Schnell oder langsam. Das kommt drauf an, wenn Justitia nicht blind ist.
Liechtenstein ist ein Rechtsstaat mit zwei Geschwindigkeiten. Liechtenstein ist ein Rechtsstaat, bei dem Justitia nicht blind ist. Liechtenstein ist ein Rechtsstaat, wo es darauf ankommt, wer derjenige ist, der vor die Schranken des Gerichts tritt. Ist er ein Einheimischer, ein Liechtensteiner, gar ein Anwalt oder Treuhänder, dann kann er sich einer zuvorkommenden und speditiven Behandlung erfreuen.
Ist er aber ein Ausländer, sozusagen ein fremder Fötzel, und wagt er es dann auch noch, gegen einen Liechtensteiner Treuhänder vorzugehen, dann sieht die Sache ganz anders aus. Völlig anders.
Eines von viel zu vielen Beispielen. Da stellen Untreuhänder einen Abberufungsantrag gegen einen ihnen unliebsamen Stiftungsratspräsidenten. Nach lediglich sieben Wochen kommt das Gericht zum Schluss: jawohl, korrekt, genehmigt, der Stiftungsratspräsident ist weg.
Erschwerend kommt noch die absurde Begründung hinzu: Es gäbe hier einen «blossen Anschein eines möglichen Interessenkonflikts». Was das ist? Das weiss niemand, nicht einmal der Fürst. Hört sich aber irgendwie wichtig an, und das reicht doch.
Dem abgesetzten Stiftungsratspräsidenten reicht es auch, er legt bei der nächsten Instanz Rekurs ein, weil er sich nicht vorstellen kann, dass eine solch absurde Begründung standhält. Nach weiteren 36 Wochen entscheidet die zweite Instanz: doch, das ist rechtens, die Absetzung erfolgte in Übereinstimmung mit der fürstlichen Wildwestjustiz.
Daraufhin griff der nach vielen Jahren treuer Pflichterfüllung abgesägte Stiftungsratspräsident zum gleichen Mittel und verlangte die Absetzung der beiden Treuhänder, die ihn abserviert hatten. In der Annahme, dass doch wohl auch hier nach ein paar Wochen ein Urteil ergehen würde.
Da kennt er aber die Fürstenjustiz schlecht. Über diesen Antrag brütet das Gericht seit 116 Wochen, seit über 2 Jahren. Ohne bislang zu einem Urteil zu gelangen. 7 Wochen, 116 Wochen und kein Ende. Das ist der Unterschied in Liechtenstein.
Aber es geht noch wilder. Da ihnen dieser abgesägte Stiftungsrat nun wirklich auf den Zeiger ging, beschlossen die beiden Treuhänder, ihm auch noch die Begünstigung zu entziehen. Ätsch.
Auch dagegen geht der langjährige Stiftungsratspräsident vor. Nur: die Treuhänder sagen nun mit treuem Augenaufschlag: wieso darf der das? Der hat doch gar keinen Rechtstitel. Oder auf Deutsch: da der mit der Stiftung, die er 28 Jahre lang präsidierte, überhaupt nichts mehr zu tun hat, kann er doch auch nicht gegen sie vorgehen. Da könnte doch jeder kommen.
Auch darüber muss die Fürstenjustiz scharf nachdenken. Und nachdenken. Und nachdenken.
Wäre es nicht so grauenvoll traurig. gäbe es aber noch etwas zu lachen. Denn die beiden Treuhänder hielten es für angebracht, um den ehemaligen Stiftungsratspräsidenten zu diskreditieren, eine absurde Strafanzeige gegen ihn einzureichen. Denn «läuft dann noch eine Strafermittlung», das hört sich immer gut an.
Die läuft tatsächlich, allerdings gab es da ein blödes, unerwartetes Hindernis im geordneten Ablauf der Liechtensteiner Fürstenjustiz. Die damit befasste Strafrichterin erklärte sich selbst für befangen. Allerdings war sie zu schamvoll, um den Grund dafür anzugeben. Sie hatte sich mit einem der beiden Treuhänder fortgepflanzt, ohne dass die beiden verheiratet gewesen wären.
Das alles gibt es nirgends auf der Welt. Ausser in der Räuberhöhle Liechtenstein.




In dem Artikel wird aufgedeckt, was in Liechtenstein immer als „bedauerlicher Einzelfall“ abgetan wird, in Wirklichkeit aber häufig vorkommt und klar System hat, ein perfides kollusives Zusammenwirken von FL-Treuhändern, den Gerichten im FL und der Staatsanwaltschaft im FL darstellt. Stiftungen werden mit Hilfe der FL Justiz gekapert und anschließend „dekantiert“, also geplündert. Das Geld fließt Liechtensteinern zu. Die Staatsanwaltschaft und der Fürst tun so, als wüssten Sie von nichts.
Die NZZ hat im Oktober 2023 einen Bericht über den Fall Kindler mit den Stiftungsräten Martin Batliner und Philipp Wanger gebracht: „Im Ländler regiert Richter Kafka“.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/im-laendle-regiert-richter-kafka-ld.1782602
Das „Dekantieren“ ist in Vaduz seit mindestens 10 Jahren gängige Praxis. Es gibt unzählige Fälle, welche von den Gerichten stets mit Argumenten zu Gunsten der Treuhänder entschieden wurden. Es ist tragisch und ich würde mir wünschen, dass das Fürstenhaus endlich einschreiten würde.
Dass die Justiz in FL nicht neutral, sondern einseitig zugunsten der Liechtensteiner Treuhänder entscheidet, hat kürzlich schon die NZZ in ihrem Artikel „Im Ländle regiert Richter Kafka berichtet“ https://www.nzz.ch/wirtschaft/im-laendle-regiert-richter-kafka-ld.1782602.
Und selbst vor Kurzem das deutsche Fernsehen in der ARD Sendung Plusminus
https://www.ardmediathek.de/video/plusminus/liechtensteinische-stiftungen-erben-kaempfen-um-ihr-geld/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy8zM2JiZjVkZS1jNGYxLTRiOWEtODdjOC01NDBiNDI5OTNhYjk.
Das Abberufungsverfahren gegen Dr. Martin Batliner und Philipp Wanger ging schon durch Inside Paradeplatz, die Zeitung die Ostschweiz, die NZZ und das deutsche Fernesehen in der ARD mit einem Millionenpublikum, das kennt inzwischen jeder im Ländle und am Paradeplatz. Ob es eine Empfehlung für den Finanzplatz Liechtenstein ist? In jedem Fall macht es den Finanzplatz Liechtenstein mit seinen «Spezialitäten» berühmt.
Die anständigen Treuhänder in Liechtenstein werden sehr erfreut sein über diese zweifelhaften Berühmtheit.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/im-laendle-regiert-richter-kafka-ld.1782602
Man braucht nur googeln mit «Abberufung Batliner Wanger», da kommt noch mehr im Internet über den Fall. Z.B. andere Zeitungsartikel.
Unfassbar,was in Liechtenstein abgeht. Aber ohne die Duldung des Fürsten oder Erbprinzen, die genau wissen, was Sache ist, wäre das alles nicht möglich. Sie hätten die Macht, für Recht und Ordnung zu sorgen. Aber sie müssten es eben auch wollen – das ist das Problem.
Wer absichtlich rumferkelt darf sich nicht darüber beschweren, dass darüber berichtet wird.
Das Abberufen ausländischer Stiftungsräte mit tatkräftiger Hilfe der Liechtensteiner Gerichte und ein darauffolgendes „Dekantieren“, sprich Plündern durch Liechtensteiner Stiftungsräte ist längst ein eingespieltes System in Liechtenstein. Man weiss ja vorher, bei welchem Richter man in der ersten Instanz landet. Dies war bis vor kurzem immer der selbe Richter, neuerdings sind es zwei Richterinnen in Teilzeit, die sich diese Stelle teilen. In der zweiten Instanz beim Obergericht ist es immer der selbe Senat… Man kennt sich, man versteht sich… Und die Rechtsanwälte erklären ihren Mandanten mit treuem Blick, dass es sich um einen „bedauerlichen Einzelfall“ handeln würde, man verstehe die Entscheidung gar nicht… obwohl die Rechtsanwälte genau wissen, was gespielt wird. Und wo werden die beraubten Betroffenen ein zweites Mal ausgenommen. Das geschieht nicht nur ab und zu, sondern laufend. Nur wissen die Betroffenen nichts voneinander und ihre Rechtsanwälte verschweigen Ihnen besseren Wissens, dass dies ein eingespieltes System ist. Aber das System kommt jetzt ans Licht.
https://www.ardmediathek.de/video/plusminus/liechtensteinische-stiftungen-erben-kaempfen-um-ihr-geld/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy8zM2JiZjVkZS1jNGYxLTRiOWEtODdjOC01NDBiNDI5OTNhYjk
Das Abberufungsverfahren gegen die beiden Stiftungsräte Philipp Wanger und Dr. Martin Batliner ist noch nicht entschieden, aber schon durch Fernsehberichte und zahlreiche Presseartikel berühmt geworden.
In Liechtenstein herrscht das Gesetz des Schweigens niemand spricht über DAS SYSTEM, aber jeder weiss, dass es es gibt. Jeder Treuhänder, jeder Banker, jeder Rechtsanwalt, jeder Richter. Aber man spricht nicht darüber.
Das ist auch bei der Mafia so, jeder weiss, dass es sie gibt, aber niemand spricht darüber, sie wird totgeschwiegen.
Das hat mit Rechtstaatlichkeit nichts mehr zu tun, das ist vorsätzliche Rechtsbeugung. Und das mitten in Europa! Liechtenstein sollte sich schämen. Es möchte wohl absichtlich ein Schurkenstaat, aber ein reicher Schurkenstaat sein. Pfui!
Ich weiss ja nicht, wer diese beiden Treuhänder sind, sie fügen dem Land Lichtenstein jedoch meiner Ansicht nach einen massiven Reputationsschaden zu.