Die Schweiz reagiert auf die Untreuhänderskandale in Liechtenstein.
Seit sich die Anzahl von Stiftungen im Ländle dramatisch verkleinert hat, weil sie als Schwargeldbunker ausgedient haben, treiben es die Untreuhänder immer wilder.
Sie dekantieren, greifen in die Kasse, bereichern sich, verweigern Informationen, verfügen nach Gutdünken über ihnen anvertraute Vermögen. Und die fürstliche Justiz schaut zu, beziehungsweise weg. Kommt ein solcher Fall an die Öffentlichkeit, wird immer die gleiche Leier gespielt: bedauerlicher Einzelfall, schwarzes Schaf, in jeder Berufsgattung gibt es leider unverantwortliche Gesellen, aber im grossen Ganzen läuft alles super und sauber.
Nur: das glauben immer weniger. Recherchen haben ergeben, dass Schweizer Banken und Vermögensverwalter schon lange nicht mehr aktiv das Errichten Liechtensteiner Stiftungen empfehlen. Obwohl ihnen dadurch ein hübscher Batzen Geld verloren geht. Aber die Zufriedenheit ihrer Kunden ist ihnen wichtiger.
Damit nicht genug. Immer häufiger raten sie sogar ihren Klienten, sollten die eine Liechtensteiner Stiftung betreiben, diese so schnell wie möglich aufzulösen und das Geld woanders in Sicherheit zu bringen, wo rechtsstaatliche Zustände herrschen.
Aber es geht noch weiter. Der FDP-Präsident und Aargauer Ständerat Thierry Burkart verlangt, dass in der Schweiz das Instrument der Familienstiftung wieder zugelassen wird. Eine entsprechende Motion fand bereits im Ständerat eine breite Mehrheit, nun hat sie auch der Nationalrat an den Bundesrat überwiesen – mit dem Auftrag, eine entsprechende Gesetzesänderung auszuarbeiten.
Eine solche Familienstiftung ist in der Schweiz seit 1907 verboten. Sie diente damals auch dazu, missliebige Erben auszuschliessen und natürlich Steueroptimierung zu betreiben. Seit diesem Zeitpunkt wichen begüterte Schweizer Familien – nach Liechtenstein aus.
Inzwischen ist es klar, dass nicht nur reiche Familien, sondern auch kleinere und mittlere Unternehmen, schlichtweg jeder, der etwas komplizierte Besitzverhältnisse strukturieren möchte, auf das Hilfsmittel eines Trusts oder eben einer Stiftung angewiesen ist. Die Absichten sind dabei meistens durchaus lauter, obwohl das von linker Seite lauthals bestritten wird.
Eine Stiftung, um die Vermögens- und Nachlassplanung zu erleichtern, das ist die Idee. Raus aus der Räuberhöhle Liechtenstein, das ist die Nebenidee.




Damit wird das Ländle zum Auslaufmodell. Wer sollte dann noch eine Stiftung im Ländle errichten? Aber das Ländle kann ja weitere Spielcasinos errichten, um damit weiterhin reiche Ausländer auszunehmen.
Die ständigen Skandale in Liechtenstein, zuletzt mit den Treuhändern W. und B., treiben der Schweiz, die wohlhabenden Kunden aus aller Welt zu. Liechtenstein hat es einfach massiv übertrieben, zu viele Skandale, zu viel Wildwest Justiz. Jetzt kommt die Rechnung und Nehmt die Schweiz, Liechtenstein die Butter vom Brot.
Das Gerichtsverfahren um die beiden Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Martín Batliner hat sehr viel Aufmerksamkeit in den Medien erlangt. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung. Aber es hat sehr viel Staub aufgewirbelt, so dass die Schweiz ein leichtes Spiel haben wird, das überaus lukrative Geschäft mit den Stiftungen Liechtenstein abzunehmen.
Der Batliner hat‘s gegeben…
der Batliner hat‘s genommen…
RIP Liechtenstein
Die Skandale im Ländle, das Aufsichtsverfahren gegen Wanger und Batliner, die sich angeblich zwischen 50‘000 und 75‘000 Franken monatlich pro Person aus einer Stiftung selbst ausbezahlen, das alles schadet meiner Meinung nach dem Ruf des Finanzstandorts Liechtenstein so sehr, dass
es die Schweiz leicht haben wird, Lichtenstein dieses Milliardengeschäft innerhalb kürzester Zeit abzunehmen.
Ist die Überschrift «Wildes Treiben mit Konsequenzen» eine Anspielung darauf, dass der Liechtensteinische Rechtsanwalt und Treuhänder B. gerichtliche Vorerhebungen gegen einen vormaligen Stiftungsrat lanciert hat und die zuständige Strafrichterin sich für befangen erklärt hat, weil sie ein Kind von ihm hat?
Wie bitte? Martin Batliner veranlasst deine Strafanzeige. die zuständige Strafrichterin erklärt sich aber für befangen, weil sie ein Kind von Martin Batliner hat? Wo sind wir hier denn bitte? Wie lautet die Überschrift? Wildes Treiben mit Konsequenzen? So etwas gibt es nur im Ländle…