr antragsbefugt für das Abberufungsverfahren gegen die Stiftungsräte. Darlehen des Begünstigten an die Stiftung werden bestritten und deswegen nicht mehr bedient. Und dann initiieren die Stiftungsräte noch eine Strafanzeige gegen den Begünstigten wegen angeblicher Untreue und Geldwäscherei.
Klingt abenteuerlich, ist aber der aktuelle Fall der Hartlaub Stiftungsräten Philipp Wanger und Martin Batliner.
Das ist ja extrem und kommt mir vor wie organisierte Kriminalität. Man sollte darüber wohl Interpol informieren. Und auch die amerikanische Botschaft in Bern, die Amerikaner haben doch so Anti-Korruptionsgesetze, aufgrund derer sie weltweit zuständig sind. Die sollten sich solche Fälle in Liechtenstein einmal anschauen.
This seems to be a serious intrigue.The consequences of these cases for Liechtenstein’s trustworthiness might be significant.
Die Lieblingsorte von Al Capone…
https://www.schwarzeschafe.li/2019/04/01/der-perry-case/