Erstaunlich, wieso der Fürst die Untreuhänder die Reputation kaputtmachen lässt.

Es gibt nur rund 140 Treuhänder im Ländle. Selbst für das kleine Land eine kleine Anzahl. Dennoch sorgen sie unablässig für kleinere oder grössere Skandale. Die fürstliche Justiz lässt sie dabei gewähren, als würden sie unter Heimatschutz stehen.

Jedes Mal, wenn ein Treuhänder dekantiert, in die Kasse greift, sich bereichert, Begünstigte rausschmeisst oder sich störender Stiftungsräte entledigt, macht das Schlagzeilen. Und versaut den Ruf ganz schön.

Dabei hätte der Fürst das doch gar nicht nötig. Denn er hat doch seine eigene Bank. Die LGT ist nicht kotiert und im Besitz des Fürstenhauses von Liechtenstein. Und sie platzt aus allen Nähten vor Geldzuwachs. In den letzten zehn Jahren hat die LGT das verwaltete Vermögen verdreifacht.

Davon können alle anderen Schweizer Banken nicht einmal träumen. Vontobel zum Beispiel schaffte vergleichsweise schlaffe 76 Prozent Steigerung. Bei der LGT stiegen die verwalteten Vermögen auf 316 Milliarden Franken.

Alleine LGT Private Banking verwaltet schon mal 230 Milliarden Franken. Insgesamt machte der LGT Konzern 375 Millionen Franken Gewinn im Jahr 2023. Das konnte der LGT-Verwaltungsratspräsident Prinz Max von und zu Liechtenstein verkünden.

Der sieht sich sowieso mehr als Global Player: «Vielleicht 30 Banken haben versucht, in Asien ein profitabel wachsendes Geschäft aufzubauen. Vier oder fünf haben es geschafft. LGT gehört als eine der ganz wenigen Privatbanken dazu.»

Also ist nicht Liechtenstein, und erst recht nicht das Stiftungsverwaltungsgeschäft im Fokus des Interesses der Bank. Und damit der fürstlichen Familie. Sondern die Expansion in die grosse, weite Welt. Aber natürlich ist die LGT aufs engste mit dem Fürstenhaus verbunden. Und das trägt den Namen Liechtenstein. Und solange Liechtenstein ein Synonym für schummrige Geschäfte einer Handvoll Untreuhänder bleibt, umweht die fürstliche LGT so ein leichter Geruch nach ungewaschenen Füssen.

Das kann nun nicht wirklich das Interesse der fürstlichen Familien sein. Seit den Zeiten von Batliner selig ist es mit dem Stiftungsstandort Liechtenstein sowieso ständig bergab gegangen, in jeder Beziehung. So unrühmlich, wie die lange Karriere von Batliner endete, so unrühmlich wird das Geschäft seither betrieben.

Aber offensichtlich ist sich der Fürstenhof nicht so ganz darüber im Klaren, welche Rufschädigung hier betrieben wird. Denn ein Machtwort des regierenden Kronprinzen Alois würde genügen, um all diesen Unfug einiger Untreuhänder abzustellen.

Die müssten sich dann eine anständige Arbeit suchen. Aber sonstige Schäden würden dadurch nicht entstehen.

5 Kommentare
  1. Kein seriöser Finanzstandort mehr
    Kein seriöser Finanzstandort mehr sagte:

    Der Reputationsschaden, den die untreuen Liechtensteiner Treuhänder gerade in jüngster Zeit mit Unterstützung der Liechtensteiner Justiz angerichtet haben, ist so gross, dass Liechtenstein kein seriöser Finanzstandort mehr ist. Jeder, der hiervon Kenntnis hat, kann nur noch dringend von Liechtenstein abraten.

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  2. FL-Reputation im Sturzflug
    FL-Reputation im Sturzflug sagte:

    Nur durch ein einige untreue Treuhänder, die die Liechtensteiner Justiz mit Duldung des Fürstenhauses protegiert, kommt Liechtenstein nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen heraus und zerstört es gerade seine Reputation. Vielleicht meint das Fürstenhaus immer noch, die Menschen würden dies nicht erfahren, da ja die einzige Zeitung im Land nichts Negatives über das Land berichten würde. Aber es spricht sich herum wie ein Lauffeuer.

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  3. Untreue Treuhänder und Willkür-Justiz schaden dem Ruf extrem
    Untreue Treuhänder und Willkür-Justiz schaden dem Ruf extrem sagte:

    Untreue Treuhänder und eine willkürliche Justiz sind Gift für das Vertrauen in den Finanzstandort Liechtenstein.

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  4. Ist der Erbprinz so schwach?
    Ist der Erbprinz so schwach? sagte:

    Ist der Erbprinz so schwach, dass er sich von untreuen Treuhändern und ein paar wenigen Richtern, die die untreuen Treuhänder schützen, den Ruf seines Landes, seiner Bank und seinen eigenen Ruf als seriös kaputt machen lässt?

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