Auch die Mafia spricht von bedauernswerten Einzelfällen.

Zunächst einmal: also eigentlich gibt es die Mafia gar nicht. Das sind alles bösartige Verleumdungen von unbescholtenen Italienern, denen man ihre Erfolge nicht gönnt. Die sind im Schweisse des Angesichts und durch eigener Hände Arbeit zu gelegentlich ansehnlichen Vermögen gekommen.

Aber der Film «Der Pate» und andere Machwerke haben dieses Narrativ in die Welt gesetzt, dass es eine ehrenwerte Gesellschaft gebe, die immer mal wieder Angebote macht, die man nicht ablehnen sollte. Bei der das Gesetz des Schweigens herrsche, und wo gelegentlich störende Mitmenschen zu den Fischen geschickt werden. Damit sie die ausgiebig betrachten können, sollen sie angeblich ihre Füsse in einem Betonklotz stecken haben.

Natürlich, auch unter Italienern gibt es Taugenichtse und sogar richtige Verbrecher. Aber das sind eben Einzelfälle, bedauerliche Verirrungen moralisch nicht gefestigter Zeitgenossen, die halt nicht zwischen meins und deins unterscheiden können und sich sogar mit brutaler Gewalt nehmen, was ihnen nicht gehört.

Aber dann gibt es so Schmierfinken wie Roberto Saviano, die doch tatsächlich behaupten, dass es eine organisierte Wirtschaftskriminalität geben solle, wo skrupellose und organisierte Gangster am Werk seien. Dass das nicht stimmen kann, lässt sich leicht beweisen: schliesslich lebt Saviano noch …

Auch hier handelt es sich in Wirklichkeit –wenn überhaupt – um Einzelfälle.

Bedauerlicherweise sieht sich auch das Fürstentum Liechtenstein gelegentlich solchen Verleumdungen ausgesetzt. Obwohl der Fürst, der herrschende Erbprinz, die ganze durchlauchtige Familie, die Regierung, das Parlament, die Gerichte, die Staatsanwaltschaft alles in ihrer Macht stehende tun, gibt es leider auch in Liechtenstein ab und an einen Treuhänder, der vom gottesfürchtigen richtigen Weg abgewichen ist.

Der hat dann in die Kasse gegriffen, hat Unterlagen gefälscht, Retrozessionen nicht weitergegeben, den Inhalt einer ihm anvertrauten Stiftung umgegossen. Oder er verweigert eigentlich Berechtigten jede Auskunft, beruft sich auf sein Anwaltsgeheimnis, behauptet, er wolle schon, aber er dürfe nicht, obwohl er natürlich nichts zu verbergen habe.

Das alles, Gott, Fürst und Vaterland sei’s geklagt, das alles gibt es in Liechtenstein. Aber das sind natürlich Einzelfälle. Vielleicht ein Dutzend in den letzten Jahren. Nun gut, vielleicht zwei Dutzend, so alles in allem. Und dann soll es noch eine ungeheuerliche Dunkelziffer geben, behaupten Schmierfinken, die das Ansehen des Ländle und vor allem seines Fürsten beschmutzen wollen.

Selbst wenn das so wäre, bei den unzähligen Treuhändern, die in Liechtenstein gottesfürchtig wirken, sind das halt die bedauerlichen Einzelfälle, die es überall gibt. Da von einem systemischen Problem zu sprechen, völlig aus der Luft gegriffen. Das kann nur ein nach Schlagzeilen und Aufmerksamkeit gierenden Schreiberling behaupten. Und wehe, wenn den Schmutzfink die Fürstenpolizei mal erwischt.

Wie bitte? Es soll nur etwas mehr als 130 Treuhänder insgesamt im Ländle geben? Da seien zehn Prozent Kriminelle doch etwas viel?

Eine unverschämte Verleumdung. Das kann gar nicht stimmen. Auch das ist leicht zu beweisen. Der Liechtensteiner Knast hat lediglich 12 Zellen. Also geht da gar nicht mehr …

15 Kommentare
  1. Christoph
    Christoph sagte:

    Zum Glück gibt es in Liechtenstein kein immer und immer wieder auftretendes kollusives Zusammenwirken von untreuen Treuhändern und einem Fürstlichen Landgericht, das mit den aberwitzigsten Begündungen ausländische Stiftungsräte abberuft und Liechtensteinische Treuhänder, selbst wenn diese massivste Interessenskonflikte haben, selbstverständlich schützt, was dann vom Fürstlichen Obergericht für rechtens abgesegnet werden würde. Wenn es dies geben würde, wäre das ja schlichtweg mafiös!

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  2. Die systematisch immer wieder auftretenden "bedauerlichen Einzelfälle" in Liechtenstein
    Die systematisch immer wieder auftretenden "bedauerlichen Einzelfälle" in Liechtenstein sagte:

    Bei dem aktuellen Skandal um die Hartlaub Stiftung, wurde ein ausländischer Stiftungsrat innerhalb von sieben Wochen vom Gericht mit der Begründung, er habe einen «blossen Anschein einer möglichen Interessenskollision» gehabt. abberufen. Bei dessen Antrag auf Abberufung der vom Gericht eingesetzten Treuhänder Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner, die sich 50’000 – 75’000 Fr. im Monat pro Person aus der Kasse der Stiftung nehmen, dem rausgeworfenen Stiftungsrat und Begünstigten dessen gesetzliches Informationsrecht entzogen haben und ihm dann schliesslich dessen Begünstigung entzogen haben, soll der gleiche Massstab «blosser Anschein einer möglichen Interessenskollision» jedoch nicht gelten, wobei das Gericht nicht innerhalb von sieben Wochen entschieden hat. sondern den Fall seit über zwei Jahren vor sich hindümpeln lässt. Einer der systematisch immer und immer wieder auftretenden «bedauerlichen Einzelfälle» in Liechtenstein.

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  3. Hermann
    Hermann sagte:

    Wie bitte? 50’000-75’000 pro Person pro Monat? Und dem Begünstigten dessen Recht auf Information entzogen? Und ihm dann noch die Begünstigung weggenommen? Und das soll kein Interessenskonflikt sein? Was bitte ist dann ein Interessenskonflikt? Wenn man sich 500’000-750’000 pro Person im Monat nimmt? 75’000 ist ein Jahresgehalt für die meisten Menschen, das meinen die im Monat aus der von ihnen verwalteten Stiftung nehmen zu dürfen? Geht’s noch?

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  4. Roberto Saviano
    Roberto Saviano sagte:

    In dem Artikel wird aufgedeckt, was in Liechtenstein immer als „bedauerlicher Einzelfall“ abgetan wird, in Wirklichkeit aber sehr häufig vorkommt und ganz klar System hat: ein perfides kollusives Zusammenwirken von FL-Treuhändern, den Gerichten im FL und der Staatsanwaltschaft im F. Stiftungen werden mit Hilfe der FL Justiz gekapert und anschließend „dekantiert“, also geplündert. Das Geld fliesst Liechtensteinern zu. Die Staatsanwaltschaft und der Fürst tun so, als wüssten Sie von nichts.

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  5. Ralph B.
    Ralph B. sagte:

    Wer heute noch denkt, dass die Fälle, in denen ausländische Stiftungsräte mit Hilfe der Gerichte in Liechtenstein rausgeworfen werden und die Liechtensteiner Stiftungsräte dann die gekaperten Stiftungen ausnehmen, «bedauerliche Einzelfälle» sind, kann offenbar nicht lesen und ist selten naiv. Das ist ein System im Ländle, das weiss inzwischen jeder.

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  6. Sophie Gier
    Sophie Gier sagte:

    Die beiden Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner haben mit ihrem Vorgehen,
    * sich 50.000-75.000 Fr. pro Monat pro Kopf aus der von ihnen verwalteten Stiftung zu genehmigen,
    * dem Begünstigten dessen Informationsrecht zu entziehen, damit er nicht mehr sehen kann, was die beiden tun, und
    * dann noch zu beschliessen, dem Begünstigten dessen Begünstigung wegzunehmen und zu behaupten, dessen Antrag auf Abberufung der beiden sei damit in sich zusammengefallen,
    den Rubikon so weit überschritten, dass sie damit dem Ansehen sämtlicher Liechtensteiner Treuhänder einen immensen Reputationsschaden zugefügt haben. Wenn so etwas zulässig sein sollte, wer auf dieser Welt sollte dann noch Liechtensteiner Treuhändern vertrauen?

    https://insideparadeplatz.ch/2024/03/07/justiz-nach-fuerstenart/

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  7. Der Martin Batliner vom "Perry-Fall"? Das sagt ChatGPT zum "Perry-Fall":
    Der Martin Batliner vom "Perry-Fall"? Das sagt ChatGPT zum "Perry-Fall": sagte:

    Das sagt ChatGPT zum «Perry-Fall»
    Der «Perry-Fall» bezieht sich auf einen bedeutenden Rechtsstreit in Liechtenstein, der im Zusammenhang mit der Verurteilung des ehemaligen Justizministers und ehemaligen Richters im Obersten Gerichtshof, Dr. Peter Batliner, stand. Batliner wurde wegen Amtsmissbrauchs und anderer Vergehen im Zusammenhang mit seinem Umgang mit einem Steuerhinterziehungsfall namens «Perry» angeklagt. Es gab auch Berichte über die mögliche Beteiligung seines Sohnes, Martin Batliner, der ebenfalls als Rechtsanwalt in Liechtenstein tätig war, an dem Fall. Es wurde jedoch keine offizielle Anklage gegen Martin Batliner erhoben.

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  8. Jeremy Walters
    Jeremy Walters sagte:

    The vast majority of advisors in the financial sector are aware of the fact, that there is a fraudilent scheme played by Liechtenstein trustees and Liechtenstein judges to the detriment of foreign trustees and beneficiaries.
    If Liechtenstein wants to survive in the financial sector, especially in the light of the forthcomimng renaissance of Swiss fundations, it needs a game-changing strict and watertight commitment for obeying the rule of law. One more scandal like the ones right now and the trustworthiness of the country is lost for good.

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  9. Steven Kroger
    Steven Kroger sagte:

    If the allegations on this blog are based on facts, Liechtenstein seems to be a rogue state. A rogue state in the middle of Europe is as surprising as shocking.

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  10. Staatlich organisierte Kriminalität
    Staatlich organisierte Kriminalität sagte:

    Liechtenstein sollte wegen des „blossen Anscheins staatlich organisierter Kriminalität“ aus allen Staatengemeinschaften abberufen werden.

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  11. Warum ist Liechtenstein eine Räuberhöhle? Hier die Antwort von ChatGPT.:
    Warum ist Liechtenstein eine Räuberhöhle? Hier die Antwort von ChatGPT.: sagte:

    Die Bezeichnung «Räuberhöhle» wird oft als abwertende Beschreibung für Länder verwendet, die für Finanzkriminalität, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung bekannt sind. Liechtenstein wurde in der Vergangenheit gelegentlich mit diesem Begriff in Verbindung gebracht, aufgrund seines Bankgeheimnisses und seiner laxen Regulierungspraktiken in Bezug auf den Finanzsektor.

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  12. Konrad M.
    Konrad M. sagte:

    Meiner Ansicht nach müsste der Fürst ein Machtwort sprechen und für Recht und Ordnung in seinem Land sorgen. Tut er es nicht, so duldet er, dass sein Land kein Rechtsstaat ist.

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